Max Krüger (Betriebsleiter)

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Max Krüger (* 24. November 1888 in Hirschberg, Schlesien; † 5. Juli 1945 in Frankfurt/Oder) war ein deutscher Maschinenbauingenieur und Unternehmensleiter der Berliner Tanklager G.m.b.H., kurz BeTaLag.

Leben[Bearbeiten]

Krüger war Ingenieur und konstruierte zunächst für die Firma Henschel & Sohn in Kassel Lokomotiven.[1] 1928, zur Zeit der Weltwirtschaftskrise, wurde er arbeitslos und war gezwungen als Kofferträger am Berliner Anhalter Bahnhof für den Lebensunterhalt der Familie zu arbeiten. Im nationalsozialistischen Deutschland bekam er durch den Bau der Autobahn und durch die Rüstungsindustrie wieder Arbeit[2] und war später Oberingenieur und Betriebsleiter der Firma BeTaLag.

Nach Kriegsende wurde er wegen seiner Funktionärstätigkeit in der NSDAP-Ortsgruppe[1] am 3. Mai 1945 in Berlin-Biesdorf von der Roten Armee festgenommen und am 29. Juni 1945 vom Sowjetischen Militärtribunal[3] – weil er sich weigerte für die Sowjets ebenfalls Lokomotiven zu konstruieren[1] – zum Tode verurteilt. Die Urteilsvollstreckung erfolgte am 5. Juli im NKWD-Spezialgefängnis Nr. 7[?].[3]

Aus der Ehe mit seiner Frau Auguste „Gustchen“ Krüger, geborene Meier, stammen der Schauspieler und Schriftsteller Eberhard „Hardy“ Krüger und eine Tochter namens Ilse.[4][1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaus-Dieter Müller, Thomas Schaarschmidt, Mike Schmeitzner, Andreas Weigelt: Todesurteile sowjetischer Militärtribunale gegen Deutsche (1944–1947). Eine historisch-biographische Studie. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2015, ISBN 978-3-525-36968-5, Max Grüger, S. 373.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Peter Käfferlein, Olaf Köhne, Hardy Krüger: Was das Leben sich erlaubt: Mein Deutschland und ich. Hoffmann und Campe, Hamburg 2016, ISBN 978-3-455-85164-9 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Aus der Ordensburg. Welt N24, 23. November 2903.
  3. 3,0 3,1 siehe Literaturhinweis Todesurteile sowjetischer Militärtribunale gegen Deutsche (1944–1947)
  4. Krüger, Hardy. In: Wer ist Wer?: Das deutsche Who’s Who. Bd. 39, Verlag Herrmann Degener, 2000, S. 801.
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