Johann Baptist Hoferer

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Johann Baptist Hoferer, Kabinettfoto um 1887

Johann Baptist Hoferer Sr. (* 20. März 1860 in Großprüfening; † 5. Mai 1936 in Pettendorf) war ein bekannter und angesehener Schmiedemeister, Gutsbesitzer, Jagdpächter und Lokalpolitiker. Anfang des 20 Jhr. war er Mitglied der Kammer der Abgeordneten (Bayern) und Mitglied der Handwerkskammer Oberpfalz.

Leben[Bearbeiten]

Johann Baptist Hoferer wurde 1860 als Sohn des wohlhabenden Schmiedemeisters Michael Hoferer und dessen Ehefrau Franziska geb. Riederer geboren. Sein Vater war ein Nachkomme der angesehenen Handwerker-, Großbauers- und Kaufmannsfamilie Hoferer und war, wie schon einige andere Vertreter der Familie als Hofschmiedemeister der Fürstenfamilie Thurn und Taxis beschäftigt. Nach dem Besuch der Oberrealschule in Regensburg und einem Studium der Ökonomie erlernte er das in seiner Familie traditionsreich Schmiedehandwerk und erlangte nach einem erfogreichen Abschluss der königlichen Hufbeschlagsschule den Meisteertitel des Schmiedehandwerks. Nach der Eheschließung mit Anna Maria Hofherr im Jahre 1887 kam er in die Gemeinde Pettendorf. Die Ehefrau stammte ebenfalls aus einer alten Handwerkerfamilie und war in Pettendorf als Einzelkind aufgewachsen. Nach dem er das Gutshaus Pettendorf Nr. 9 bezogen hatte begann er schon mit dem zukauf weiterer Felder und Stücke um das Dorf herum. Er baute den Hof zu einem großen Gutshof aus und stärkte damit seinen Einfluss in der Gemeinde.

Er gewann dort auch das Vertrauen der Einwohner und wurde zum Gemeinderat gewählt. Anfang des 20 Jhr. wurde er ebenfalls ein Mitglied der Kammer der Abgeordneten (Bayern) und Mitglied der Handwerkskammer Oberpfalz. Mit dem neuen Pfarrer Martin Klob der in der Kirchengemeinde als Geistlicher tätig war, gewann er einen geschätzten Freund. Durch großzügige Spenden und Stiftungen unterstützte er auch die ärmere Bevölkerung die bei ihm auch als Mägde und Knechte sowie Erntehelfer beschäftigt wurden. Wirtschftliche neuerungen wie die großen Dreschmaschinen, Pflüge und Erntewägen machte er auch den örtlichen Kleinbauern zugänglich. Er sprach sich nach dem verlorenen ersten Weltkrieg, infolgedessen auch sein ältester Sohn Josef Hoferer vor Verdun gefallen war, für die Errichtung eines Kriegerdenkmals zur Erinnerung der Gefallenen aus. Durch eine Spende von 2500 Mark legte er den Grundstock zur Errichtung des Gefallenendenkmales. Diesem folgte eine steinerne Gedenktafel zur erinnerung an den ältesten Sohn Josef, die an der Südwand der St. Margarethen Kirche in Pettendorf angebracht wurde. Von ihm stammen auch Gesindehäuser in Pettendorf, Schwetzendorf und Tremmelhausen die bis heute bestehen und nun als Wohnhäuser genutzt werden. Er starb im alter von 76 Jahren am 5. Mai 1936 auf seinem Gut in Pettendorf. Er wurde dort unter großer Anteilname der Bevölkerung im Familiengrab auf dem Kirchfriedhof beigesetzt.

Quellen[Bearbeiten]

  • Martin Klob, Chronik der Pfarrei Pettendorf (MS Pfrarrarchiv Pettendorf)
  • Gemeinde Pettendorf (Hrsg.): Gemeinde Pettendorf: Geschichte und Gegenwart
  • Heinrich Prößl: 100 Jahre Familie Prößl, Friedrich Pustet, Regenburg 1938
  • Milchwirtschaftliches Zentralblatt Band 12, 1883
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