Matteo Di Prima

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Matteo Di Prima (* 17. November 1987 in Bückeburg) ist ein Kommunalpolitiker der Partei Die Linke. Er wurde am 25. Mai 2014 zum Stadtrat in den Gemeinderat der Stadt Lörrach gewählt. In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates vom 31. Juli 2014 wurde Matteo Di Prima zum Stadtrat vereidigt. Di Prima ist der erste Linken-Stadtrat in der Geschichte der Stadt Lörrach.

Leben[Bearbeiten]

Di Prima absolvierte von 2004 bis 2007 eine dreijährige Berufsausbildung zum Justizfachangestellten beim Amtsgericht Lörrach und schloss diese Ausbildung als Landesbester in Baden-Württemberg ab. Als Präsent für die besonderen Leistungen übergab die damalige Direktorin des Amtsgericht Lörrach, Eva Voßkuhle, Di Prima eine Ehrenurkunde des Oberlandesgerichtes Karlsruhe.[1] Er ist seit 2011 als Justizfachwirt an den Notariaten in Lörrach und Kandern beschäftigt. Nebenbei studiert er Jura an der Fernuniversität Hagen. Matteo Di Prima lebt seit 2011 wieder in Lörrach, wo er auch schon die Ausbildung bei den Justizbehörden absolviert hatte. Nach einer Zeit in Rastatt wollte er wieder zurück ins Dreiländereck. Di Prima ist seit 2007 Mitglied bei den Linken und seit der Bundestagswahl 2013 in der Parteiarbeit aktiv. [2]

Kommunalwahl 2014 in Baden-Württemberg[Bearbeiten]

Am 26. Februar 2014 erklärte die Partei in Lörrach, ebenfalls für die Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 zu kandidieren. [3] Hierbei führte Matteo Di Prima die Liste der Linken als Spitzenkandidat an.

Nach dem gültigen Endergebnis der Kommunalwahl 2014 erhielt Die Linke in Lörrach aus dem Stand heraus 4,3 % der Stimmen und lag damit vor der FDP und hinter den Freien Wählern. Rechnerisch erhielt Die Linke damit einen Sitz im Lörracher Gemeinderat, welchen Matteo Di Prima einnahm. In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates am 31. Juli 2014 wurde Di Prima als Stadtrat vereidigt. [4] Matteo Di Prima ist seit dem 31. Juli 2014 Mitglied des Gemeinderates Lörrach, des Ausschusses für Umwelt und Technik mit seinen Betriebsausschüssen und Mitglied der Kulturkommission und der Internationalen Kommission. [5] Di Prima hat sich der sieben Mitglieder starken SPD-Stadtratsfraktion in Form einer Zählgemeinschaft SPD/Linke angeschlossen. [6] Diese Konstellation wurde vor allem von CDU und Grünen stark kritisiert. [7]

Politische Ausrichtung[Bearbeiten]

Di Prima ist Mitglied des Reformer-Flügels der Linken Forum demokratischer Sozialismus. [8] In einem Interview mit der Badische Zeitung äußerte er sich zu seiner Rolle in der Stadtratsarbeit gegen eine Fundamentalopposition und für eine rot-rot-grüne Zusammenarbeit. Seiner Ansicht nach sei die soziale Gerechtigkeit die Maxime seiner Arbeit. So äußerte er sich der Badischen Zeitung gegenüber: „Soziale Gerechtigkeit kann man in allen politischen Bereichen verwirklichen - selbstverständlich in der klassischen Arbeits- und Sozialpolitik, wo wir eine Abschaffung von prekären Arbeitsverhältnissen fordern oder auch bei der Mietpreispolitik in Lörrach“. [9] Zentrales Wahlkampfthema der Kommunalwahl 2014 war die Mietpolitik. Di Prima vertrat hierzu die Auffassung, dass die Stadt Lörrach selbst auf der Angebotsseite als Vermieterin mitmischen sollte, um die Preise sinken zu lassen: „(...)Ich bin ein großer Freund davon, mit marktkonformen oder markkonträren Maßnahmen steuernd einzugreifen. Die Stadt Lörrach könnte den Markt etwa dadurch beeinflussen, in dem sie mehr Flächen für Wohnraum erschließt, diesen Wohnraum aber nicht verkauft, sondern bei der städtischen Wohnbaugesellschaft behält und zu günstigen Preisen vermietet“. [9]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pressemitteilung des Amtsgerichts Lörrach vom 10.08.2007 [1]
  2. Zur Person Matteo Di Prima "Badische Zeitung" vom 22. Mai 2014 [2]
  3. Die Linke bewirbt sich erstmals für den Gemeinderat, Badische Zeitung vom 6. März 2014 [3]
  4. Stadt Lörrach, Mitglieder des Gemeinderates, Aufruf vom 24. August 2014[4]
  5. Wichtige Ausschüsse und Aufsichtsräte, Badische Zeitung vom 1. August 2014 [5]
  6. Rot-Rotes Bündnis im Gemeinderat, Badische Zeitung vom 22. Juli 2014 [6]
  7. Einigung bei den Ausschüssen, Badische Zeitung vom 1. August 2014[7]
  8. Facebookseite von Matteo Di Prima, letzter Aufruf am 24. August 2014[8]
  9. 9,0 9,1 Unsere Maxime ist die soziale Gerechtigkeit, Interview der Badischen Zeitung vom 22. Mai 2014 [9]
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