Klinikzentrum Bad Sulza

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Klinikzentrum Bad Sulza
Ort Bad Sulza
Bundesland Thüringen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 5′ 27″ N, 11° 37′ 45″ O51.09081511.629069Koordinaten: 51° 5′ 27″ N, 11° 37′ 45″ O
Leitende ärztliche Direktorin Annegret Müller
Betten 190
Mitarbeiter 100
Gründung 1993
Website www.klinikzentrum.de

Das Klinikzentrum Bad Sulza ist eine multidisziplinäre Rehabilitationsklinik für Dermatologie, Pneumologie sowie Orthopädie, in der vorwiegend chronische Erkrankungen der Atemwege, der Haut- und der Bewegungsorgane in Fachabteilungen – auch mit psychosomatischem Hintergrund – behandelt werden. Es befindet sich direkt an dem denkmalgeschütztem Kurpark auf dem Lachenberg im thüringischen Bad Sulza. Das Klinikzentrum zählt 100 Mitarbeiter und verfügt über 190 Betten. Betreiber ist die Klinikzentrum Bad Sulza GmbH, die zur Toskanaworld-Gruppe gehört.

Geschichte des Klinikzentrums Bad Sulza[Bearbeiten]

 
Klinikzentrum Bad Sulza

Schon im frühen 17. Jahrhundert beschrieb der Forscher und Arzt Johann Agricola die Heilkraft der aus der Tiefe geförderten Bad Sulzaer Sole. Auch Johann Wolfgang von Goethe besuchte mehrmals Bad Sulza und regte die Gründung eines Kurbetriebes an. Sie erfolgte 1847 und bescherte Bad Sulza einen nachhaltigen Aufschwung. 1968 wurde hier die damals modernste Rehabilitationsklinik der DDR, das Bergarbeitersanatorium der IG Wismut, und in den 1970er-Jahren das Volkssolbad als zweite Rehabilitationsklinik zur Behandlung chronischer Atemwegserkrankungen errichtet. Ende 1990 übernahmen Klaus Dieter Böhm und Marion Schneider die Aufgabe, eine multidisziplinäre Fachklinik mit neuester Geräte- und Therapiekonzeption zu errichten.[1]

Heute zeigt eine Studie des Europäischen Tourismus Institutes von 2008, die die Qualität von Heilbädern und Kurorten in Deutschland verglich, dass Bad Sulza zu den besten Heilbädern Deutschlands zählt, zu dessen Erfolg auch das Klinikzentrum Bad Sulza beitrug und trägt.[2]

Therapien[Bearbeiten]

Fachliche Spezialisierungen[Bearbeiten]

Das Klinikzentrum steht für eine multidisziplinäre Behandlung (der Mensch wird in seiner Gesamtheit betrachtet) und ist auf die fachübergreifende Behandlung von Patienten mit chronischen Krankheitsbildern im Bereich der:

  • Hauterkrankungen
  • Atemwegserkrankungen
  • Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates
  • Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter

spezialisiert. Mischbilder dieser Indikationen einschließlich:

  • Psychosomatische Syndrome
  • Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems
  • Stoffwechselerkrankungen

im Rahmen der Multimorbidität finden im Klinikzentrum Bad Sulza ihre volle Beachtung.

Behandlungsmethoden[Bearbeiten]

Ziel der Behandlung ist die Linderung von Beschwerden und Schmerzbekämpfung chronischer Erkrankungen unter besonderem Einsatz von Mitteln der physikalischen Therapie sowie eine umfassende Information der Patienten über das Krankheitsbild und Zusammenhänge zwischen Krankheitserscheinungen, organischen und seelischen Prozessen sowie persönlichem Verhalten. Es werden Kenntnisse über krankmachende Faktoren und Bewältigungsstrategien vermittelt, um nach dem Klinikaufenthalt aktiv die Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu beeinflussen. Die Patienten werden in die Erstellung individueller Therapiepläne einbezogen.

Die multidisziplinäre Behandlung im Klinikzentrum Bad Sulza wird von einem interdisziplinären Team von Fachärzten gemeinsam mit Psychologen, Sozialarbeitern, Diätassistentinnen, Musiktherapeuten, Ergotherapeuten, Pädagogen und weiteren qualifizierten Therapeuten sowie Krankengymnasten, Physio- und Sporttherapeuten gewährleistet. Auch in der Kinderrehabilitation wird dieses Prinzip für alle Altersstufen und die Begleitpersonen angewandt.

Haupttherapieformen:

Weitere patentierte Verfahren sind die Tomesa Therapie sowie Liquid Sound. Tomesa ist eine dem Toten Meer (Totes Meer Sanatorium) in Beleuchtung und Salzsole nachempfundenes Therapiesystem für Haut- und Atemwegserkrankungen. Durch das Solewasser und die UV-Beleuchtung wird die reinigende Wirkung des Fastens auf die Haut noch erhöht. Liquid Sound, das Baden in Licht und Musik, ermöglicht ein einzigartiges Entspannungsangebot, das besonders Menschen die Entspannung erleichtert, denen das sonst schwieriger fällt. Das Klinikzentrum Bad Sulza hat durch die Installation von Liquid Sound bereits 1993 eine Pionierrolle im Bereich der medizinischen Rehabilitation eingenommen.

Die Toskana Therme Bad Sulza, eine Kombination aus Freizeitbades und Thermalbad entstand als Private Public Partnership Modell durch die Stadt Bad Sulza, die Kurgesellschaft Heilbad Bad Sulza und den Betreibern des Klinikzentrums und ist seit 1999 dem Klinikzentrum Bad Sulza angegliedert.

Qualitätssicherung[Bearbeiten]

Das Klinikzentrum entspricht dem Qualitätsstandard der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) für Reha-Kliniken und ist in das REHA-Qualitätssicherungsprogramm der gesetzlichen Rentenversicherung (Peer Review für Pneumologie und Dermatologie) einbezogen.

Berühmte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Folgende berühmte Persönlichkeiten waren in Bad Sulza zur Kur:

  • Johann Wolfgang von Goethe[3]
  • Wilhelm Busch, Dichter, Maler und Graphiker[4]
  • Großherzog von Sachsen mit Prinzen Wilhelm und Bernhard; Maria von Altenburg (die spätere Gemahlin der Prinzen Albert von Preußen); Schriftsteller Gustav Freytag [5]
  • Karl Benedict Hase; Charles Benoit Hase (Gelehrter und späterer Präsident der Ecole Speciale pour les Langues Orientales/ Paris, Mitglied der Academie des Inscription des Belles Lettres, Conservateur en Chef au Department des Manuscripts, Ratgeber der Führer der ganzen Welt, u.a. Alexander von Humboldt, Schlegel) [6]
  • Thomas Georgus, Zeitgenosse Goethes[6]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Internetpräsenz der Stadt Bad Sulza: Geschichte des Kurwesens in Bad Sulza
  2. Studie des Europäischen Tourismus Instituts an der Universität Trier GmbH: Vergleichende Qualitätsbewertung von Heilbädern und Kurorten aus (gesundheits-) touristischer Sicht, Januar 2008
  3. Geschichte und Geschichten Nr. 3 der Heimathefte, S. 26
  4. Menschen in ihrer Zeit, Heimatheft Nr. 18
  5. Menschen in ihrer Zeit, Heimatheft Nr. 18, S. 34
  6. 6,0 6,1 Heft Nr. 10, Menschen und Dinge, S. 55
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