Kaufhaus Joh

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Kaufhaus Joh war ein deutsches Handelsunternehmen mit Sitz in Gelnhausen.

JOH
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1760
Auflösung 2013
Auflösungsgrund Insolvenz
Sitz Im Ziegelhaus 2–4
63571 Gelnhausen
Leitung Peter K. Sudholt
Mitarbeiter 410[1]
Umsatz 35 Mio. Euro[1]
Branche Warenhaus/Einzelhandel
Website joh.de
Stand: 2013 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2013

Geschichte[Bearbeiten]

Peter Joh absolvierte seine Lehre bei Hertie. Betriebliche Praxis erlangte er im elterlichen Einzelhandelsgeschäft. Schon 1967 eröffnete er ein Kaufhaus mit 1700 m2, das erste in Gelnhausen, und 1973 das zweite, mehr als doppelt so groß. In Büdingen und Friedberg wurden Häuser übernommen. Gemeinsam mit Ehefrau Helma, Schwester Christa und Schwager Dieter Iwanitzky trieb Peter Joh den Ausbau des Unternehmens voran. Durch dessen Expansion wuchs auch sein Einfluss bei der Kaufring AG. Dort Mitglied seit 1964, wurde er in ihren Aufsichtsrat gewählt, war zeitweilig deren stellvertretender Vorsitzender.

Bei seinem Tod war Peter Joh nach Horten größter Kaufring-Aktionär. Nach der Wende wurden von Peter Joh mehrere HO-Standorte in der ehemaligen DDR gekauft. Die Häuser wurden allesamt saniert und bildeten wie in den westlichen Standorten auch ein Zentrum in der Stadt. Erste Standorte: Gotha und Zwickau. In Saalfeld und Finsterwalde eröffnete das Verbundunternehmen Mützel-Joh Filialen. Darum zeigte beispielsweise auch der Kaufhof Interesse. Über seine Warenhaus AG hat sich der Konzern zu jeweils 24,9% beteiligt: an der in Gründung befindlichen Kaufhaus Joh GmbH & Co. KG und der Kaufhaus Joh Verwaltungs GmbH. Und die Jola Kaufhaus GmbH betreibt mittlerweile 13 ostdeutsche Niederlassungen. Viel Geld wurde investiert. Allein in Gotha und Saalfeld über 50 Mio €.[2] Die Zahl der Mitarbeiter ist von 51 (1967) auf mehr als 2000 in der Gruppe gestiegen.[3] Seit 2002 gehört das Unternehmen zur usp Deutschland GmbH & Co. KG von Peter K. Sudholt.[4][5] Die Zahl der Filialen war auf 5 gesunken. Sie lagen in Friedberg, Gelnhausen, Gera, Saalfeld und Zwickau. Am 8. Mai 2013 meldete das Unternehmen Insolvenz an.[6] Die letzten drei Filialen wurden im September 2013 auf Grund der Insolvenz geschlossen.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

  • joh.de

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 http://www.hoppenstedt-hochschuldatenbank.de/, Nr. 320882152
  2. http://www.textilwirtschaft.de/suche/?i_searchtext=M%C3%BCtzel-Joh&OK=1
  3. Über JOH auf der offiziellen Webseite (abgerufen am 20. Dezember 2011)
  4. http://www.wer-zu-wem.de/firma/joh.html
  5. http://www.textilwirtschaft.de/suche/?i_searchtext=Joh+usp&OK=1
  6. Kaufhaus Joh ist pleite. In: http://news.wer-zu-wem.de. 13. Mai 2013, abgerufen am 12. Juli 2015.
  7. Doreen Wilken: Kaufhaus JOH: Endgültig am Ende. In: fabeau.de. 16. September 2013, abgerufen am 12. Juli 2015.
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