Königlich Sächsisches Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 133

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Das Königlich Sächsische Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 133 war ein Verband der Sächsischen Armee im Ersten Weltkrieg.

Geschichte[Bearbeiten]

Aufstellung[Bearbeiten]

Das Regiment wurde am 3. August 1914 gemäß Mobilmachungsplan zu Beginn des Ersten Weltkriegs mit I. bis III. Bataillon aufgestellt und war zunächst immobilisiert. Der Regimentsstab und das I. Bataillon wurden in Leipzig gebildet. Das II. Bataillon in Döbeln durch das Infanterie-Regiment „König Georg“ (7. Königlich Sächsisches) Nr. 106 aufgestellt und das III. Bataillon in Wurzen durch das I. Bataillon des 14. Königlich Sächsischen Infanterie-Regiments Nr. 179. Ab 5. September 1914 war das Regiment dann mobil.[1]

Das Regiment bestand in der Hauptsache aus Landwehr des 1. und 2. Aufgebots und nur garnisonsdienstfähigen Reservisten. Die Soldaten stammten zumeist aus Westsachsen (Leipzig, Chemnitz, Zwickau, Plauen, Vogtland).

Unterstellung[Bearbeiten]

Das Regiment war zunächst der Hauptreserve der Festung Posen zugeteilt. Truppendienstlich unterstellt war es demnach der 18. Landwehr-Division, die, da noch nicht etatisiert, nach ihrem Kommandeur „Division Bredow“ benannt war. Zusammen mit den Landwehr-Infanterie-Regimentern Nr. 47 und 72 bildete es die 19. Landwehr-Infanterie-Brigade. Im weiteren Kriegsverlauf wechselte die Unterstellung mehrfach. Zuletzt war das Regiment vom 3. März 1917 bis Januar 1919 der 45. Landwehr-Infanterie-Brigade unterstellt.[1]

Einsätze[Bearbeiten]

In der Mobilmachungsphase bzw. bis zum Bezug des Quartiers in Posen (genannt: „Warthelager“) war das Regiment des Öfteren mit Bahnschutz betraut. Das Regiment wurde den ganzen Krieg hindurch an der Ostfront eingesetzt.

Die erste Feuertaufe fand am Abend des 14. August statt. Das Regiment besetzte die polnische Stadt Kalisch bis zum 25. August. Die Stadt war zuvor von russischer Seite geräumt und dann tagelang von deutscher Artillerie beschossen wurde. Dennoch gab es Widerstand. Drei Tote und 44 Verwundete waren zu beklagen.

Am 4. September wurden die vormals blauen Uniformen gegen feldgraue Uniformen gewechselt. Gleiches galt für den Anstrich der Fahrzeuge. Das Regiment war nun Teil der „Division Bredow“, die nach Königsberg verladen wurde, um an der Schlacht an den Masurischen Seen teilzunehmen.

Weitere Stationen waren:

  • 9. bis 19. Oktober 1914 – Schlacht bei Warschau
  • Juli 1915 – Durchbruchsschlacht von Sienno
  • 19. bis 26. August 1916 – Schlacht an der Pulwa
  • September 1916 – Schlacht bei Slonim
  • 11. April bis 22. Dezember 1918 – Besetzung von Charkow

Verbleib[Bearbeiten]

Nach dem Waffenstillstand von Compiègne marschierten die Reste des Regiments in die Heimat zurück. Die Demobilisierung erfolgte in Borna durch die Abwicklungsstelle des 9. Königlich Sächsischen Infanterie-Regiments Nr. 133 für das I. Bataillon ab 6. Februar 1919, Auflösung am 25. Februar 1919, für das II. Bataillon ab 2. Februar, Auflösung am 25. Februar 1919 sowie das III. Bataillon ab 24. Januar, Auflösung am 9. Februar 1919.[1]

Kommandeure[Bearbeiten]

Dienstgrad Name Datum
Generalmajor Zschille 5. bis 11. August 1914
Oberst Wirth 11. August bis 29. Oktober 1914
Oberst Eduard Hummitzsch 11. November 1914 bis 23. August 1915
Oberstleutnant Firnhaber 3. September 1915 bis 22. Januar 1916
Oberstleutnant Bock von Wülfingen 2. Februar bis 16. Juni 1916
Oberstleutnant Schulz 24. Juni 1916 bis 17. November 1916
Major Wittich 17. November 1916 bis 19. Juli 1917
Major Harlinghausen 1. August 1917 bis 25. Februar 1919

Verluste[Bearbeiten]

Gesamt Offiziere Mannschaften
Gefallen 962 30 932
an Verwundung gestorben 252 9 243
vermisst 178 0 178
Gesamtverluste 1372 39 1353

Literatur[Bearbeiten]

  • Max Romstedt: Das Kgl. Sächs. Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 133. Erinnerungsblätter deutscher Regimenter, Heft 17.1. Baensch, Dresden 1924 (191 Seiten).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 Jürgen Kraus: Handbuch der Verbände und Truppen des deutschen Heeres 1914–1918, Teil VI: Infanterie, Band 2: Reserve- und Landwehr-Regimenter. Verlag Militaria, Wien 2012, ISBN 978-3-902526-52-6, S. 397.
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