Manfred Aretz

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Manfred Aretz (eigentlich Manfred Arthur Aretz; * 13. Juli 1927 in Rheydt, heute Mönchengladbach; † 26. Februar 2012 in Trier) war ein deutscher Pädagoge, Studiendirektor und Visionär. Im Jahr 1991 rief er eine Seniorenakademie in Bad Bertrich ins Leben. Er war der Gründungspräsident der Clara-Viebig-Gesellschaft in Bad Bertrich. Im Jahr 1993 gründete er den Mosel-Eifel-Verlag in Hontheim.

Leben[Bearbeiten]

Der Vater von Manfred Aretz unterrichtete als Realschullehrer in Rheydt, die Mutter betreute als Hausfrau Manfred und seinen jüngeren Bruder Friedhelm. Manfred besuchte die Oberschule in Rheydt, als der Zweiter Weltkrieg ausbrach. 1944 wurde er als Flakhelfer eingezogen. Nach dem Krieg wechselte der Vater nach Oelsnitz im Vogtland/Sachsen. Manfred nahm die abgebrochene Schulausbildung wieder auf und holte 1947 sein Abitur nach. In kürzester Zeit absolvierte er eine Ausbildung zum Grundschullehrer und bildete sich anschließend zum Berufsschullehrer fort. Er wurde Schulleiter der Berufsbildenden Schule Halbmondteppichfabrik VEB Oelsnitz.

Manfred Aretz war ein Widersacher gegen das DDR-System. Ende 1957 flüchtete er und ließ sich in Wuppertal nieder. Seine berufliche Qualifikation wurde zunächst nicht anerkannt, aber 1961 konnte er die 2. Prüfung für das Lehramt an Volksschulen ablegen und wieder den Schuldienst aufnehmen.

Aufgrund seiner Leistungen wurde er 1984 als Studiendirektor und pädagogischer Fachleiter an einer berufsbildenden Schule in den Ruhestand versetzt.

Bis 2005 realisierte Manfred Aretz zahlreiche Projekte und legte eine Reihe von Schriften zu unterschiedlichen Gebieten vor. Nach einer langen Erkrankung verstarb Manfred Aretz am 26. Februar 2012 in Trier.

Werk[Bearbeiten]

Manfred Aretz entwickelte die Theorie des systematischen Arbeitens und eine Pädagogik des Alters. 1991 gründete er in Bad Bertrich eine Seniorenakademie mit dem Ziel, ein speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnittenes Fortbildungsprogramm anzubieten.

1992 gründete er die Clara-Viebig-Gesellschaft in Bad Bertrich, deren Gründungspräsident er wurde. Die Gesellschaft machte es sich zur Aufgabe, das Werk von Clara Viebig wiederzubeleben und es wissenschaftlich zu erforschen.

1993 gründete Manfred Aretz den Mosel-Eifel-Verlag, in dem er mit der Programmatik Bibliothek der Erinnerungen die Werke vergessener Eifelschriftsteller der Allgemeinheit wieder zugänglich machte.

Werke[Bearbeiten]

  • Manfred Aretz und Ralf Gieleßen: Erfolgreich lernen. Ein Lehr- und Übungsbuch für wissenschaftsorientiertes Arbeiten, Verlag W. Giradet, Essen 1977.
  • Manfred Aretz: Die Eifelschriftstellerin Clara Viebig, in: Jahrbuch für den Kreis Cochem-Zell, 1994, 161-163.
  • Manfred Aretz (Hrsg.): Das Ei der Sommer. Schwarze Seele: Zwei Erzählungen von Clara Viebig. Beiträge und Materialien zu Clara Viebig, Mosel-Eifel-Verlag, Hontheim 1999.
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