Karol J. Hurec

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Karol J. Hurec mit Professor Chi Yu aus Peking

Karl Josef Hurec (* 1948 in München) ist ein deutscher Maler.

Leben und Ausbildung[Bearbeiten]

Nach dem Abitur am Gisela-Gymnasium 1969 studierte Hurec Kunstpädagogik an der Akademie der Bildenden Künste München bei Thomas Zacharias, Heinz Butz und Horst Sauerbruch. Zudem studierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität München Philosophie. 1974 legte er an der AdBK das Staatsexamen ab, 1975 beendete er das Studium der freien Malerei bei Horst Sauerbruch.

In seiner künstlerischen Tätigkeit nennt sich Hurec nur beim Vornamen „Karol J.“. Neben der Lasurtechnik in der Malerei erlernte Hurec die Tief- und Hochdruckverfahren sowie die Verfahren des Siebdrucks. Während des Studiums entstanden Siebdruckserien zur optischen Farbmischung (Op-Art). 2002 beendete er die Ausbildung zum Maltherapeuten.

Hurec gründete 1980 zusammen mit Klaus Neuper, Josef Hirthammer und Jürgen Schehak in Kronach die „gruppe zeichen“, zu der später Franz Pröbster Kunzel hinzustieß, nachdem Hirthammer und Neuper wieder solo ausstellten. Hurec war 1981 Gründungsmitglied des Kronacher Kunstvereins e. V. und mehrmals dessen 1. Vorsitzender. Mit Bürgermeister Manfred Raum organisierte Hurec von 1992 an drei mal den internationalen Lucas-Cranach-Preis der Stadt Kronach.[1]

In mehr als 100 Eröffnungsreden, als Gastredner und Laudator vermittelte er dem Publikum Zugang zu unterschiedlichsten Künstlern und Kunstwerken. Ausführliche Texte, Vorträge und Buchbeiträge entstanden unter anderem zu Otmar Alt, Franz Pröbster Kunzel, Wilhelm Holderied, Mike Rose,[2] Volker Lehnert oder Felicias Aga[3]. Beim Kulturverein Kolonnade e. V.[4] hält Hurec Vorträge über Europäische Kunst für Kunststudenten, Schülergruppen und Kulturreisende aus Peking.

Künstlerische Entwicklung[Bearbeiten]

Bilder und Objekte[Bearbeiten]

Karol J. Hurec zeichnet Linien als "Spuren" der Säge.vertieftes Zeichnen.
Freistehende Tafelbilder mit rudimentären Spuren, h: 200 cm. Daneben Begrüßungswesen mit Sonne, Holz, h: 270 cm.

Von 1969 bis 1978 entstanden zahlreiche Bilder in altmeisterlicher Maltechnik, Landschaften, Drapagen, „Trompe-l´oeil“-Malerei und Porträts auf Holz oder Leinwand.

Sägebilder[Bearbeiten]

Ein radikaler Bruch mit diesen Werken erfolgte nach einem Verkehrsunfall 1978. Hurec wandte sich von der Farbe ab und zersägte das Bild. Er zeichnete mit Sägespuren, zertrennte die weiße Holzfläche. In den „Werkzeug-Spur“-Bildern wurden die Sägeblätter integriert und Zerstörungen vernäht. Motive, Bildaussage und die künstlerische Technik verschmolzen miteinander.

Eggenobjekte[Bearbeiten]

Flugversuch und Scheitern, Installation, 10 × 4 × 1,20 m, Fabrik Lothringer13, München (Städtische Galerie)

Die verstörenden Eggenobjekte reflektierten den aggressiven Umgang der industrialisierten Landwirtschaft mit der Natur, sie wurden in Einzel- und Gruppenausstellungen mit der „Gruppe Zeichen“ gezeigt.[5]

Malerei nach 1988[Bearbeiten]

Die neueren, wieder farbigen Malereien ab 1988 thematisieren in ihrer expressiven Malweise „Geist und Materie“.

Lichtobjekte[Bearbeiten]

Beim Internationalen Lichtkunstevent „Kronach leuchtet“ arbeitete Hurec mit europäischen Studenten.[6][7] [8] Er experimentiert seit 2013 mit Sägespuren und Licht.

Innovation, Ästhetik, Thema[Bearbeiten]

Die vertiefte Zeichnung mittels Sägespur und die Eggenobjekte als Kraft- oder Aggressionssymbole sind Hurecs Alleinstellungsmerkmal. Eine weitere seiner Innovationen stellen seine schweren hölzernen Bildtafeln mit rudimentären Kratzspuren dar.[9] Elemente des therapeutischen Malens flossen als Kreativitätstechnik ein in die expressiven Malereien- reflektierte Emotion (2005 - 2014).

Er bedient oft sich der Ästhetik von Arte Povera und des Expressionismus. Seine Werke reflektieren anspruchsvolle, zeitgenössische - oder zeitlose, philosophische Themen.

