Matthias Keller (Künstler)

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Matthias Keller (* 1960 in Leonberg, Deutschland)  ist ein deutscher Künstler, der in den bildnerischen Ausdrucksmedien von Malerei, Zeichnung, Installation und Bühnenbild arbeitet.

Leben[Bearbeiten]

Keller studierte von 1980 bis 1986 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei den Professoren Dieter Groß, Sotirios Michou und bei Wolfgang Gäfgen in der Fachklasse für freie Graphik. Von 1982 bis 1984 studierte er an der Universität Stuttgart Kunstgeschichte.

Neben seiner Ausstellungstätigkeit gründete er 1987 die Jugendkunstschule Leonberg und leitete diese bis 1989. Er war Mitbegründer und Vorstandsmitglied des Leonberger Kunstvereins „Glaskasten“, sowie als Regisseur, Bühnenbildner und Organisator an zahlreichen Theaterprojekten in Leonberg, Stuttgart, Berlin und Friedrichshafen[1] beteiligt.

Seine Werke wurden seit den 1980er-Jahren regelmäßig im In- und Ausland gezeigt, unter anderem in Frankreich, Österreich, in Kroatien aber auch in Nepal.

Keller ist verheiratet, hat einen Sohn und lebt seit 1993 in Markdorf am Bodensee.

Werk[Bearbeiten]

Keller arbeitet vorwiegend in den Bereichen Malerei und Zeichnung. Daneben schuf er aber auch immer wieder dreidimensionale Kunstwerke Installationen und Bühnenbilder für verschiedene Theater- und Opernproduktionen. Mittlerweile liegt der Fokus auf, mit Acryl ausgeführten, Leinwandquadraten.

An seinem informellen Grundansatz hält Keller noch immer fest, obgleich seine Arbeiten inzwischen auch figurative Elemente aufgreifen. Diese verzichten jedoch auf jede Narrativität. Stattdessen binden sie sich in transzendierender Absicht ein in die Formen- und Flächen-Sprache auf Kellers Leinwänden. Dabei verknüpft Keller nach wie vor Formales mit Gestischem, Abstraktes mit Konkretem sowie Zitathaftes als Orientierungs- beziehungsweise Reflexions-Hilfe für den Rezipienten. Häufig geht es ihm um die Frage eines künstlerischen Weges zwischen Abstraktion und Figuration. Seine Begeisterung für das absurde Theater mit seinen irrealen Szenerien ist dabei stets spürbar.

Einzelausstellungen (Auswahl)[2][Bearbeiten]

  • 1988 Rovinj, Kroatien: Museo comunale
  • 1989 Leonberg: Galerie Neues Rathaus
  • 1991 Stuttgart: Staatstheater
  • 1991 Kathmandu, Nepal: Goethe Institut
  • 1993 Berlin: Galerie im Körnerpark
  • 1994 Dakovo, Kroatien: Spomen-Muzej Biskupa Josipa Jurja Strossmayera
  • 1994 Osijek, Kroatien: Galerie der Bildenden Künste
  • 1996 Konstanz: Galerie Bagnato
  • 1996 Leonberg: Neues Rathaus
  • 1997 Böblingen: Kreiskrankenhaus Böblingen
  • 2013 Nagold: Architektenbüro Dausacker-Wohlfarth
  • 2014 Friedrichshafen: Plattform 3/3
  • 2014 Leonberg: Stadt Leonberg im Galerieverein
  • 2014 Friedrichshafen: Plattform 3/3
  • 2016 Tettnang: Städt. Galerie im Schlosspark

Preise[Bearbeiten]

  • 1984 Kulturpreis der SPD Leonberg für den Kunstverein "Glaskasten"
  • 1988 Kulturpreis der SPD Leonberg für Theaterarbeit mit der Theatergruppe "Kunstwerker"
  • 1997 2. Preis: "Kunst am Bau- Wettbewerb" im Kreiskrankenhaus Böblingen (Patientengarten)
  • 1997 3. Preis: "Kunst am Bau- Wettbewerb" im Kreiskrankenhaus Böblingen (Biotop)
  • 2013 2. Preis: "Kunst auf Abwegen" Kunstpreis der Nagolder Freiberufler [3]

Kataloge[Bearbeiten]

  • Matthias Keller, Zeichnungen 1984/85 / Hrsg.: Matthias Keller …Text: Matthias Diem, Berlin
  • Matthias Keller, Bilder / Hrsg.: Stadt Leonberg ... anlässlich der Ausstellung "Wege" in der Galerie im Körnerpark, Berlin. Red.: Christina Ossowski[4]
  • MATTHIAS KELLER / Hrsg.: Galerija Likovnih Umjetnosti, Osijek… anlässlich der Ausstellung „Slike i Grafike“ / Red.: Branka Balen
  • MATTHIAS KELLER parallele welten, 2014 / Hrsg.: M.Keller... anlässlich der Ausstellung im Galerieverein Leonberg. / Text: Christina Ossowski / ISBN 978-3-00-044899-7

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Begehbarer Plattenspieler auf der Bühne, Südkurier, 25. November 2009.
  2. http://matthiaskeller.wix.com/matthias-keller#!vita/c11pd
  3. Matthias Keller erhält renommierten Kunstpreis in Nagold, Südkurier, 11. Oktober 2013.
  4. http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/LABI/LABI.asp?ID=894613
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