KDStV Alcimonia Eichstätt

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Wappen Zirkel
Hsarod7l1.jpg


Zirkel K.D.St.V. Alcimonia Eichstätt.svg
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Gründung: 3. September 1958 in Eichstätt
Verband: CV
Amtliche Nummer: 100
Eintritt in CV: 1959
Kürzel: Alm
Farben: gold-weiß-blau

Farben CV Alm.png

Wahlspruch: Wahr und Gerecht!
Website: www.alcimonia.de/
Mitglieder: 270 (2012)

Die Katholische Deutsche Studentenverbindung Alcimonia zu Eichstätt im CV, ist eine 1958 in Eichstätt gegründete nicht-schlagende, farbentragende, katholische Studentenverbindung. Sie ist Mitglied des Cartellverbandes der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV).

Geschichte[Bearbeiten]

Die KDStV Alcimonia zu Eichstätt im CV steht in einer langen Reihe von Korporationen, die in Eichstätt seit dem 19. Jahrhundert entstanden sind. So gab es bereits 1852 eine Verbindung namens "Conferentia", einer Gesellschaft von Professoren und Studenten, die bis 1885 Bestand hatte. 1888 bis 1891 gründete die K. B. St. V. Rhaetia München eine Tochterverbindung "Rhaetia Eystettensis", die leider nur wenige Semester bestand hatte. 1892 bis 1907/1908 bestand eine "Academia", die seit 1910 als Rheno-Franconia zu Würzburg im KV weiterbesteht.

Der CV existierte in Eichstätt nur in einem starken Philisterzirkel, der aber nach dem Zweiten Weltkrieg im Wiederaufbau des Gesamtverbandes größte Anstrengungen unternahm. Durch die Initiative dieses Ortszirkels entstand die erste nach dem Krieg in Eichstätt gegründete Verbindung des CV. Aus diesem Anlass fand dort das erste Treffen von Mitgliedern ehemaliger CV Verbindungen in der amerikanischen Besatzungszone statt. Am 7. Februar 1947 wurde in Eichstätt die K. D. St. V. Aureata gegründet, die wegen mangelnden Nachwuchses schon 1951 beschloss nach München zu ziehen. In der bayerischen Hauptstadt konnte sie sich jedoch nicht lange behaupten. Dort fusionierte sie deshalb 1972 mit der KDStV Tuiskonia München im CV.

Aus dieser Geschichte heraus wurde am 3. September 1958 die KDStV Alcimonia gegründet, als gerade in Eichstätt eine pädagogische Hochschule errichtet worden war und der örtliche CV-Philisterzirkel die Grundlage für eine Verbindungsgründung gegeben sah. Auf der 59. Cartellversammlung 1959 in Nürnberg wurde sie in den CV aufgenommen, damals noch mit der Nummer 108 steht sie heute an 101. Stelle des CV. Ein Höhepunkt der noch jungen Verbindung stellte der Thomastag 1960 in Nürnberg dar. Die damals jüngste CV-Verbindung wurde mit der Ehre bedacht, beim Festkommers präsidieren zu dürfen, bei dem ebenfalls ihr Gründungsmitglied Alfons Fleischmann als Festredner fungierte.

1987 wurde der damalige Kardinal Josef Ratzinger als Ehrenmitglied aufgenommen. Am 16. April 2010 fand in Eichstätt zusammen mit Rupertia Regensburg, Aenania München und Capitolina Rom ein Kommers zu Ehren des fünfjährigen Pontifikates ihres gemeinsamen Ehrenmitglieds statt.[1]

Verbindung[Bearbeiten]

Die Farben der KDStV Alcimonia sind gold-weiß-blau. Der Name leitet sich vom lateinischen Namen "Alcmona" der historischen Bezeichnung des Flusses Altmühl ab. Der Wahlspruch lautet: Wahr und gerecht! Die Nummer in der amtlichen Reihenfolge der Cartellverbindungen ist Nr. 101. Die offizielle Abkürzung ist Alm!. Die Verbindung hat ihren Sitz in der Westenstraße 83 in Eichstätt. Sie ist an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt seit 1958 immatrikuliert.

Freundschaftsverbindungen[Bearbeiten]

Die Lindig Mühle[Bearbeiten]

Seit 1980 nutzt die Verbindung die historische "Lindig Mühle" für eine Vielzahl ihrer Veranstaltungen. Das Haus wurde 1794 von Bonifaz Lindig, einem Eichstätter Müller erbaut. 1864 wurde der Mühlbetrieb dort eingestellt. Nach dem Tod des Urenkels Friedrich Wilhelm Lindig ging die Mühle in städtischen Besitz über und wurde fortan als Wohnhaus genutzt. Nach zweijähriger Renovierungszeit konnte das Haus im Jahr 1982 erstmals genutzt werden. Das Haus liegt an einem Seitenkanal der Altmühl in der Westenstraße 83. Die ehemalige, in die Mühle integrierte, städtische Pferdeschwämme ist heute noch in einem Torbogen sowohl auf Straßen- als auch auf Flussseite erkennbar.

Alfons-Fleischmann-Verein[Bearbeiten]

Im Jahr 2011 wurde von Mitgliedern der Alcimonia der Alfons-Fleischmann-Verein zur wissenschaftlichen und kulturellen Förderung der Katholischen Universität Eichstätt e. V. gegründet. Ziel des Vereins ist die Förderung akademischer Exzellenz und des kulturellen Profils im Bereich der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Jährlich verleiht der Verein den "Alfons-Fleischmann-Preis" an Akademiker, die sich mit außergewöhnlichen wissenschaftlichen Arbeiten um die Wissenschaft verdient gemacht haben. Benannt ist der Preis nach dem Gründungsrektor der Universität Eichstätt. Erstmals wurde der Preis im Herbst 2011 vergeben.[2]

Bekannte Mitglieder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Pongratz, Alfons Brandl (Hrsg.): 150 Jahre K. D. St. V. Aenania, München 2001.
  • Siegfried Schieweck-Mauk: Die studentenhistorische Stigler-Sammlung im Diözesanarchiv Eichstätt, in: GDS-Archiv 5 (2000). S. 181–190.
  • Siegfried Schieweck-Mauk: Der CV-Bestand im Diözesanarchiv Eichstätt, 8 Bände. Gemeinschaft für Deutsche Studentengeschichte, 1988/1989.
  • Siegfried Schieweck-Mauk: 50 Jahre KDStV Alcimonia im CV zu Eichstätt, Eichstätt 2008.
  • Siegfried Schieweck-Mauk: Lexikon der CV- und ÖCV-Verbindungen: die Korporationen und Vereinigungen des Cartellverbandes der Katholischen Deutschen Studentenverbindungen (CV) und des Cartellverbandes der Katholischen Österreichischen Studentenverbindungen (ÖCV) in geschichtlichen Kurzdarstellungen. SH-Verlag, Köln 1997. ISBN 3-89498-040-0.
  • Siegfried Schieweck-Mauk, Josef Richter, Bertram Blum: Lindighaus 1794 - Alcimonenhaus 1994. Festschrift anläßlich des 200-jährigen Hausjubiläums. 1994.
  • Gesellschaft für Studentengeschichte und Studentisches Brauchtum e. V. (Hrsg.): CV-Handbuch, Regensburg 2000. ISBN 3-922485-11-1.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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