Jörg Wilhelm Schirmer

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Jörg Wilhelm Schirmer

Jörg Wilhelm Schirmer (* 12. August 1965 in Frankfurt am Main) ist Maler und Bildhauer. Er ist Ururenkel des Landschaftsmalers Johann Wilhelm Schirmer und Meisterschüler von Markus Lüpertz. Schirmer führt ein Maler- und Bildhauer-Atelier und ein Wohn-Atelier in Essen, wo er mit seiner Muse und Lebensgefährtin Andrea lebt.

Werdegang[Bearbeiten]

Nach der Holzbildhauerlehre studierte Schirmer von 1991 bis 1996 an der Kunstakademie Düsseldorf in der Malerklasse von Markus Lüpertz, die er als Meisterschüler abschloss. Schirmer entwickelte den pyramidischen Akt, der ein wiederkehrendes Merkmal in seinen Skulpturen, Plastiken und Gemälden ist.[1] Der pyramidische Akt ist Ausdruck der starken Beschäftigung des Künstlers mit der Perspektive. Neben der Perspektive ist die Dynamik zentral für das Schaffen Schirmers.

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Wer eine Schirmer-Arbeit betrachtet, dem werden sofort die großen Füße auffallen. Die großen Füße sind quasi die umgekehrte Perspektive Michelangelos, der ja bekanntermaßen beispielsweise den Oberkörper Davids deutlich vergrößert hat, um der perspektivischen Verzerrung beim Betrachten von unten entgegenzuwirken.[2]

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Die Interpretation des Fußes als Erdverbundenheit, als solider Ausgangspunkt für Bewegung, ist jedenfalls naheliegend. Diese Bewegung ist es dann, die Schirmer interessiert. Der Fuß wird in vielen Arbeiten des Künstlers zum Ausgangspunkt einer explosiven Dynamik des menschlichen Körpers. Der menschliche Körper steht meist im Zentrum des Schirmer’schen Schaffens. Ihm geht es aber bei seinen gesichtslosen Skulpturen nicht um Persönlichkeit, sondern um Körperlichkeit. Gerade die Gesichtslosigkeit ermöglicht das vorurteilsfreie Herangehen an die Arbeiten. Diese stolzen, selbstbewussten und starken Figuren harren der Beseelung, der Verschmelzung mit dem Betrachter oder der Interpretation und nehmen ihn mit. Sie werden zur Projektionsfläche.

Typische Arbeiten sind zum Beispiel der Akrobat aus dem Jahr 2006, welcher auf der Ausstellung Kunstquadrate (Zeche Zollverein, Essen) den ersten Publikumspreis erhielt, das Motiv des Himmelsstürmers, das er mehrfach erarbeitete, oder auch das Motiv des Krisenengels. Im Rahmen des Skulpturenprojekts "Kunst am Baum" realisierte Schirmer eine Arbeit im Kunstmuseum Gelsenkirchen.[3] In einigen Werken (z .B. Holla die Waldfee I, 2007) zitiert er die Landschaftsmalereien seines Ururgroßvaters, Johann Wilhelm Schirmer, und kombiniert diese mit seinem pyramidischen Akt.

Schirmer arbeitet mit unterschiedlichsten Materialien: Bronze, Beton oder Aluminium kommen zum Einsatz. Er kommt aber immer wieder zur Arbeit mit unterschiedlichsten Hölzern zurück. Entsprechend sind die Arbeiten aus Holz dominierend in seinem Werk.[4]

Arbeiten von Schirmer finden sich in bedeutenden Privatsammlungen wie der Stiftung für Kunst und Kultur der Sparda-Bank in Karlsruhe und im öffentlichen Raum z.B. die Skulptur "Die Baumfee" in den Berger Anlagen, Gelsenkirchen oder die Plastik der "Der Himmelsstürmer" in Kaarst-Büttgen.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Zypresse (1995)
  • Minerva als Siegerin über die Unwissenheit (1997)
  • Der pyramidische Akt (2000)
  • Der Träumer (2004)
  • Mutternatur (2005)
  • Grüner Akt in sich ruhend (2006)
  • Der Akrobat (2006)
  • Holla die Waldfee I (2007)

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Werke im öffentlichen Raum (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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