Jakob Beck (Budosportler)

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Jakob Beck (* 13. September 1931 in Obrovac, deutsch Oberndorf, damaliges Jugoslawien, heute Serbien) ist der Gründer vom Allkampf-System.

Leben[Bearbeiten]

Als einer von drei Söhnen einer großbäuerlichen Familie besucht Jakob Beck im Anschluss an die deutsche Grundschule die ungarische Bürgerschule (vergleichbar mittlere Reife). Das mehrsprachige Aufwachsen unter verschiedenen ethnischen Volksgruppen bewirkt bei ihm eine andauernde Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Ländern und Kulturen. Im Jahr 1946 beginnt Jakob Beck eine Maurerlehre, die er Ende 1948 mit der Gesellenprüfung abschließt.

Unmittelbar im Anschluss daran absolviert er bis 1950 in Augsburg erfolgreich die Weiterbildung zum Einzelhandelskaufmann. Er gründete ein eigenes Lebensmittelgeschäft. 1961 weitet der geschickte Kaufmann seine Geschäftstätigkeit aus und beginnt in größerem Stil einen erfolgreichen mobilen Obst- und Gemüsehandel im oberbayerischen Raum.

Sportliche Anfänge[Bearbeiten]

Die erste Berührung mit dem Kampfsport erfolgt beim Judo, das Jakob Beck ab 1948 in Augsburg erlernt. In den folgenden Jahren sammelt er weitere Erfahrungen in verschiedenen Selbstverteidigungsdisziplinen, wobei ihn im Jiu-Jitsu mit dem bekannten schweizer Polizeibeamten und Großmeister Robert Dobler einer der angesehensten Jiu-Lehrer der damaligen Zeit unterrichtet. Ab 1962 trainiert er in München in der Kampfsportschule von Carl Wiedmeier.

Taekwondo[Bearbeiten]

Das Jahr 1964 kennzeichnet die europaweiten Anfänge des in Korea von General Choi Hong-hi begründeten Kampfstils Taekwondo. In Deutschland ist es vor allem Großmeister Kwon Jae Hwa, der mit seiner ersten Schule in München den Grundstein für die großflächige Verbreitung dieser Budo-Sportart legt. Als einer seiner ersten Schüler erlernt Jakob Beck Taekwondo in seiner traditionellen Ursprungsform. In der Folge perfektioniert Jakob Beck sein Können - z. T. auch mit Privatunterricht bei Großmeister Kwon - und legt alle Braun- und Schwarzgurtprüfungen bis einschließlich 3. Dan unter der persönlichen Leitung von General Choi selbst ab.

Allkampf[Bearbeiten]

Die vielfältigen Erfahrungen aus den verschiedensten Bereichen des Budosports ließen in Jakob Beck schon früh die Idee reifen, eine neue Art der Selbstverteidigung zu entwickeln. Sein Gedanke dabei war, die effektivsten Elemente (Griffe, Hebel, Würfe etc.) aus den bekannten asiatischen Selbstverteidigungsdisziplinen herauszulösen, zu verfeinern und zu einem modifizierten Stil neu zusammenzustellen. Ergänzt um die zugehörigen, von Jakob Beck selbst entwickelten Formen wird daraus schließlich das aus dem Selbstverteidigungssport nicht mehr wegzudenkende "Allkampf-System".

Budo-Center-Europa[Bearbeiten]

Am 8. April 1968 gründet Jakob Beck offiziell die eigene Organisation „Budo-Center-Europa“ als internationale Lehrstätte für Taekwon-Do, Allkampf, Bo-Jitsu und Jiu-Jitsu. Obwohl der Name des neuen Verbandes bereits das Ziel vorgibt, lässt der Gründer das junge Unternehmen zunächst unter der bescheideneren Bezeichnung "Taekwon-Do Institut Burgau" firmieren. Der rasanten Expansion Rechnung tragend folgt jedoch schon bald die Umbenennung in "Taekwon-Do Center Bayern". Nachdem schließlich mehrere Schulen außerhalb Deutschlands aufgebaut sind, erhält die Organisation auch nach außen hin ihren Gründungsnamen Budo-Center-Europa.

Weblinks[Bearbeiten]

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