Internationale Medienhilfe

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Die Arbeitsgemeinschaft Internationale Medienhilfe (IMH) ist eine Interessensvertretung für deutschsprachige Medien außerhalb der deutschsprachigen Länder (DACH) und fremdsprachige Medien in Deutschland. Sie vernetzt, berät und unterstützt internationale wie auch interkulturelle Medien - und zwar besonders deutschsprachige bzw. jiddischsprachige Medien außerhalb des deutschen Sprachraums sowie fremdsprachige Medien innerhalb des deutschen Sprachraums. Zeitungen, Zeitschriften, Internetseiten sowie Radio- und Fernsehprogramme, die Unterstützung erhalten, sind zugleich auch Mitglieder und Träger der IMH. Sie fungiert also für die Medien als Verband und als Selbsthilfeorganisation. Mittlerweile gibt es Mitgliedsmedien in über 50 Staaten. [1]

Die IMH wurde Anfang der 1990er Jahre von Björn Akstinat zusammen mit Medienmachern aus Israel, Rumänien, Deutschland, Belgien, Russland, Kanada und aus weiteren Staaten gegründet.

Zu den Mitgliedsmedien gehören heute unter anderem die Publikationen Prager Zeitung, Grenz-Echo, Der Nordschleswiger, Hermannstädter Zeitung, Riviera-Côte d’Azur-Zeitung, Moskauer Deutsche Zeitung, Die Woche in Australien, Russkaja Germanija (Русская Германия), Serbske Nowiny, Internetportale wie der Pester Lloyd (Budapest) und treff3.net (Mexiko-Stadt) oder die internationalen Hörfunksender Radio Vatikan und Radio Prag.

Besonders bekannte Projekte der IMH sind das internationale Praktikanten-Vermittlungsprogramm und das Stipendienprogramm in Zusammenarbeit mit der Europäischen Union, das Engagement im Bereich Pressefreiheit, Hilfsmaßnahmen im Bereich Medienvermarktung sowie die internationalen Medienkongresse mit hochrangigen Politikern.

Regelmäßig veranstaltet die IMH in verschiedenen deutschen und ausländischen Städten Medientreffs und Medienmessen. Zu den Rednern auf diesen Veranstaltungen zählten bislang unter anderem Berlinale-Leiter Dieter Kosslick, Benita Ferrero-Waldner, dpa-Leiter Roland Freund, TV-Moderatorin Tatjana Ohm, Steffen Möller, Marijke Amado, Tina Hassel, Dokumentarfilmer Felix Kuballa, Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz, Miriam Meckel oder Stephan Remmler.

Ziele der IMH-Mitglieder
  • Förderung der Kooperation zwischen Medien und Medienmachern weltweit
  • Förderung der Presse- und Meinungsfreiheit
  • Förderung von grenzüberschreitendem Journalismus
  • Förderung der Völkerverständigung
  • Förderung der Sprachenvielfalt
  • Förderung von Innovationen im Medienbereich
  • Förderung der Ausbildung junger Medienmacher

Das Medium Magazin schrieb im Juli 1999 unter dem Titel "Global Player": "... die Internationale Medienhilfe (IMH) wurde von engagierten Medienleuten ins Leben gerufen. Es ist das einzige weltweite Mediennetzwerk, dessen Sitz sich in Deutschland befindet. Die Internationale Medienhilfe arbeitet ausschließlich mit ehrenamtlichen Mitarbeitern. Die anfallenden Kosten bestreitet die IMH aus dem Verkauf von Publikationen wie Adressverzeichnissen, aus Spenden und Teilnahmegebühren für Kongresse. Für viele internationale Mitglieder ist das Netzwerk eine willkommene Möglichkeit, Kooperationspartner zu finden. Um sich der IMH anzuschließen, muss nur ein formales Kriterium erfüllt sein: Mindestens eine Person aus den Reihen des Interessenten muss Deutsch sprechen. Ansonsten wird eine unabhängige und demokratieförderliche Berichterstattung vorausgesetzt. ..."[2]

Literatur über die IMH und ihre Mitgliedsmedien[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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