Iris Gross

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Iris Gross geb. Adam (* 6. Oktober 1926 in Elze) ist eine Malerin des phantastischen Realismus.

Iris Gross spricht bei Ihrer Ausstellung Seeshaupt, 6.10. 2012

Inhaltsverzeichnis

Werdegang[Bearbeiten]

Von 1945 bis 1948 besuchte Gross die private Kunstschule Strube in Göttingen. In den letzten Kriegstagen heiratete sie den Oberleutnant Klaus-Dieter Gross († 1991), der unmittelbar danach zu drei Jahren Kriegsgefangenschaft nach Sibirien kam. Mit ihm hat sie zwei Kinder. Bedingt durch die Nachkriegswirren und familiäre Verhältnisse kam sie erst in den 1960er Jahren dazu, das Studium der Kunst in Münster und Köln im Rahmen der Lehramtsausbildung zu absolvieren und Mitglied im BBK zu werden.

Gross war Lehrerin und schließlich Rektorin an der Grundschule Friederich Wilhelmshütte in Troisdorf. Auch während ihrer Zeit als Rektorin arbeitete sie künstlerisch weiter und stellte in Düsseldorfer, Frankfurter und Kölner Galerien ihre Werke aus. Nach einem mehrjährigen Aufenthalt mit ihrem neuen Lebensgefährten Günther von Lübke in Seeshaupt (2003-2007), zog sie nach dessen Tod 2007 nach Göttingen in die Nähe ihres Geburtsortes und ihrer Geschwister. Nach einem Unfall 2011 zog sie Anfang 2012 wieder nach Seeshaupt. Iris Groß war langjähriges Mitglied im Bund Bildender Künstler (BBK) NRW, Bezirksverband Köln und im Kunstverein Rhein-Sieg. Seit 2008 ist Sie Mitglied im Bund Bildender Künstler Südniedersachsen.

Werk[Bearbeiten]

Erste Zeichnungen stellen Darstellungen alliierter Tieffliegerangriffe auf den Wohnort der Großmutter im Dorf Barbis im Harz da, bei der die Familie im letzten Kriegsjahr von Berlin Zuflucht gesucht hatte. Sie "besaß schon als junge Frau die Fähigkeit, Ereignisse als Essenz wahrzunehmen und in Skizzen zu visualisieren" [1]. Im Laufe Ihrer künstlerischen Entwicklung wurde Sie zunehmend durch die Kunstrichtungen Expressionismus und Surrealismus beeinflusst: Nach einer kubistischen Phase Ende der 90er Jahre entwickelte Sie Ihrem eigenen Stil mit starken Bezügen an den phantastischen Realismus weiter. 1973 hatte Sie Ihre erste Ausstellung im Rahmen einer Gemeinschaftsausstellung des BBK in Köln. Die Erlebnisse von mehreren Studienreisen in arabische und afrikanische Länder Anfang bis Ende der 80er Jahre, drückte Sie in einem umfangreichen Afrikazyklus [2] mit afrikanischen Familien in Ihrer Lebensumgebung aus. Die Bilder sind inhaltlich und farblich von afrikanischen Traditionen beeinflusst. [3] "Tauben, Schlangen und Schnecken sind auf vielen Bildern von Iris Groß versteckt... sie schaffen eine zweite Ebene, die Gedanken, Gefühle und Träume ausdrücken sollen." [3] "Wie ein roter Faden zieht sich das Motiv von Mann und Frau, Familie, Genesis, Geburt und Tod, Verführung, Versuchung, Schuld und Sühne durch das Oeuvre von Iris Gross."[1] "Mein bevorzugtes Thema ist der Mensch. So wie der Mensch sich geistig und seelisch weiterentwickelt, so reifen seine Gedanken, Einsichten und die Ausdrucksformen... zu Bildern, die das innere Erleben widerspiegeln.[4] Inspiriert durch Ihre Reisen nimmt seit der Mitte der 80er Jahre auch die künstlerische Auseinandersetzung der Malerin mit gesellschaftlichen Themen, wie in dem Bild "Die alte Brücke von Mostar (1996) [5] zu. "Ich will nicht nur ästhetische Bilder malen, sondern versuche Einblick zu gewähren in die Seele eines Menschen unserer Zeit mit seinen Gedanken, Gefühlen und Visionen. So ist für mich die Malerei mit die Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit mit bildnerischen Mitteln. [6]

Ausstellungen[Bearbeiten]

