Jula-Kim Sieber

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Jula-Kim Sieber (* 1979 in Frankfurt am Main); als Liedermacherin auch als julakim bekannt, ist eine deutsche Architektin und Mitglied im Deutscher Werkbund (dwb) und Deutscher Werkbund jung. Nach Lehrtätigkeit an der Technischen Universität Darmstadt gründet sie 2010 das Architekturbüro ar2com – kommunikative architektur aus darmstadt.

Werdegang[Bearbeiten]

Sieber erlangte eine breitgefächerte Ausbildung (Architekturstudium an der Technischen Universität Dresden und der ETSA Madrid; Sprachenstudium an der Faculté de Lettres Paul Valéry Montpellier) und besuchte Europa, Afrika, Südamerika und Asien.

Fassbare Architektur und unfassbare Kommunikation[Bearbeiten]

Die Skarabäus-Schule in der Wüste (Mali) wurde aus architektonischen Gründen mehrfach preisgekrönt[1][2][3]. Doch die eigentliche Innovation heißt nachhaltige Herangehensweise: regionale Baumaterialien zum einen, prägender zum anderen die soziale Komponente - keinerlei Hierarchie zwischen Deutschen und Tuareg sondern Integration des Tuaregstamms in den Entstehungsprozess.[4][5] “Die Wüstenschule aus dem Internet”[6] besticht durch eine reduzierte Architektur, die unterschiedliche Nutzungen und eine neue Lehre ermöglicht: kein veralteter Frontaluntericht sondern ein gruppendynamischer Lernprozess. Diese enthierarchisierte Arbeitsweise in der Schule wird ergänzt durch das sogenannte “Mobile Device für die Wüste”, (soz.) eine “Schulbank für unterwegs” laut Hessischer Rundfunk.[7]

Jula-Kim Siebers minimalistische Architektur erlaubt dem Interessenten eine selbstbestimmte Nutzung des Raumes. Mehrfachnutzung ist ein veritabler Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Viele spielerische Varianten dieses Prinzips zeigen sich in ihren Um- und Anbauten in Deutschland [8]; so ist auch die Skarabäus-Schule Schulraum und Versammlungsraum für den gesamten Stamm.

Ihre Philosophie des horizontalen Unterrichtens quer durch die Nationen zeigt sich speziell während ihrer Lehrtätigkeit an der Technischen Universität Darmstadt im Fachgebiet Planen und Bauen in außereuropäischen Regionen. Ihre Entwurfsaufgabe „a new brand for the old town / old town.damascus.syria“[9] setzte zum Ziel, eine 5.000 Jahre alte Wohnkulturstätte neu anzusehen und zu gestalten. Die UNESCO-geschützte Damaszener Altstadt sollte kein Disneyworld für reiche Touristen, sondern ein attraktives, identitätsstiftendes Milieu für die lokale Stadtbevölkerung werden[10].

Außerdem ist sie als Liedermacherin aktiv und hat mehrere CDs veröffentlicht.[11]

Werkliste und Tätigkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Facebook icon.svg Jula-Kim Sieber's Researchblog bei Facebook
Facebook icon.svg Jula-Kim Sieber's Architekturbüro bei Facebook

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1], winning Award MakingSpace2010
  2. [2], Award von Worldarchitecture
  3. [3], runner-up bei Cloudscapes von AEDES, Berlin
  4. [4], Abstract im Journal of Comparative Cultural Studies in Architecture
  5. [5], Einfach macht natürlich > macht nachhaltig im Journal of Comparative Cultural Studies in Architecture
  6. [6], “Die Wüstenschule aus dem Internet” im Darmstädter Echo
  7. [7], "Die Schulbank für unterwegs" von Cordula Niederelz Hessischer Rundfunk
  8. Less is Free, SYNthesen 2 - Leben in Städten, Publikation Deutscher Werkbund jung
  9. http://www.damascus.par-darmstadt.de
  10. [8], "Kulturerbe ist mehr als Filmkulisse" Steffen Klatt auf nachhaltig.org
  11. „ComPartir“: Darmstädter Liedermacherin julakim stellt neue CD vor. In: allgemeine-zeitung.de. 23. Oktober 2017, abgerufen am 4. September 2018.
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