KDStV Wildenstein Freiburg im Breisgau

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Wappen Karte
Wappen von Wildenstein Lage in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Universität: Freiburg im Breisgau
Gründung: 29. Mai 1924 in Freiburg
Verband: CV
Eintritt in CV: 1924
Kürzel: Wld!
Farben: Burschenband
Mitglieder: 214 (2012)
Website: www.kdstv-wildenstein.de
Das Verbindungshaus48,00372° N, 7,86016° O48.003727.86016

Die Katholische Deutsche Studentenverbindung Wildenstein (KDStV Wildenstein) zu Freiburg im Breisgau, wurde am 29. Mai 1924 gegründet und im selben Jahr Mitglied im CV. Die Verbindung pflegt ein sehr enges Verhältnis zur Katholischen Kirche, so sind u.a. fünf Bischöfe Mitglied in der Studentenverbindung.

Inhaltsverzeichnis

Verbindung[Bearbeiten]

Der starke Andrang katholischer Studenten nach den „Inflationsjahren“ (1921–1923) zu den Verbindungen des CV in Freiburg im Breisgau, der diese durch ein allzu großes Wachstum zu beeinträchtigen drohte, führte am 29. Mai 1924 zur Gründung der Verbindung Grenzmark durch die KDStV Hercynia. Die Grenzmark bemühte sich um die Aufnahme in den CV. Dafür wurde allerdings eine Namensänderung zur Bedingung gestellt. So wählte man den Namen der Burg Wildenstein im Oberen Donautal.

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurde das noch junge Verbindungsleben zunehmend eingeschränkt und die Verbindung schließlich 1938 suspendiert. Doch noch bis zum Kriegsbeginn konnte Wildenstein im Untergrund den Verbindungsbetrieb aufrechterhalten.


Nach dem Krieg gab es 1948/49 erste Bestrebungen zur Wiederbegründung. So konnte sich Wildenstein 1950 offiziell neu konstituieren und ab 1957 verfügte sie wieder über ein angemietetes Verbindungslokal. Das eigene Haus wurde 1964/65 von der Verbindung selbst erbaut.

Weiterhin haben sich alle Freiburger CV-Verbindungen im Freiburger Cartellverband (FCV) zusammengeschlossen. In diesem ist die KDStV Wildenstein jüngstes Mitglied und hatte zuletzt von 2003 bis 2007 den Vorsitz inne.

Die KDStV Wildenstein Freiburg im Breisgau hat Nummer 82 in der amtlichen Reihenfolge der Cartellverbindungen. Die offizielle Abkürzung ist Wld. Der Wahlspruch der Wildenstein lautet: „In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!“. Die Prinzipien, nach dem sich die Studentenverbindung Wildenstein ausrichtet, lauten: Religio, Scientia, Amicitia und Patria.

Der Senior trug, bis zum Sommersemester 2012, als Zeichen das Band der Katholischen Schülerverbindung AHO-Suevia Ehingen über die linke Schulter. Dies sollte die Patenrolle dieser nicht mehr existierenden Schülerverbindung gegenüber symbolisieren.

Seit 2005 pflegt die Studentenverbindung regelmäßigen Kontakt zur AV Salia-Silesia Gleiwitz, zu der seit Mai 2011 ein offizielles Freundschaftsverhältnis besteht. Im Sommersemester 2012 wurde auf dem feierlichen 20. Stiftungsfest der Salia-Silesia ein Bändertausch als äußeres Zeichen der Freundschaft vollzogen. Somit trägt der jeweilige Aktivensenior das Burschenband der anderen Verbindung gekreuzt als Senioratsband.

Das Prinzip Religio verwirklicht die Verbindung unter anderem in dem Projekt „Sprache Verbindet“ in der Ukraine, das sie gemeinsam mit der AV Austria-Sagitta Wien und der GUKS Obnowa zu Lemberg, Czernowitz und Ternopil durchführt. Bei diesem Projekt werden Kinder aus sozial schwachen Familien gefördert und unterstützt. Das Projekt läuft das ganze Jahr. Das Sommercamp, das besonders wichtig für das Projekt ist, findet immer im August in Ternopil statt.

Ordentliches Mitglied werden kann jeder, der katholisch und männlich ist, sowie an einer der folgenden Hochschulen eingeschrieben ist:

  1. Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  2. Pädagogische Hochschule Freiburg
  3. Hochschule für Musik Freiburg
  4. Katholische Fachhochschule Freiburg
  5. Evangelische Fachhochschule Freiburg

Bekannte Mitglieder[Bearbeiten]

Priester

Wissenschaftler

Weitere Personen des öffentlichen Lebens

Ehrenmitglieder

Symbole[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

 
Wappen Wildensteins

Das Wappen der Wildenstein ist folgendermaßen aufgeteilt: Die Helmzier ist in schwarz-weiß-violett, den Farben Wildensteins, gehalten. Das Wappen ist in vier Felder unterteilt: Zwei Felder senkrecht geteilt im oberen Bereich und zwei Felder waagerecht geteilt im unteren Bereich.

Der obere Bereich des Wappens besteht aus

  • Heraldisch links: Farben und Zirkel Wildensteins.
  • Heraldisch rechts: Freiburger Stadtwappen.

Der untere Bereich des Wappens besteht aus

  • Oben: Wappen der Herren von Wildenstein (ca. 1340)
  • Unten: Auf den Farben der Mutterverbindung Hercynia das ChiRho.

Zirkel[Bearbeiten]

 
Zirkel Wildensteins

Der Zirkel der Verbindung besteht aus einem W für Wildenstein, symbolisch umschlungen von den Buchstaben v (unten), c (links) und f (links, neben dem W). Das Kürzel v c f steht für den lateinischen Ausspruch vivat, crescat, floreat. Also bedeutet der Zirkel: „Lebe, wachse und gedeihe Wildenstein!“. Gezeichnet wird er üblicherweise nach der eigenen Unterschrift des Mitgliedes.

Literatur[Bearbeiten]

  • P. Stitz: Der CV 1919–1938: der hochschulpolitische Weg des Cartellverbandes der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV) vom Ende des Ersten Weltkrieges bis zur Vernichtung durch den Nationalsozialismus. Gesellschaft für CV-Geschichte, München 1970
  • S. Schieweck-Mauk: Lexikon der CV- und ÖCV-Verbindungen. Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte, Würzburg 1997, ISBN 3-89498-040-0
  • Gesellschaft für Studentengeschichte und Studentisches Brauchtum e. V. (Hrsg), CV-Handbuch, 3. Auflage, Regensburg, 2000, ISBN 3-922485-11-1
  • E. Blocks: Chronik der KDStV Wildenstein. Selbstverlag, Freiburg im Breisgau 2004

Weblinks[Bearbeiten]