Marion Sollbach

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Marion Sollbach (2020)

Marion Sollbach (* 5. Oktober 1967 in Köln) ist eine deutsche Managerin und Umweltpolitikerin der SPD.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Sollbach erlangte 1987 ihr Abitur am Humboldt-Gymnasium in Köln und studierte anschließend an der Universität zu Köln Biologie. Ihr Studium schloss sie 1994 mit dem Diplom zu einem pflanzenphysiologischen Thema ab.

Nach dem Abschluss einer Zusatzausbildung im Umweltcontrolling beim Katalyse Umweltinstitut 1996 arbeitete sie im Umweltbereich im Gesundheitswesen, der Entsorgungsbranche und war viele Jahre lang in einer Führungsposition im Bereich Nachhaltigkeit im deutschen Handel.

Sollbach lebt in Köln, ist ledig und hat keine Kinder. Sie ist die Tochter von Walter Sollbach.

Engagement[Bearbeiten]

Marion Sollbach bei der Verleihung des B.A.U.M.-Umwelt- und Nachhaltigkeitspreises (2010)

Im November 2010 wurde sie für ihr Engagement für mehr Nachhaltigkeit im Handel mit dem B.A.U.M.-Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis des Bundesdeutscher Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management in der Kategorie Großunternehmen ausgezeichnet.[1]

2009 haben die Europäische Kommission und die europäischen Handelsverbände Eurocommerce und European Retail Round Table eine gemeinsame Plattform für Nachhaltigkeit im Handel gegründet, das Retail Forum for Sustainability. Sollbach übernahm dort von 2009 bis 2013 den Ko-Vorsitz des Handels.[2] 2010–2013 war sie zudem die Vorsitzende des Umwelt- und Logistikausschusses des europäischen Handelsverbands Eurocommerce und 2010–2017 die Vorsitzende des Umweltausschusses des Handelsverbands Deutschland (HDE).[3] In der Funktion war sie zudem Mitglied des Präsidiums des HDE.[4]

Zwischen 2014 und 2016 war sie daran beteiligt, das Duale System der Verpackungsentsorgung vor einem Kollaps zu bewahren[5] und die Zentrale Stelle Verpackungsregister aufzubauen.[6]

Politik[Bearbeiten]

1986 trat Sollbach in die SPD ein. Sie ist seit 2017 Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Köln[7] und setzt sich für Gleichstellung ein. Zudem ist sie seit 2020 die Vorsitzende des Umweltforums der KölnSPD.[8] Zur Bundestagswahl 2021 hatte die SPD Nordrhein-Westfalen Sollbach für den Bundestagswahlkreis Köln II als Direktkandidatin aufgestellt,[9][10] aber sie konnte nicht in den Bundestag einziehen.[11]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Marion Sollbach - GALERIA Kaufhof GmbH. B.A.U.M. e.V., abgerufen am 5. August 2021 (de-DE).
  2. EuroCommerce congratulates prize-winning Chairwoman. 10. November 2010, abgerufen am 6. August 2021 (englisch).
  3. Hanno Bender: "Nachhaltigkeit kann auch Spaß machen". In: Der Handel. 17. April 2011, abgerufen am 6. August 2021 (de-DE).
  4. Handelsverband Deutschland - Geschäftsbericht 2013. S. 66, abgerufen am 6. August 2021 (de-DE).
  5. Reiner Mihr: Duale Systeme vor dem Kollaps - "Wir brauchen klare Regeln für alle Akteure". In: Lebensmittel Praxis. 6. Juni 2011, abgerufen am 5. August 2021 (de-DE).
  6. Wertstoffgesetz: Beirat besetzt für Zentrale Stelle. EUWID Recycling und Entsorgung, 2. November 2015, abgerufen am 5. August 2021 (de-DE).
  7. Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen | KölnSPD. Abgerufen am 5. August 2021 (de-DE).
  8. Umweltforum | KölnSPD. Abgerufen am 5. August 2021 (de-DE).
  9. Tim Attenberger: Neben Mützenich erstmals zwei Frauen: Kölner SPD stellt Kandidaten für Bundestag auf. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 19. März 2021, abgerufen am 6. August 2021 (de-DE).
  10. Michael Fuchs: Bundestagswahl: Kölner SPD tritt erstmals mit zwei Frauen an. In: Kölnische Rundschau. 18. März 2021, abgerufen am 6. August 2021 (de-DE).
  11. Bundestagswahl 2021 > Ergebnisse > Nordrhein-Westfalen > 094: Köln II. Der Bundeswahlleiter, 2021, abgerufen am 27. September 2021.

Weblinks[Bearbeiten]

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