Johann Mai (Gestapo)

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Johann Mai (* 1892; † 1945) war als Kriminalsekretär Angehöriger der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) im Grenzpolizei-Kommissariat Lörrach.

Dienstpositionen[Bearbeiten]

Der gelernte Landwirt war mit der Machtübernahme der NSDAP im Januar 1933 in den Dienst der Gestapo übernommen worden. Als Anfang 1936 eine Widerstandsgruppe der KPD im Raum Waldshut und weiteren Orten aufgedeckt wurde, zeichnete sich Mai durch besondere Leistungen aus. Dafür erhielt er eine Prämie von 50 RM.[1] Eine Statistik weist aus, dass Mai insgesamt während seiner Gestapo-Tätigkeit 64 Personen persönlich verhörte.[2] Seit dem 1. Mai 1937 war er Mitglied in der NSDAP.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jörg Schadt (Hrsg.): Verfolgung und Widerstand unter dem Nationalsozialismus in Baden: die Lageberichte der Gestapo und des Generalstaatsanwalts Karlsruhe 1933–1940 (= Veröffentlichungen des Stadtarchivs Mannheim. Band 3). Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-001842-6, S. 193–194 (354 S.).
  2. Fritz Salm: Im Schatten des Henkers: vom Arbeiterwiderstand in Mannheim gegen faschistische Diktatur und Krieg (= Bibliothek des Widerstandes). Röderberg-Verlag, Frankfurt am Main 1973, DNB 740109529, OCLC 1114827, S. 287 (301 S.).
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