Karl Müller (Unternehmer)

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Karl Müller vor dem Sitz der kybun AG in Roggwil TG

Karl Müller (* 29. November 1952 in Roggwil TG) ist ein Schweizer Unternehmer und Erfinder. Bekannt ist der von ihm entwickelte MBT-Schuh. Im Jahre 2006 gründete er die kybun AG.

Ausbildung und Korea[Bearbeiten]

Karl Müller wurde als Sohn des Schweizer Hufschmiedes Karl Müller und Heidi Lutz in Roggwil geboren. Müller hat drei Geschwister.

Nach seinem Maschinenbaustudium an der ETH Zürich ging Müller 1979 nach Südkorea. Zunächst studierte er mit einem Stipendium an der Seoul National University Koreanisch und Chinesisch. Sieben Monate nach seinem Studienbeginn wird der koreanische Präsident Park ermordet und die Universitäten wegen monatelangen Massendemonstrationen geschlossen. Müller gründete seine erste Firma, die Schweizer Spezialitäten importiert. In den folgenden Jahren baute er 12 Unternehmen in Korea auf. Müller eröffnete Restaurants, betrieb Sportgeschäfte, verkaufte Textilmaschinen und importierte als Erster Ski nach Korea. Ende der 1980er-Jahre erkrankte Müller schwer.

Er verkaufte 1989 seine Firmen und kehrte in die Schweiz zurück. Dort erwarb Müller einen Bauernhof und führte mit seiner Frau und den sechs Kindern ein Selbstversorgerleben als Biobauer. Kurze Zeit später eröffnete Müller ein Drogenheim in Arbon (Thurgau) und investierte den Gewinn aus den Firmenverkäufen in das soziale Projekt. Das Drogenheim musste aufgrund finanzieller Schwierigkeiten nach zwei Jahren schliessen.

Entwicklung des MBT-Schuhs[Bearbeiten]

MBT-Schuh

In den folgenden zwei Jahren baute Müller für eine deutsche Spielwarenfirma den koreanischen Markt auf. Bei seinen regelmässigen Geschäftsreisen nach Korea machte Müller eine verblüffende Entdeckung. Das Barfusslaufen über die Reisfelder linderte seine Rücken- und Kniebeschwerden. Darauf basierend entwickelte er die Schuhtechnologie Masai Barefoot Technology - kurz MBT, die harte Böden in weiche umwandelt. Im Jahr 1997 bringt Müller den MBT-Schuh auf den Markt. In den kommenden Jahren expandierte MBT in 20 Länder und der „Wackelschuh“ verkauft sich millionenfach. Müller wollte MBT zu einem ganzheitlichen Trainings- und Therapieprogramm weiterentwickeln. Aufgrund unüberwindbarer Differenzen mit seinen Geschäftspartnern, welche MBT als reine Lifestyle-Schuhmarke sehen, trennte sich Müller im September 2006 von MBT. Müller verkaufte seine Anteile und gründete im selben Jahr die kybun AG.

kybun[Bearbeiten]

Mit kybun setzte Müller seine Idee von einem ganzheitlichen Bewegungskonzept um. kybun (koreanisch: Gefühlszustand) ist ein Bewegungskonzept, das Menschen mehr Bewegung im Alltag ermöglicht. Zu kybun gehören der weich-elastische Federboden kyBounder, der kyBoot Schuh und das Micro-Intervall-Laufband kyTrainer.

Mit dem kybun Bewegungskonzept trainieren Profisportvereine, z.B. der Schweizer Hockeyclub HC Davos, die Fussballvereine Young Boys Bern und HSV. Unternehmen wie die St. Galler Kantonalbank, UBS und die Schweizerische Post schaffen mit Stehpulten und dem kyBounder ergonomische Arbeitsplätze. Die Angestellten arbeiten statt im Sitzen aufrecht bewegt auf dem kyBounder.

Am Firmensitz im kybun Tower in Roggwil/TG sind alle Arbeitsplätze nach der kybun Philosophie eingerichtet. Die Angestellten arbeiten auf dem kyBounder oder auf Laufbändern an Stehpulten. Müller legt an seinem Stehtisch kombiniert mit dem kyTrainer im Durchschnitt 15 km pro Tag zurück.

KM Foundation, die Stiftung der Korea-Müller Familie[Bearbeiten]

Müller engagiert sich mit seiner Familienstiftung „KM Foundation“ für soziale Projekte. KM Foundation unterstützt benachteiligte Menschen über weltweit 40 Projekte.

Privatleben[Bearbeiten]

Müller ist verheiratet mit der Koreanerin Jung-Suk Goh. Das Paar hat vier eigene und drei adoptierte Kinder.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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