Markus Heiniger (Liedermacher)

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Markus Peter Heiniger (* 1968 in Basel) ist ein Schweizer Liedermacher.

Leben[Bearbeiten]

Markus Peter Heiniger kommt am 18. August 1968 in Basel als Sohn des Dr. Apotheker Jean-Pierre Heiniger und der Verena Heiniger-Schärer zur Welt und wächst zusammen mit seiner Schwester Franziska (*1965) im südwestlich der Stadt sich entlang der Elsässischen Grenze erstreckenden Leimental, in Oberwil, BL auf. Seine Familiensprache ist Berndeutsch, seine tägliche Umgangssprache Baseldeutsch. In beiden Dialekten sowie auf Hochdeutsch schreibt und singt Markus Heiniger seit 1998 eigene Lieder am Piano. Seine Alemannischen Werke pflegt er für Hochdeutsche Ohren in prägnanten Vierzeilern zu übersetzen.

Schon früh hört und singt Markus Heiniger die Lieder des 1972 tödlich verunglückten Berner Troubadours Mani Matter. Auf den Geschmack poetische Lieder am Klavier zu singen, kommt Markus Heiniger, als er 1983 Konstantin Wecker im Konzert ("Im Namen des Wahnsinns") erlebt.

Der autodidaktisch veranlagte Markus Heiniger lernt Klavier an der Musikschule Leimental (1977 - 1988), Klavier und Gitarre an der Jazzschule Basel (allgemeine Abteilung, 1996 - 1998) sowie Gesang und Poesie an der Mainzer Akademie für Poesie und Musik SAGO (2007 - 2009). Im Rahmen seiner Tätigkeit als Primarlehrer (seit 1992), Praxislehrer (seit 1997) und ehem. Schulleiter (FHNW), (1999 - 2007) an den Primarschulen Binningen und Biel-Benken, BL, schreibt und singt Markus Heiniger ebenfalls für und mit seinen Schülerinnen und Schülern.

In den 00-er Jahren des neuen Jahrtausends ist Markus Heiniger Teil der "Trouba-Tour de Bâle", die er zusammen mit dem Basler Aernschd Born (Träger des Deutschen Kleinkunstpreises 1980) und dem Baselbieter Glood (Claude Mesmer) gründet und mit denen er von 2003 bis 2008 konzertiert. Am 11. 12. 2005 ist Markus Heiniger dabei, als im Lochbachbad, BE die "Schweizer Liederlobby" (ein Netzwerk von vorwiegend Schweizer Liedermachern) gegründet wird. Zusammen mit Glood schreibt und bestreitet er das Bühnenprogramm "Aerdbeebe" (Erdbeben), zusammen mit dem Berner Troubadour und Buchautor Fritz Widmer-Hesse singt er, bis kurz vor dessen Tod im Frühjahr 2010, das Programm "Ganz Alts und ganz Neus". Für die Premiere der Musiksendung "Alpenrose" am Schweizer Fernsehen bearbeitet Markus Heiniger Tinu Heinigers Berndeutsches Lied "Jede chunnt u jede geit" auf Baseldeutsch ("Jede kunnt und jede goot"), das er in der grossen Samstagabend-Show im Frühjahr 2011 live singt. Heute spielt Markus Heiniger vorwiegend solo und mit wechselnden Bühnenpartnern, wie etwa den Berliner Kollegen Holger Saarmann und Martin Betz.

Markus Heiniger singt poetische und von feinem Humor unterwanderte Betrachtungen (Es knarrt / der Steg in Mainz am Rhein), (Es gibt in den Steppen keine treppen) und Balladen. Die "Deutsche Liederbestenliste" hebt im Juli 2011 von Markus Heinigers Album "Es knarrt" die beiden Titel "Dichten" und "Ysbär" (Eisbär) hervor. Letzterer verknüpft ein brisantes umweltpolitisches Thema mit der naiven, ja fatalistischen Sichtweiese des Eisbären, der sein Eis dahinschmelzen sieht. Die lautmalerischen konsequent dicht gesetzten Endreime auf "i" und "y" sind ein typisches sprachliches Stilmittel von Markus Heiniger. Die gefällige aber durchaus melancholische poppig Begleitung ist eine seiner Co-Kompositionen mit seinem Baselbieter Kollegen Glood (Claude Mesmer). Musikalisch sind Markus Heinigers Lieder geprägt von Klassik, Jazz und Pop.

"Einer der besten Songpoeten im Land" schreibt Urs Grether in der "Basellandschaftliche Zeitung" 2004 über den Leimentaler. Beim Schweizer Mundartrocker Polo Hofer gewinnt Markus Heiniger am 16. März 2011 (Hofers 66. Geburtstag), das Liedermacher-Casting zur Teilnahme an der SRF-Unterhaltungssendung "Alperose".

Diskographie[Bearbeiten]

  • BACHAB, Eigenverlag, (1998)
  • dr alt Kaiser, Eigenverlag, (2000)
  • dr Dichter, Eigenverlag, (2006)
  • Beitrag auf "Türeschletze, Fritz Widmer gewidmet", Zytglogge (2008)
  • Beitrag auf "Alpernrose, 2011" SRF DRS (2011)
  • Es knarrt, Eigenverlag, (2011)

Weblinks[Bearbeiten]

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