Marco Spitzar

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Marco Spitzar (* 28. Mai 1964 in Osnabrück) ist ein österreichischer Bildhauer und Werbewirt.

Leben[Bearbeiten]

1978 übersiedelte er mit seiner Familie nach Österreich nach Bludenz in Vorarlberg. Von 1980 bis 1986 besuchte er die HTBL Ortweinplatz in Graz. In den Jahren 1987 bis 1992 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in Wien in der Meisterklasse von Bruno Gironcoli Bildhauerei. Nebenher widmete er sich dem Studium von Grafik-Design, Bühnenbild und von Neuen Medien. Spitzar war nach seiner Ausbildung bei Werbeagenturen in Wien, Vorarlberg und außerhalb Österreichs tätig. 1994 gründete er die Agentur Spitzar strategische Kommunikation mit Sitz in Dornbirn.

Marco Spitzar lebt in Schwarzach/Vorarlberg.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Jugendkunstpreis Steiermark
  • 1. Preis Plakatwettbewerb der Kunsthochschulen Österreich

Kunst[Bearbeiten]

Spitzar verändert seine Bilder durch Übermalen oder Applikation einzelner Gegenstände, um sie so in einen neuen, gemeinsamen Kontext zu stellen. In seinen Bildern verlässt er die flächige Darstellung und gibt den Werken durch seine Technik skulpturale Tiefe, was ihnen wieder die Nähe zur Bildhauerei verleiht.

Das Besondere an Spitzars Arbeiten ist die Technik. Bevorzugte Materialien, die von ihm verwendet werden, sind Bleistift, Buntstift, Filzstifte und Klebstoffe. Für seine Applikationen auf den Bildern selbst, an den Rahmen und auf Glas verwendet er Acrylfarbe. Spitzar bewegt sich bevorzugt im selben Farbspektrum: dunkle, erdige Töne – oliv, braun, schwarz, grau –, aber auch silberfarben. Eine Besonderheit in seinem Schaffen stellen die skulpturalen Vitrinen dar. Aus wenigen Materialien – Glas, schwarz lackiertem Glas, Samt – schafft er Behältnisse, die die Leere des Raumes, die es zu befüllen gilt, symbolisieren. Zum einen sind in ihnen Gegenstände des Alltags zu sehen, die er dadurch surreal überhöht und sie in eine neue Beziehung setzt, zum anderen lässt er sie unbefüllt, um damit das Abwesende darzustellen.

Diese Weltsicht illustriert er auch in seinem 2004 erschienen Text „Eine Frage der Dichte“. Wie in seinen Bildern und Skulpturen ist er bestrebt, Situationen und Momente einzufangen, sie im Medium Text darzustellen, sie zu verdichten und zusammenzufassen.

Schriften[Bearbeiten]

  • Eine Frage der Dichte. Bucher Verlag, Hohenems 2004
  • (mit Klaus Feldkircher): Eine Frage der Größe. Hohenems 2013

Weblinks[Bearbeiten]

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