Karl Wagner (Architekt)

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Leben und Werk[Bearbeiten]

Wagner lebte mit seiner Ehefrau und seiner Tochter in Offenbach.

Nach Schulbesuch und Architekturstudienjahren in Frankfurt am Main und an der Technischen Hochschule (Berlin-) Charlottenburg und danach folgenden ausgedehnten Studienreisen gründete er in Offenbach ein Architekturbüro. Ab 1919 lehrte er außerdem als Dozent an den damaligen Technischen Lehranstalten in Offenbach am Main und wurde 1931 in das höhere Beamtenverhältnis als Studienrat übernommen. Wagner war Mitglied im BDA.[1]

 
Offenbach, Starkenburgring 12a: ursprünglich als Gesundheitsamt und später als Polizeirevier genutzt

Bis 1913 hatte Wagner bereits mehrere Wohn- und Geschäftshäuser, darunter das Gesundheitsamt am Starkenburgring 12A sowie Familiengrabdenkmale für Angehörige der jüdischen Gemeinde in Offenbach entworfen. 1912 wurde ein Architekturwettbewerb zum Bau der neuen Synagoge in Offenbach ausgeschrieben an dem sich Wagner beteiligte. Der erste Preis wurde dem Offenbacher Architekten Fritz Schwarz zuerkannt, Wagners Skizze vom Preisgericht angekauft. Der Bau wurde 1913 schließlich nach Schwarz' Plänen gemeinsam Schwarz und dessen Dozentenkollegen Wagner übertragen.[2][3][4][5] Das Gebäude wurde unter anderem als „… ein prachtvoller Rundbau des reduzierten Klassizismus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg” [6] bezeichnet, es ist heute ein Kulturdenkmal.[7] Dieter Bartetzko lobt den Bau als "markantes Beispiel" für die zur Wende des 20. Jahrhunderts einsetzende "letzte Hochblüte des Synagogenbaus in Deutschland".[8]

Werke[Bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten]

  • Verein für Kunstpflege zu Offenbach a. M. (Hrsg.): Bilder aus Alt-Offenbach. Bearbeitet von Architekt Carl Wagner und Photograph Th. Klauer. 1911

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag in der Archthek des Architekturhistorikers Ulrich Bücholdt
  2. Bestimmung der Architekten der neuen Synagoge. In: "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 28. Juni 1912
  3. Zentralblatt der Bauverwaltung, Band 32. Ernst and Korn, 1912 (S. 236)
  4. Süddeutsche Bauzeitung, Band 22. 1912 (S. 152)
  5. Haustechnische Rundschau. Zeitschrift für Haus- und Gemeindetechnik, Band 17. 1913 (S. 17)
  6. Dr. Ulrich Knufinke: Hintergrund
  7. Objektbeschreibung in der Deutschen Digitalen Bibliothek
  8. FAZ, 25. April 1995; zitiert auf der Webpräsenz der Max Dienemann / Salomon Formstecher Gesellschaft e.V.
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