Lothar Landau

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Leben[Bearbeiten]

Lothar Landau wurde als ältester Sohn von Paul Landau und seiner Ehefrau Elisabeth, geborene König, in Asmushausen (später Stadtteil von Bebra) im Landkreis Hersfeld-Rotenburg geboren. Er ist verheiratet, hat zwei erwachsene Töchter, wohnt am Schweizer Bodenseeufer in Ermatingen im Kanton Thurgau und in Berlin (Mitte) am Gendarmenmarkt.

Berufliche Laufbahn[Bearbeiten]

Öffentlicher Dienst[Bearbeiten]

Bereits im Alter von 14 Jahren begann Lothar Landau nach einer zweiklassigen Volksschule im Jahr 1962 eine Lehre beim Arbeitsamt Bad Hersfeld zum Verwaltungsangestellten. Nach Lehrabschluss arbeitete er mehrere Jahre in der Leistungsabteilung und dem Bereich Statistik dieses Amtes. Nebenbei absolvierte er berufsbegleitend die Mittlere Reife.

Studium und Politik[Bearbeiten]

Im Theodor-Litt-Kolleg in Kassel absolvierte er das Abitur des 2. Bildungsweges mit Schwerpunkt alte Sprachen. Ab 1970 studierte Lothar Landau zuerst Theologie an der Georg-August-Universität Göttingen. Später wechselte er zum Fach Rechtswissenschaften mit Zweitstudium der Forstwissenschaft. Während dieser Zeit wurde er von der Friedrich-Ebert-Stiftung gefördert, die ihn auch während eines Auslandsstudienjahres an der Loránd-Eötvös-Universität in Budapest, Ungarn förderte. Im Jahr 1978 schloss er sein Jurastudium ab.

Während seiner Studienzeit betätigte er sich kommunalpolitisch in seiner nordhessischen Heimat. Gemeinsam mit seiner Frau, einer Erzieherin mit heilpädagogischer Ausbildung, gründete und betrieb er ehrenamtlich die Vorschulgruppe Asmushausen, die die vorschulische Erziehung für die Kinder aus den umliegenden Dörfern übernahm. 1972 gründete er einen SPD-Ortsverein in seiner Heimatstadt, dessen Vorsitz er auch übernahm. Im gleichen Jahr wurde er mit großer Mehrheit zum Stadtverordneten, als einer der jüngsten in Hessen, in Bebra gewählt.

Journalismus[Bearbeiten]

Mit dem damals für Journalisten obligatorischen Volontariat schloss er 1979 beim Wirtschaftsdienstverlag Frankfurt am Main seine Ausbildung zum Redakteur mit Aufgabenschwerpunkt sozialversicherungsrechtliche Publikationen ab.

epd[Bearbeiten]

Von 1980 bis 1981 arbeitete er für den Evangelischen Presseverband in Frankfurt am Main und war als Alleinredakteur in der ältesten deutschen Nachrichtenagentur epd (Evangelischer Pressedienst) tätig. Gleichzeitig übernahm er Ressortverantwortung in der Kirchenzeitung der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau.

Kulturmangement[Bearbeiten]

Mit seiner Wahl durch das Kuratorium der Südwestdeutschen Philharmonie begann für Lothar Landau im Oktober 1981 die Tätigkeit eines Kulturmanagers. Er reformierte das Bodensee Symphonie Orchester und trug dazu bei, dass dieser Klangkörper des Landes Baden-Württemberg vergrößert wurde, erstmals eine Tarifeinstufung nach TVK bekam und sich durch Auftritte in den großen Konzertsälen im Bereich zwischen Mailand und Stuttgart, Innsbruck und Straßburg künstlerisch weiterentwickelte. Lothar Landau beendete diese Tätigkeit nach 6 Jahren.

Mit den Städten Konstanz und Friedrichshafen sowie dem Südwestfunk gründete er das Internationales Bodenseefestival, dessen Geschäftsführung er ab 1985 auch übernahm. Gleichzeitig war er Initiator, Gründungsmitglied und Geschäftsführer der Musikschule Konstanz, die sich mit 80 Lehrern und 1.300 Schülern zu einer der größten in Südwestdeutschland entwickelte. Leider war es ihm nicht vergönnt, trotz erheblicher Zuschusszusagen der damaligen Baden-Württembergischen Landesregierung unter Lothar Späth, eine Konzerthalle für Konstanz zu bauen.

Treuhanddirektor[Bearbeiten]

Nach seinem Ausscheiden in Konstanz 1987 trat Lothar Landau in eine schweizerische Treuhandgesellschaft ein. Hier leitete er unter anderem als Direktor eine Rehabilitationsklinik im Kanton Thurgau. Er gründete seine eigenen Firma in der Kommunikationsbranche, die Zweiland AG in Kreuzlingen. Diese Kommunikationsberatung führte dazu, dass der Schuhhersteller Bally International AG ihn mit der Erarbeitung eines Kommunikationskonzeptes beauftragte. Dieses setze er dann in den Jahren 1989 bis 1993 als Leiter Information und Kommunikation und Vizedirektor in der Konzernleitung um.

Ab 1993 baute Lothar Landau für den Schuhhersteller Bata in Zürich den Konzernbereich Kommunikation auf. In dieser Funktion beriet er die Bata auch international in Toronto/Kanada.

Medien[Bearbeiten]

In den Jahren von 1994 bis 1997 war er für die deutschen Aktivitäten der Argus der Presse AG-Gruppe mit Sitz in Zürich, verantwortlich. Er leitete den Medienbeobachter Ausschnitt, gründete die Deutsche Medienbeobachtungsagentur in Berlin und trug wesentlich dazu bei, dass diese und die nachgegründeten Unternehmen heute in der Branche ein bedeutender Marktteilnehmer sind.

Unternehmen[Bearbeiten]

Gemeinsam mit seinen Partnern Uwe Mommert und Michael Busch, mit denen er bereits zusammengearbeitet hatte, gründete er zum 1. Juli 1997 die Faktum Landau & Co. OHG in Berlin, die später aufgrund von Namensanfechtungen in Landau Media AG umbenannt wurde. Das Unternehmen mit Sitz in der Berliner Friedrichstraße ist mit 230 Mitarbeitern in den Bereichen Medienmonitoring, Medienanalyse und Pressespiegel aktiv. Daneben wurde er gebeten, interimistisch Managementaufgaben zu übernehmen. So war er Hauptgeschäftsführer der Großbäckerei Gramss in Bayern mit 2.500 Mitarbeitern in vier Werken und 300 Geschäften. Im sächsischen Vogtland arbeitete er daran, eine Naturkosmetikserie unter dem Namen „Moorcreme aus Bad Elster“ als Marketinginstrument für dieses Staatsbad aufzubauen. Dies war jedoch nicht erfolgreich, führte allerdings dazu, dass er heute dem Kosmetikunternehmen Sander, Strohmann in Georgsmarienhütte als Aufsichtsrat verbunden ist.

Weblinks[Bearbeiten]

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