Marianna Liermann

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Marianna Liermann (* 26. März 1930 in Saaz, ehem. Tschechoslowakei; † 12. Juni 2011 in Achim) war eine deutsche Künstlerin.

Tätigkeit[Bearbeiten]

Vom Herbst 1947 bis Sommer 1951 besuchte sie die Fachschule für angewandte Kunst zu Magdeburg.

Von September 1951 bis November 1956 wirkte sie im Stadtkern von Magdeburg an der Erstellung von Plänen, Zeichnungen und Ausgrabungsfunden für die Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Institut für Vor- und Frühgeschichte, Forschungsstelle Magdeburg, mit. Selbst bei mehreren Grad Kälte und Schneefall saß sie an den Ausgrabungsstätten unter einem Schirm und zeichnete Fundstücke. Daneben widmete sie sich der Konservierung und Wiederherstellung der Funde, insbesondere der keramischen Reste.

Ab 1956 arbeitete sie für das Institut als wissenschaftliche Zeichnerin in Berlin.

Nach ihrer Flucht aus Ostberlin wurde sie am 13. November 1961 im Bundesgebiet aufgenommen und nach Hessen eingewiesen. Sie lebte mit ihrem Ehemann fortan in Offenbach am Main.

Von 1962 bis Juli 1973 arbeitete sie u.a. für die Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts in Frankfurt am Main als Zeichnerin.

1973 zogen die Eheleute Liermann nach Hellwege, Landkreis Rotenburg/Wümme. Dort schafften sie sich ein kleines Anwesen im Grünen, wo sie umgeben von ihren Bildern und Keramiken lebten.

Marianna Liermann schuf weitere Aquarelle und Werke aus gebranntem Ton: Es waren nun nicht mehr die naiven Landschaftsbilder ihrer Jugendzeit, jetzt malte sie, zum Teil inspiriert von ihren zahlreichen Reisen, Küstenlandschaften und Blumen. Daneben entstanden auch zahlreiche Akte in groben Pinselstrichen.

Nach dem Tode ihres Mannes im Jahre 1996 lebte sie allein in ihrem Haus, was sich auch in ihren Bildern ausdrückte. Sie wurden zunehmend dunkler, spiegelten die Beschäftigung mit Vergänglichkeit und Verfall wider.Von der Natur wurde ihr Haus immer mehr umschlossen und von Efeu überrankt. Am 12. Juni 2011 verstarb die Künstlerin nach kurzer Krankheit in Achim.

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