Eggenobjekt. Foltergerät und Früchte

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1977: Rathausgalerie, Kronach
  • 1978: Galerie im Lila Haus, München
  • 1979: P.O.S.K. Gallery, London
  • 1980: offenes Atelier, Erlangen
  • 1981: Galerie Förstermühle, Fürth
  • 1982: Kunstsalon ´82, Freie Münchner und Deutsche Künstlerschaft im Haus der Kunst, München
  • 1983: "natur/kultur/tortur". Fabrik Lothringer13, München
  • 1983: Galerie Forum, Nürnberg
  • 1984: KULT/UR/KULT, Freiheitshalle, Hof/Saale
  • 1985: Galerie Studio M, Bamberg
  • 1986: Kunst ´86, Freie Münchner und Deutsche Künstlerschaft im Haus der Kunst, München
  • 1988: Kronacher Kunstverein e. V., Kronach[10]
  • 1997: MZvD-Welt-Kongress, Dresden
  • 2016: Kolonnade, Hammelburg,[11]
  • 2017: Ex praeteritis lux, Kronach-leuchtet,
  • 2018: LED-ART, Kronacher Kunstverein e.V.
  • 2018: Chinese inkpainting, Forum Rutzmoser, München
  • 2018: Dialog der Kulturen, Retrospektive, Festung Rosenberg, Kronach

Ankäufe/Sammlungen[Bearbeiten]

  • Sammlung Klewan, Wien-München

Textnachweise (auszugsweise)[Bearbeiten]

Kataloge[Bearbeiten]

  • Karol J. Hurec, 1979 P.O.S.K. Gallery, London[12]
  • Objekte, Gruppe Zeichen 1981[13]
  • KULT/UR/KULT, Hofer Herbst 1984
  • Kunst ´86, Haus der Kunst
  • Kulmbach, Tendenzen II

Katalogtexte/ Redetexte: Hurec (auszugsweise)[Bearbeiten]

  • 1992 Lukas Cranach Preis, 1000 Jahre Kronach e. V.
  • 2001 Kronacher Kunstverein, Menschen und Engel, H. Posch
  • 2003 Historisches Stadtlesebuch, Kronach[14]
  • 2003 Evangelischen Akademie Tutzing: „Kunst und Kultur in Kronach“[15]
  • 2010 Sommer ’10, „Anstifter“ Nr. 53, Omar Alt-Stiftung
  • 2009 Kronacher Kunstverein, Der Steinerne Magnet, Wilhelm Holderied
  • 2010 Cranach Nr. 43, 1000 Jahre Kronach e. V.
  • 2012 Kunstverein Kulmbach
  • 2010 Franz Pröbster Kunzel, Luftmuseum Amberg[16]
  • 2016 Cranach August 2016, 1000 Jahre Kronach e. V.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Karol J. Hurec – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.1000-jahre-kronach-ev.de/cranachpreis2007/start.html
  2. http://www.yasni.info/ext.php?url=http%3A%2F%2Fwww.bamberger-onlinezeitung.de%2Fveranstaltungskalender%2F2012-09-18%2F&name=Karol+Hurec&showads=1&lc=de-de&lg=de&rg=de&rip=de&bw=1
  3. http://www.hampstead-school-of-art.org/news-article-tutors/items/felicitas-aga.html
  4. http://kolonnade.com/de/node/936
  5. http://www.proebster-kunzel.de/16_presse/alle_texte/seite_02.htm
  6. http://www.yasni.info/ext.php?url=http%3A%2F%2Fwww.page7hundred.com%2F2013%2F05%2Fkronach-in-lights-2.html&name=Karol+J.+Hurec&showads=1&lc=de-de&lg=de&rg=de&rip=de
  7. http://www.blickpunkt-verlag.de/bpws/nachrichten/landkreis_kulmbach/art279958,2539889
  8. Kronach leuchtet Internationaler Lichtdesign-Workshop: Leiter: Karol Hurec. 2014.
  9. http://frankenland.franconica.uni-wuerzburg.de/login/data/1986_145.pdf
  10. http://www.kunstverein-kronach.de
  11. http://www.musikakademie-hammelburg.de
  12. http://www.worldcat.org/title/karol-j-hurec-paintings/oclc/501268645
  13. https://www.amazon.de/Objekte-Gruppe-Zeichen-Schehak-Hirthammer/dp/B0027MFD3S
  14. http://www.1000-jahre-kronach-ev.de/index.php?page=shop.product_details&flypage=shop.flypage&product_id=76&category_id=12&manufacturer_id=0&option=com_virtuemart&Itemid=31
  15. http://web.ev-akademie-tutzing.de
  16. http://www.luftmuseum.de/ausstellungen/archiv/detail/news/natur-rahmen-der-kunst-franz-proebster-kunzel-sonderausstellung/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=Event&tx_news_pi1%5Baction%5D=eventDetail&cHash=68ae4cfc82b9e34f3e81184857a403a6
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