Loop Dundee

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Loop Dundee (eigentlich Jürgen Rüdiger Krenzien; * 1955 in Öhringen) ist ein deutscher Multimediakünstler.

Leben[Bearbeiten]

Nach der Ausbildung an einer Fachoberschule für Gestaltung, einer Ausbildung zum Bau- und Möbelschreiner und Arbeit als Zimmermann wirkt er seit 1980 als freischaffender Künstler unter anderem in den Bereichen Bildende Kunst, experimentelle Musik, medienübergreifende Kunstaktionen sowie Computeranimation und Video. Loop Dundee lebt und arbeitet seit 1978 in Berlin.

In der Zeit von 1986 bis 1996 trat er als Sirius (Malerei), Jupi Sirius (Insterburg & Co) und Sirius Krenzien (Öffentlichkeitsarbeit) in Erscheinung. Ab 1996 nennt er sich Loop Dundee. (elektronische Musik, Computeranimation und Musikvideos) Unter seinem Pseudonym Jo Steinberg veröffentlicht er Drehbücher für Kinofilme. Loop Dundee war von 1987 bis 1993 aktives Mitglied der Musikkabarett-Gruppe Insterburg & Co.

Kunstprojekte[Bearbeiten]

1984 erfolgte seine erste internationale Einzelausstellung in Den Haag. In den folgenden Jahren nahm er an diversen Ausstellungen und Kunstaktionen im In- und Ausland teil. 1987 bis 1991 war er auf diversen Tourneen, Hörfunk- und Fernsehauftritte mit Insterburg & Co, (Ingo Insterburg, Marian Marajan, Georg Himmelblau und Jupi Sirius). Während dieser Zeit machte er mit Insterburg & Co vier Schallplattenaufnahmen.

1990 hatte er im Airportclub Frankfurt/Main eine Einzel-Kunstausstellung mit 65 Ölbildern. 1993 arbeitete er mit dem amerikanischen Künstler Lew Lappert zusammen am Kunstprojekt "Killing Field" in Berlin. Im gleichen Jahr gründete Loop Dundee mit Lew Lappert die World Art Cooperation (Waco). Im Jahr darauf nahm er am Prix Ars Electronica in Linz im Bereich Computergrafik teil.

1995 eröffnete er mit Sabine Buchholtz die realexistierende Waco-Gallery-Berlin, gründete das Independent Label lauschgift-records-berlin. In der ersten Internet-Galerie des WDR zur Art Cologne/Köln nahm er mit einer digitalen grafik teil. die Gruppenausstellung - KulturWertSammlung des Museums für Wirtschaft Düsseldorf rundete das Jahr 1995 ab..

1996 führte er einen 18-stündigen NonStop-Didgeridoo-Marathon in der Passionskirche Berlin durch. Im Folgejahr nahm am Prix Ars Electronica teil, dieses mal im Bereich Computermusik. Außerdem gründete er die Waco-Gallery-Online, das erste Online-Art-Magazin Deutschlands (Archiv Deutsche Welle). 1998 war er auf der China Art Expo 98, in Peking, China, offiziell eingeladen.

2000 Multimediaprojekt und WebTV-Sender frogg.fm, Berlin (29. April 2000 - 29. April 2002). 2003 eröffnet er das studio||f451 Berlin. Darüber hinaus nahm er an der Ausstellung "Psychonautische Landkarte - A Trip into Psychonautic Art" Zürich und Amsterdam mit 3 Videoarbeiten teil. 2004 war er auf dem Kurzfilmfestival "digital-2" in Hamburg, mit dem Kurzfilm "lyns" (1:15 min), vertreten.

Veröffentlichung des Sirius Tarots bei Atelier Schwarz, Berlin. Das Deck besteht aus 25 Karten in der Größe 11,8 x 8,1 cm. Es handelt sich hierbei um die Darstellung der großen Arkanen (22 Karten) sowie einem Deckblatt, einer Einleitung und einer Kurzbiographie. Die Karten sind sämtlich in schwarz-weiß gehalten und arbeiten ausschließlich mit Symbolen.

Öffentlichkeitsarbeit[Bearbeiten]

  • 1990 - 1996 Geschäftsführer des Berliner Kulturrates
  • 1995 - 1996 Vorstandsmitglied des Berufsverbandes Bildender Künstler Berlins, und zuständig für den Aufbau einer Medienwerkstatt Berlin in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste, IG Medien, des Schriftstellerverbandes (VS) und dem Museumspädagogischen Dienst Berlins.

Museen, Sammlungen[Bearbeiten]

Werke befinden sich in diversen Sammlungen in:

  • Österreich, Frankreich, Niederlanden, Schweiz, Schottland, Kuba, den USA und Deutschland u.a in der Sammlung der Deutschen Bank in Frankfurt/Main.
  • Ars Electronica Center Linz in den Bereichen Computergrafics, ComputerMusik und ComputerAnimation
  • Museum für Wirtschaft Düsseldorf

Filmmusik[Bearbeiten]

Zum Computeranimationsfilm "Vanunu" (11:28 min, 2004), schrieb Loop Dundee die Filmmusik. Durch seine einfühlsame und zugleich dramatische Komposition unterstreicht Loop Dundee die beklemmenden Stimmungen einer Gefangenschaft. (Drehbuch: Jo Steinberg)

Trick-Filmografie[Bearbeiten]

Animationsfilmtitel (Länge in Minuten)

  • project_f451 - 2005 - musicvideo - 04:58
  • mind - 2005 - musicvideo - 13:12
  • kreuzberg impressionen - musicvideo - 07:58
  • lyns - 2004 - Computeranimation - 01:15
  • Vanunu - 2004 - Computeranimation - 11:28
  • braincity - 2003 - Computeranimation - 05:55
  • theExperiment - 2003 - Computeranimation - 04:58
  • spankers and babies - 2003 - Computeranimation - 04:20
  • streets - 2003 - Computeranimation - 08:30
  • devils sonar - 2002 - Computeranimation - 05:02
  • five days - 2002 - Computeranimation - 13:40
  • mirrors - 1999 - Computeranimation - 05:30
  • Lizzy Levino - 1998 - Dokumentation - 15:00

Schriften[Bearbeiten]

  • 1984 Gedichte mit spitzer Farbe. Aufzeichnungen eines Malers. Noch Verlag, Berlin. ISBN 3-924925-00-3

Literatur[Bearbeiten]

  • 2003 Psychonautische Landkarte, Nachtschattenverlag, Zürich/Schweiz, ISBN 3-03788-115-1
  • 2004 deepweb by Jo Steinberg, Herausgeber des Drehbuches. Books on Demand (BOD), ISBN 3-8334-1608-4
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