Mäeutische Zeichen

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Mäeutische Zeichen sind als Begriff der Bildenden Kunst(Malerei) ein Aspekt des postmodernen Surrealismus und übernehmen die Kunst der Wahrheitsfindung in Sinne der Hebammenkunst des Sokrates für den Betrachter dieser Zeichen. Die Mäeutik als Basis der Wahrheitsfindung (siehe Sokratische Methode) führt den, der wissen will über den Zweifel zu der für ihn richtigen Antwort. Platon beschreibt die Gesprächstechnik des Sokrates als Hinführen zu wahrem Wissen.

Inhaltsverzeichnis

Bildende Kunst und Mäeutik[Bearbeiten]

Die Schritte der Hinführung[Bearbeiten]

Dieses Hinführen erfolgt in zwei Schritten. Im ersten Schritt wird durch gezielte Fragestellung die Position des Gesprächspartners in Frage gestellt (Elenktik[1] - Überführung). Im zweiten Schritt (Protreptik[2] - Hinwendung) wird durch weitere Fragen die „richtige“ Erkenntnis zum Licht geführt (geboren)

Betrachtung[Bearbeiten]

Die Identifikation des bildenden Künstlers mit der Technik der Mäeutik bedeutet die Interpretation der Fragestellung im Sinne des ersten Schrittes mit der erstmaligen Betrachtung eines Werkes. Die Abbildung von gedanklichen Konstellationen, Bewusstseinszuständen, philosophischen Aussagen, Metaphern von Glaubenssätzen dienen dabei als Zeichen für diese Kunst der Fragestellung.

Interpretation[Bearbeiten]

Dabei stehen Wünsche, ihr Verhältnis zur einer beobachtbaren Wirklichkeit aus seelischer, rationaler, idealistischer und manchmal auch nihilistischer Sicht den Betrachtern beim phänomenalen Hinterfragen des eigenen Blickwinkels zur Seite und ermöglichen damit den Weg zu gehen, der Erkenntnisse ans Licht bringt.

Bildsprache - Sprachbildung[Bearbeiten]

Die Bildsprache unterstützt in diesem Prozess mittels „Mäeutischer Zeichen“ die Sprachbildung. Die Sprache als Übersetzung der vielfältigen bildhaften Zeichen in die normierte Form von Buchstaben und Worten ermöglicht SprachkünstlerInnen, DichterInnen und SchriftstellerInnen die Reformulierung der Bild gewordenen Erkenntnis aus dem Blickwinkel der eigenen Betrachtung und damit den je eigenen Zugang zu wahrem Wissen

der Begriff[Bearbeiten]

Den Begriff der „Mäeutischen Zeichen“ prägte Ludwig Drahosch[3] unter Mitwirkung der Künstlerin, Schauspielerin und Regisseurin Nina C. Gabriel mit seinem gleichnamigen Projekt, in dem er die Werke seiner Bildsprache gemeinsam mit erfahrenen Autorinnen und Autoren in einem kreativen Prozess vom Bild zum Wort auf höchstem Niveau, in verschiedenster Weise und von unterschiedlichsten Köpfen in ein gigantisches Werk vereint.

Es entsteht ein Bildband der Philosophie, Lyrik, Psychologie so wie gegenwärtiger Glaubenssituationen. Ein Nachschlagewerk – Mensch.

Mitwirkende[Bearbeiten]

engagierte Autorinnen und Autoren:

  • Su Zahu
  • Richard Birkefeld
  • Rhett Stoner
  • Nina C. Gabriel
  • Jens Schacht
  • Johann Misliwetz
  • Anner Griem
  • Max Dernet
  • Ralph Valenteano
  • Reza Hajatpour
  • Edgar Valentin Flückiger
  • Walter Karban

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Michael Landmann: Elenktik und Maieutik: drei Abhandlungen zur antiken Psychologie, H Bouvier 1950
  2. Wolfgang Fischer: Sokrates pädagogisch, Königshausen & Neumann 2004
  3. Habarta, Gerhard: Lexikon der phantastischen Künstler, 2010, S. 128.
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