Lothar Philipp August Mayring

Aus MARJORIE-WIKI
Wechseln zu: Navigation, Suche

Lothar Philipp August Mayring (* 1950 in Garmisch-Partenkirchen) ist ein zeitgenössischer deutscher Künstler und Wissenschaftler mit Wohnort in Garmisch-Partenkirchen und Santa Cruz de Tenerife. Mayring hat Chemie, Pharmazie, Lebensmittelchemie, Informatik und Medizin studiert. Er ist Heilpraktiker sowie ein auf den kanarischen Inseln zugelassener Kunsthandwerker im Fach traditionelle kanarische Töpferei.

Familie[Bearbeiten]

Lothar Philipp August Mayring ist der älteste Sohn des Schriftstellers und Verlegers Lothar Philipp Mayring und der Journalistin Elsbeth Mayring, geb. Braun. Sein jüngerer Bruder ist der deutsche Pädagoge Philipp A. E. Mayring. Er ist ein Großneffe des Schauspielers Philipp Lothar Mayring.

Leben[Bearbeiten]

Mayring besuchte das Gymnasium Starnberg im neusprachlichern Zweig. Von 1971 bis 1978 studierte er Chemie an der Technischen Universität München. Am 20. Januar 1978 erhielt er den Titel eines Diplomingenieurs im Fach Chemie an obiger Universität. Von 1977 bis 1979 studierte er neben seiner beruflichen Tätigkeit als akademischer Rat am Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie der Ludwig-Maximilians-Universität München, Pharmazie an selbiger Universität. Am 17. Februar 1982 promovierte er dort mit Auszeichnung zum Dr. rer. nat. im Fach pharmzeutische Chemie. Von 1983 bis 1984 studierte er Lebensmittelchemie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Neben diesem Studium war Mayring 1976 bis 1980 auch als Gastdozent für keramische Glasuren und Farben an der Bayerischen Akademie der Schönen Künste München inscribiert. Am 22. Januar 1985 erhielt er vom Bayerischen Staat die Approbation als Apotheker. Von 1982 bis 1989 führte er eigenständige Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Pharmakologie und pharmazeutischen Chemie am Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie der Ludwig-Maximilians-Universität München durch. Von 1987 bis 1993 machte er ein Aufbaustudium der Informatik an der Technischen Universität München mit teilweiser beruflicher Tätigkeit an diesem Institut. Im Jahre 1995 erhielt er die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde des Gesundheitsamtes München. Von 1993 bis 1999 folgte das Studium der Humanmedizin an der Ludwig Maximilians-Universität München. Seit 2009 besitzt er den Carnet de artesania alfarero, Santa Cruz de Tenerife und ist registrierter Kunsthandwerker der kanarischen Inseln. Seit 2000 widmet sich Mayring künstlerischer und kunsthandwerklicher Tätigkeit mit regelmäßigen Ausstellungen.

Öffentliche Ausstellungen[Bearbeiten]

  • 2000 und 2013: Ajuntamiento de San Andres, Santa Cruz de Tenerife, pintura y ceramica.
  • 2005: Ulmer Zelt, Foyer.
  • Januar 2010: Gemeinschaftsausstellung, Santa Cruz de Tenerife, centro internacional de grabados, Recova Vieja.
  • Juni 2010: Santa Cruz de Tenerife, centro internacional de grabados, Recova Vieja.
  • Juni 2010: Gemeinschaftsausstelung, Granadilla, Tenerife.
  • Dezember 2010: Gemeinschaftsausstelung, exlibris, Santa Cruz de Tenerife, Libreria de las mujeres.
  • August 2011: Gemeinschaftsausstelung, El jardin de Venus I, Santa Cruz de Tenerife.
  • Juli/August 2012: Holzschnitte von Garmisch, Ausstellung und Vorführung, Ohlstadt, Bartlmähmühle, in der Schreinerwerkstatt.
  • Februar/März 2015: Gemeinschaftsausstellung, El jardin de Venus II, woodcut and monotyp, Convento de Santo Domingo, La Laguna.
  • November 2015: Festival madre tierra canarias, Santa Cruz de Tenerife - Parque la Granja.

Arbeiten[Bearbeiten]

  • Keramik, Raku, traditionelle kanarische Töpferei.
  • Wiederaufbau des Töpferhandwerkes von San Andres, Santa Cruz de Tenerife in Zusammenarbeit mit der Associacion de Vecinos El Pescador.
  • Entwicklung plastischer keramischer Massen aus vulkanischen Tonen und Aschen.
  • Expressionistische Holzschnitte.
  • Elktrolytische Radierung auf Eisen, Entwicklung von Edeldruckverfahren.
  • Bau von fussgetriebenen Toepferschieben und Druckerpressen aus wiederverwendeten Materialien.
  • Bau von keramischen Gasbrennöfen.
  • Holzschnitt, elektrolytische Radierung, schnelles Aquarell.

Orientierung[Bearbeiten]

Expressionismus, Modern arts und Action painting. Orientierung am Werk des Hap Grieshaber. Vermeidung aufwendiger technischer Hilfsmittel. Wiederverwendung industrieller Materialien. Selbsterzeugung aller verwendeten Materialien und Bevorzugung natürlichen Materials.

Wissenschaftliche Arbeiten und Entdeckungen[Bearbeiten]

Entdeckung der Diazeniumverbindungen im Rahmen der Dissertation. Weiterentwicklung der analogen UV-Derivativspektroskopie im Rahmen der Diplomarbeit. Elektrolytische Radierung als Hochdruckverfahren auf Eisen mit galvanischer Konservierung.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Gerhard Talsky, Lothar Mayring, Hans Kreuzer: Feinauflösende UV/VIS-Derivativspektrophotometrie höherer Ordnung; DOI: 10.1002/ange. Angewandte Chemie, Volume 90, Issue 7, Juli 1978, S. 563f

Fresenius Zeitschrift für analytische Chemie Januar 1978, Volume 292, Issue 3, pp 233-235 Über die Analoge on-line-Differentiation höherer Ordnung zur Feinauflösung von UV-Visible-Spektren und anderen elektrischen Meßsignalen, Gerhard Talsky, Lothar Mayring.

Umsetzungen mit Glyoxal-mono-dimethylhydrazon unter den Bedingungen der Knövenagel- und Vilsmeier-Haack-Reaktion Ingolf Ipach, Holger Lerche, Lothar Mayring und Theodor Severin DOI: 10.1002/cber.19791120724 Chemische Berichte, Volume 112, Issue 7, pages 2565–2573, Juli 1979.

Erweiterung der Mannich Vislmayer- und Knövenagel- Reaktion unter Verwendung azavinyloger Aminreagenzien, 1981 Dissertation zum Dr. rer. nat. an der Ludwig Maximilians Universität München.

Referenzen und Weblinks[Bearbeiten]

Info Sign.svg Dieser Wikipedia-Artikel wurde, gemäß GFDL, CC-by-sa mit der kompletten History importiert.