Johannes Neumann (Jurist)

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Johannes Neumann (* 9. März 1884 in Schwentainen, Kreis Oletzko; † 18. Mai 1959 in Kiel) war ein deutscher Verwaltungsjurist.

Leben[Bearbeiten]

Als Pastorensohn besuchte Neumann das Collegium Fridericianum. Nach dem Abitur studierte er ab dem Sommersemester 1904 Rechtswissenschaft an der Albertus-Universität Königsberg. Als in Masuren geborener „Steinmasure“ wurde er im selben Semester Mitglied des Corps Masovia.[1] Nach den Examina trat „Mochus“ in die Intendanturlaufbahn. Über den ganzen Ersten Weltkrieg diente er in der Preußischen Armee, als Feldintendant bei der 1. Armee an der Westfront in Frankreich, als Divisionsintendant der 123. Infanterie-Division und einer (wohl der 1.) Gardedivision im Westen und an der Ostfront.[2]

In der Weimarer Republik war er seit 1922 Regierungsrat beim Versorgungsamt Königsberg. Nachdem er seit 1931 das Versorgungsamt Marienwerder geleitet hatte, übernahm er als Oberregierungsrat die Leitung des Königsberger Amtes. Im Zweiten Weltkrieg als Reserveoffizier zur Wehrmacht einberufen, blieb er als Intendanturrat zunächst in Königsberg. 1940 kam er nach Prag im Protektorat Böhmen und Mähren, wo er 1941 Oberintendanturrat und schließlich Oberintendant wurde. Nach den Luftangriffen auf Königsberg wieder auf seinem zivilen Posten, floh er in der Schlacht um Königsberg nach Westdeutschland. Er fand eine Anstellung beim Schleswig-Holsteinischen Landesversorgungsamt in Schleswig und wurde 1949 regulär pensioniert.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Unvollständige Liste

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kösener Corpslisten 1996
  2. 2,0 2,1 Nachruf in Altmärker-Masuren Zeitung 25, S. 256, Kiel 1959
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