Intravenöse Ascorbinsäuretherapie bei bestimmten Krebsformen

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Hochdosiertes Vitamin C hat in der alternativen Krebstherapie eine umstrittene und langjährige Historie, insbesondere werden der Nobelpreisträger Pauling und Dr. Ewan Cameron (Vale of Leven Hospital, Schottland) damit in Verbindung gebracht. Doppelblindstudien Ende der 70iger und in den 80iger Jahren konnten die Erfolge nicht bestätigen, der gravierende Unterschied zwischen der oralen Einnahme und der intravenösen Gabe war zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt. Neuere Studien zur Bioverfügbarkeit belegen, dass nur durch intravenöse Gaben Spitzenkonzentrationen vom Hundertfachen der Plasmakonzentrationen durch orale Gaben erreicht werden können.[1]

Einschränkungen[Bearbeiten]

Verschiede Studien, Forschungen und Auswertungen trennen nicht sauber zwischen den Darreichungsformen, dieser Artikel konzentriert sich jedoch auf die intravenöse, hochdosierte Gabe von Vitamin C und die dadurch erreichbaren Blutplasmakonzentrationen, die durch orale Gaben nicht erreichbar sind. Vor- und ggf. Nachteile der oralen Vitamin C Gabe (insbesondere im Zusammenhang mit Chemo- und Strahlentherapien) werden in diesem Artikel nicht betrachtet.

Stand der Forschung[Bearbeiten]

Im Internet finden sich zahlreiche Einzelfallbeschreibungen von Krebspatienten und ihren Erfahrungen mit intravenösem Vitamin C i.e. Link, auf die hier nicht eingegangen wird. Im Gegensatz zur Stellung der oral eingenommenen Ascorbinsäure als Antioxidanz, wird in der hier beschriebenen Krebs-Forschung die zytotoxische Wirksamkeit als Prooxidanz erforscht. Ein Schwerpunkt dieses Artikels ist dieser wissenschaftliche Hintergrund. Bei einer Hochdosis Theraphie (bei aggressiven Krebstypen mit bis zu 125g pro Infusion) erhöhen sich obwohl der Level der Ascorbatradikalen als auch der H₂O₂-Level im Fluid zwischen den Tumorzellen, nicht aber oder nur in kleinen Mengen im Blut. Das Wasserstoffperoxid hat eine komplexe Wirkungsweise[2] die zytotoxisch bei bestimmten Krebsarten wirkt. In diesem Zusammenhang ist das geringere Vorhandensein von Katalase (ein Enzym, das Wasserstoffperoxid (H₂O₂) zu Sauerstoff (O₂) und Wasser (H₂O) umsetzt) bzw. Superoxiddismutasen (Enzyme, die Superoxid-Anionen zu Wasserstoffperoxid umwandeln) im Tumorbereich zu nennen. Weitere Studien sollen belegen, dass die beschriebene Therapie keine negative Einflüsse auf Chemo- oder Immuntherapie hat. Exemplarisch sind hier aufzuführen: Gemcitabine[3] und Erlotinib[4] bei Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Labor- und Tierversuche[Bearbeiten]

Forschungsergebnisse in Tier- und Zellkulturen legen nahe, dass insbesondere bestimmte aggressive Tumorarten, wie Bauchspeicheldrüsenkrebs und bestimmte Lymphone, auf hohe Konzentrationen von Ascorbinsäure im Blutplasma reagieren, während andere Krebsarten wenig ansprechen. Gesunde Körperzellen werden durch die intravenöse Gabe von Ascorbinsäure auch in hohen Dosierungen nicht getötet.[5]

Klinische Studien[Bearbeiten]

Verschiedene Universitätskliniken in den USA verabreichen IV Vitamin C, zum einen zur Unterdrückung der Nebenwirkungen der Chemotherapie [6], und zum anderen im Rahmen klinischer Studien.

Weitere Studien haben zum Ziel, die Wirksamkeit im Zusammenspiel mit Chemotherapien zu belegen.

Unter anderen wurde an der Thomas Jefferson Universität eine Studie zu metastiertem Bauchspeicheldrüsenkrebs abgeschlossen und eine Folgestudie gestartet. In der genannten Studie führten 9 der 14 Patienten die Studie von 8 Wochen zu Ende. Bei 7 Patienten konnte am Ende eine Stabilität nach RECIST 1.0 festgestellt werden, bei 2 Patienten schritt die Krankheit weiter fort. Bei 8 von 9 Patienten, die am Ende der Studie per bildgebender Verfahren kontrolliert wurden, ist der Primärtumor geschrumpft (-10% bis -41%). Dies ist bei dieser Tumorform unter der Anwendung von Chemotherapie (Gemitabine plus Erlotinib) unüblich.

Kontraindikationen[Bearbeiten]

Der G6PD Status muss normal sein. (ggf. genetisch bedingtes Enzymdefizit muss ausgeschlossen sein [1]) Je nach Studie / Klinik werden Raucher von der Teilnahme ausgeschlossen (Überwachung von Nikotin und Kontininlevel). Je nach Klinik wird von der zeitgleichen Gabe von IV Glutathoine abgeraten. Weitere Details sind den Studienprotokollen zu entnehmen.

Weblinks[Bearbeiten]

Stand der Forschung:

Nachweise in Tier- oder Laborversuchen:

Presse und Veröffentlichungen von Universitäten und Organizationen:

US-Studien (laufend und abgeschlossene), die auf der Website der Gesundheitsbehörde registiert sind:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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