Le Noir

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Wenn Leandro Fina alias Le Noir Musik hört, bewegen ihn viele Fragen. Welche Elemente schaffen welche Atmosphären? Wodurch hat der Track so viel Luft? Wie wurden die Streicher eingespielt? Le Noir sucht nach der Substanz – nur die besten Tracks sind dem unnachgiebigen Perfektionisten für seine raffinierten Sets gut genug. Von Modetrends lässt er sich schon gar nicht leiten – vielmehr setzt Le Noir sie. Wie vor Jahren, als er von Garage zu Tech-House wechselte und damit für viele weitere Schweizer DJs eine neue Erfolgsformel aufstellte. Diese hohen Ansprüche kommen nicht von ungefähr.

Inhaltsverzeichnis

Wirken[Bearbeiten]

In einer Musikerfamilie geboren, genoss Leandro Fina musikalisch eine gute Kinderstube. Bereits mit drei sass er im Musikraum seines Vaters am Schlagzeug. Dort standen auch Bass, Gitarre, Keyboardss und allerlei Perkussionswerk – Instrumente, die Le Noir später im Ansatz ebenfalls erlernen sollte. Ganz selbstverständlich spielte er in den verschiedenen Bandformationen seines Vaters mit, wie er gleichfalls stets an den Jam-Sessions dabei war, die sein Vater, ein Kongolese, mit seinen afrikanischen Freunden hielt. «Ich habe mein ganzes Leben lang nur Musik gemacht. Das war für mich absolute Normalität», fasst Le Noir sein Wissen und Können zusammen. Darin gründet auch die Raffinesse seiner poetischen Mixe. Seine Sets leben vom Verlauf, stellen Geschichten dar, wachsen langsam aber beständig in Flächen, Harmonien und lang gezogenen, sphärische Sounds. Gut und gerne nimmt sich Le Noir bis zu einer Stunde Zeit bis zum ersten Peak: «Man muss die Leute führen, nicht zwingen. Erst so entstehen Momente der Totalekstase, wenn alle ausnahmslos mitgehen.» Nur verständlich fügt Le Noir seinen fein abgestimmten Sets nur vereinzelt neue Stücke zu, damit er diese auch so punktgenau setzen kann, wie es seiner Vorstellung entspricht. Seine Geschichten sind so fein gesponnen wie der viel zitierte seidene Faden – die kleinste Unebenheit würde sie umgehend zerreissen.

Le Noir ist vermutlich auch der einzige Schweizer DJ, der keine zwei Plattenspieler zu Hause stehen hat, sondern einen einzigen. Da er seine Sets harmonisch und nicht rhythmisch zusammenstellt, braucht er diese auch nicht. Le Noir konzentriert sich auf die Atmosphären in den Stücken und entwirft diesen folgend die Set-Verläufe im Kopf. Noch immer begreift Le Noir das DJing als ständigen Lernprozess. Noch nach bald zehn Jahren Tätigkeit hinter den Plattentellern verspürt der 22-Jährige den steten Drang, sich weiterzuentwickeln und nach jenen Momenten zu suchen, die ein DJ-Set erst magisch machen. Um so weit zu kommen, hat er mit seinem ausgeprägten Musikverständnis jahrelang fremde DJ-Sets analysiert. Nicht mehr als zehn weitere internationale DJ-Grössen vermögen ihn wirklich zu beeindrucken.

Es sind ausschliesslich altgediente Meister wie Danny Tenaglia, Pete Heller oder Louie Vega, die neben ihrem unbestrittenen DJ-Status bezeichenderweise auch ausgewiesene Musiker sind. Dahin ist Le Noir, nach seinem kometenhaften Aufstieg, nun selbst unterwegs: Schon mit 13 absolvierte der Aargauer seine ersten DJ-Auftritte. Mit 16 bereits hatte er seinen eigenen ersten Abend im Zürcher Club Kaufleuten. Pünktlich zu seinem 18. Geburtstag erschien seine erste Mix-CD «18», gefolgt von «Soirée Noire» (2006) und «Be Together Sessions ...» (2007). Soviel Konstanz und Liebesmüh hat sich ausbezahlt: Le Noir zählt heute zu den Top-3-DJs der Schweiz, kann auf ruhmreiche Gigs im ‹Pacha›, im ‹Space› und ‹El Divino› auf Ibiza, im ‹Cavo Paradiso› auf Mykonos oder in London, Moskau und St. Petersburg zurückblicken.

Erfolge[Bearbeiten]

Mit «Be Together» hat Le Noir nun erfolgreich seinen eigenen Club-Brand lanciert und feiert seine «Be Together Sessions» regelmässig in der ganzen Schweiz, sowie die äusserst erfolgreiche «Soirée Noire» im Zürcher Club Q. Le Noir’s musikalischer Einstand, welcher unter dem Titel «Eleny» auf dem englischen Vorzeigelabel Fling Recordings von Luke Dzierzek & Nick Liousias erschien, schoss auf Anhieb auf Platz 2 der englischen Buzz Charts. Gespielt und Unterstützt wird die Nummer von u.a. Sasha, Pete Tong (mit Airplays auf BBC Radio 1 gespielt hat), John Digweed, Sven Väth, James Zabiela, Sander Kleinenberg, Laurent Garnier, Carl Craig, Funk D’Void, Hernan Cattaneo und vielen vielen mehr, während die internationale Musikpresse Le Noir mit Lob überhäuft und der englische Label-Gigant Global Underground den Track bereits für seine ‹Digitized› CD lizensiert hat.

Weblinks[Bearbeiten]

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