Institut für kulturelle Innovationsforschung

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Das Institut für kulturelle Innovationsforschung (IkI) ist ein An-Institut an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT). Die interdisziplinäre Erforschung und Evaluation der „Art of Innovation“ ist die Grundlage der Institutsarbeit. Damit will das IKI einen Beitrag für die Qualität und Nachhaltigkeit von künstlerischem Schaffen und Kulturmanagement leisten.

Institut für kulturelle Innovationsforschung
Gründung 1999
Trägerschaft new classical e.V.
Ort Hamburg
Direktor Reinhard Flender
Website http://www.iki-hamburg.de

Inhaltsverzeichnis

Lage[Bearbeiten]

Das IkI Hamburg ist seit dem Frühjahr 2012 im Bibliotheksneubau der Hochschule für Musik und Theater in Pöseldorf beheimatet.

Geschichte[Bearbeiten]

Das IkI wurde 1999 als Schnittstelle zwischen Hochschulausbildung und Kreativwirtschaft gegründet und in den ersten 10 Jahren seiner Existenz von der Musikwirtschaft gefördert. Das IkI stand Pate bei der Gründung der internationalen Sommerakademie für zeitgenössische Musik opus XXI in Kooperation mit dem Conservatoire Nationale Supérieure Musique et Dance in Lyon. 2008 erstellte das IkI im Auftrag der Kulturbehörde Hamburg das Konzept für die Bewerbung für das Förderprojekt Netzwerk Neue Musik der Bundeskulturstiftung. Das Kulturvermittlungsprojekt KLANG wurde ausgewählt und von der HfMT Hamburg zwischen 2008 und 2010 mit einem Budget von 1,2 Mio € durchgeführt. Seit 2012 ist das IkI Mitglied im Europäischen Netzwerk Ulysses, das vom IRCAM in Paris koordiniert wird.

Institutsbereiche[Bearbeiten]

Das IkI Hamburg ist in die drei Institutsbereiche Studium, Forschung und Service gegliedert, die sich in enger Abstimmung miteinander mit den Themenbereichen des Kultur- und Medienmanagements beschäftigen.

Studium[Bearbeiten]

Seit 2011 ist das Fach "kulturelle Innovation" im Curriculum des Masterstudiengangs Kulturmanagement verankert. Seot 2008 führt das IkI regelmäßig öffentliche Ringvorlesungen durch. Im WS 08/09 Zukunftsperspektiven der Kultur; WS 09/10 Erhalt der kulturellen Vielfalt - Welchen Schutz braucht die Kultur?; WS 11/12 Offene Räume - offene Stadt

Forschung[Bearbeiten]

kulturelle Innovationsforschung untersucht die Entstehung neuer Kunst interdisziplinär aus der Perspektive künstlerischer Kreativität, ihrer gesellschaftlichen Rezeption und Finanzierbarkeit. Eine aktuelle künstlerische Produktion kann erst dann als innovativ bezeichnet werden, wenn aus einer Idee eine nachhaltige künstlerische Praxis entsteht. Somit bezieht sich der Begriff der kulturellen Innovation nicht allein auf den Akt künstlerischen Schaffens, sondern schließt die Strukturen seiner Rezeption und Vervielfältigung mit ein. 2007 erschien die Studie Freie Ensembles für Neue Musik in Deutschland. 168 Ensembles wurden zu ihrer künstlerisch-ästhetischen Ausrichtung im Zusammenhang mit Finanzierungs- und Organisationsstrukturen befragt. Das Ergebnis der Studie zeigt, dass zum Zeitpunkt der Gründung der Wille, sich außerhalb von Marktgesetzmäßigkeiten zu etablieren, überwiegt. Wird jedoch Nachhaltigkeit angestrebt, ergibt sich zwangsläufig eine Anpassung an die Gesetzmäßigkeiten des Mikromarktes Neue Musik (Radioanstalten, Festivals, Institute für Neue Musik). In der Studie Offene Räume für Kunst und Kultur] untersucht das IkI den Zusammenhang zwischen Kulturarchitektur und Kulturmangement. Die kulturelle Identität einer Stadt -in diesem Falle Hamburg- ist in das kulturgeschichtlich gewachsene Spektrum von Räumen für Kunst und Kultur eingebettet. Das Dispositiv für den Kulturmanager ist die Aura der exisitierenden Räumlichkeiten. Die Herausforderung für innovatives Kulturmanagement besteht darin, den geschlossenen physischen Raum durch professionelle Kulturkommunikation zu öffnen.

Service[Bearbeiten]

Das IkI unterstützt und berät Initiativen wie die Konzertreihe Happy New Ears und hat 2015 die Trägerschaft für den Hamburger Preis für Kulturkommunikation Rudolf Stilcken übernommen.

Promotion am IkI[Bearbeiten]

Die Forschungsarbeit am Institut wird von wesentlich von Promovierenden geleistet. Folgende Dissertationen wurden erfolgreich am IKI abgeschlossen: Michael Theede, Management und Marketing von Konzerthäusern Hamburg 2007. Laufende Promotionsverfahren: Jenny Svensson, Die Kunst, Kultur (nicht nur) zu messen. Stephan Weinzierl, Auswirkungen von ästhetischen Erfahrungen innerhalb von Musikvermittlungsprojekten.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Seit 2011 gibt das IkI in Kooperation mit dem LIT-Verlag eine eigene Schriftenreihe heraus: Bd. 1 Offene Räume für Kunst und Kultur - Innovatives Kulturmanagement aus Hamburg, Münster 2013. Bd. 2 Die Dynamik kulturellen Wandels - Essays und Analysen, Münster 2013. Bd. 3 Kulturkommunikation - zwischen Globalisierung und Heimatgefühl, erscheint im Herbst 2015.

Weblinks[Bearbeiten]