Gruppenausstellungen

  • 1973/79 BBK Köln, Köln, Köln Neumarkt
  • 1979 „Mensch und Umwelt“, Köln Eurocenter, Rheinalle
  • 1980 BBK Köln, Köln Hahnetorburg
  • 1981 „Akt 81“, Siegburg, Rathaus
  • 1981 „Workshop“, Siegburg,Rathaus
  • 1982 „Malerei“, Köln, Flughafen, Holilday Inn
  • 1982 „Malerei“, Köln, Flughafen, Holilday Inn Tower
  • 1982 Kunstausstellung, Kerpen-Tünich, Erfthalle
  • 1983 „Malerei“, Düsseldorf, Galerie 22
  • 1987 1. Rhein-Kunst-Triennale, Frechen, Kolpingsaal
  • 1988 Europäischer Kulturkreis, Paris, Hotel Lutetia
  • 1989 „Künstler der Gegenwart“, Zürich, Kongresshaus
  • 1989 „Deutsche Künstler sehen Afrika“, Dortmund, Westfalenpark
  • 1989 „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“, Siegburg, Rathaus
  • 1989 Bildende Kunst im Rheinsiegkreis, Siegburg, Kreishaus
  • 1990 „Mondial Artistique Art Vie“, Paris
  • 1990 „Fußball-WM“, Mailand und Rom
  • 1990 „Künstlerportrait“, Schloß Greifenhorst, Krefeld-Lind
  • 1990 „Sechs Kölner Künstlerinnen“, Kleiner Kunstbahnhof, St. Julian (Pfalz)
  • 1990 „Das unterdrückte Kind“, Baden-Baden
  • 1990 „Künstlerinnen sehen Männer“, Pavillon, St. Augustin
  • 1992 „Kult Uhr“, Asbach
  • 1996 „Gouachen“, Bezirksrathaus, Köln/Porz
  • 2010 BBK Jahresausstellung, Göttingen

Einzelausstellungen

  • 1979 „Ölmalerei“, Köln-Porz Kreissparkasse
  • 1984 „Malerei und Siebdrucke“, Bürgerhaus Troisdorf
  • 1989 "Sechzigster Geburtstag", Elze
  • 1990 „Malerei“, Nagykanisca, Ungarn, Szofi Kep-Galerie
  • 1990 „Malerei“, Kurhaus, Bad Lauterberg
  • 1993 „Malerei“, Stadtwerke, Troisdorf
  • 1999 „Malerei“, Rathaus, Siegburg
  • 2000 „Meine Sicht“, Rathaus, Wesseling
  • 2004 „Afrikanische Impressionen“, Seeresidenz Seeshaupt
  • 2005 „Gouachen & Aquarelle“, Kleine Galerie, Göttingen-Weende
  • 2009 „Aquarelle & Seidenmalerei“, Handweberei Rosenwinkel, Friedland
  • 2012 „Einblicke - Ausblicke“, Seeresidenz, Seeshaupt

Literatur[Bearbeiten]

Ausstellungsbesprechungen:

  • „Brandenburger Tor im Hemd“, Kölner Stadtanzeiger, 2.August 1979
  • „Gesichter leben mit den Farben“, Kölner Stadtanzeiger, 21. Januar 1981
  • „Von knappen Linien zur sichtbaren Seele“, Rhein-Sieg Anzeiger, 20.März 1984
  • „Im Mittelpunkt steht der Mensch“, Rhein-Sieg, Rundschau, 22. März 1984
  • „Phantastisches hinter Symbolen“, Rhein-Sieg Rundschau, 22.März 1984
  • „Einblick in die Phantasie“, Rhein-Sieg Rundschau, 29.Oktober 1985
  • „Probleme in kräftiges Öl gepackt,“ Iris Groß stellt aus - Schulrektorin und Malerin, General-Anzeiger, 8.November 1985
  • „Ausstellung im alten Turm,“ Kölner Stadtanzeiger, Niederkassel-Aktuell, 29.Oktober 1986
  • „Großflächig die menschliche Psyche im Bild wiedergegeben,“ Kölner Stadtanzeiger 25. April 1986
  • „Iris Groß stellt sich mit Ihren Bildern in Elze vor“, Niedersächsische Zeitung, 7.Oktober 1989
  • „Ausstellung zum 65sten in der Geburtsstadt Elze“, Niedersächsische Post, 29. Sept. 1989
  • "Malen ist immer so, als ob man ein Stück seiner Seele verkauft", Tagblatt Bad Lauterberg, 29.Oktober 1990
  • „Happy End nach Krach um voreilige Kunstzensur“, Rundschau, 26. August 1993
  • „Menschenseele,“ Kölner Stadtanzeiger, 7.März 1994
  • „Einfühlungsvermögen in die menschliche Seele“ Honeffer Volkszeitung, 30.August, 1988
  • „Ihre Arbeiten spiegeln die Psyche des Menschen wieder,“ Wesseling, neues aus dem Rathaus, 12.Feb.2003
  • „Einblicke- Einsichten“, Seeshaupter Dorfzeitung, 41, 2012

Einzelnachweise[Bearbeiten]


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