Ingrid Lange (Politikerin)

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2013 im Projekt Jung und älter zusammen in der Politik: Ingrid Lange mit dem Bundestagsabgeordneten Sven-Christian Kindler

Ingrid Lange (* 2. September 1937 in Hannover) ist eine deutsche Politikerin.[1]

Leben[Bearbeiten]

Geboren in Hannover, arbeitete Ingrid Lange nach ihrem Schulabschluss zunächst in der Buchhaltung. Privat erklomm die leidenschaftliche Bergsteigerin zahlreiche Gipfel, so 1968 etwa die Wildspitze, 2002 den Similaun.[1]

Am 1. Oktober 1986 immatrikulierte sie sich für das Studium der Geschichtswissenschaften und politische Wissenschaften an der Universität Hannover (Magisterabschluss am 30. September 1993) und begann im selben Jahr für zwei Jahrzehnte ihr Engagement im Netzwerk für Flüchtlingshilfe und Menschenrechte. 1996 war sie beispielsweise Sprecherin „eines UnterstützerInnenkreises für [elf] Nigerianer im Kirchenasyl in Linden/Limmer“.[1]

2001 wurde Ingrid Lange in den Stadtrat gewählt, war seitdem bis 2011 Bürgermeisterin[1] im Bezirksrat Ahlem-Badenstedt,[2] Mitglied im Gleichstellungs-Ausschuss sowie migrationspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Hannover.[1]

Ingrid Lange 2012 während der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Bücherverbrennung in Hannover

Seit 2012 hat Lange kein politisches Mandat mehr inne, engagiert sich jedoch weiterhin politisch. Sie übt zahlreiche Ehrenämter aus, ist beispielsweise Mitglied im Vorstand vom FAUST e.V. sowie im Stadtkirchentag des Stadtkirchenverbandes Hannover, ist tätig im Migrationsausschuss der Stadt, im Kirchenvorstand Badenstedt, beim Weißen Ring, im Freiwilligen Zentrum sowie im Beirat der Justizvollzugsanstalt Hannover.[2]

Mit dem Bundestagsabgeordneten Sven-Christian Kindler arbeitet sie gemeinsam in dem Projekt „Jung und älter zusammen in der Politik.“[1]

Porträts und eine Kurzbiographie von Ingrid Lange[1] durch den Fotografen Michael Neugebauer und der Journalistin Katharina Sieckmann sind Teil des Projektes Zwischenzeit, das das Historische Museum Hannover als Sonderausstellung im Museum bis zum 28. Juli 2013 ermöglichte.[3]

Ingrid Lange ist Mutter von zwei Söhnen und Großmutter einer Enkelin.[1]

Ehrungen[Bearbeiten]

  • Für ihre Leistungen ehrte die Stadt Hannover ihre langjährige Politikerin 2012 mit dem Integrationspreis der Landeshauptstadt Hannover.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Neugebauer (Fotos), Katharina Sieckmann (Text): Ingrid Lange (geboren 1937), in: Zwischenzeit. Lebenserinnerungen an der Leine, Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Historischen Museum Hannover vom 26. April bis 28. Juli 2013, hrsg. von Julia Berlit-Jackstien und Karljosef Kreter in der Reihe Schriften zur Erinnerungskultur Hannover, Band 5, im Auftrag der Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Bildung und Qualifizierung, Projekt Erinnerungskultur, Hannover: Verlag Hahnsche Buchhandlung Hannover, 2013, ISBN 978-3-7752-6204-0, S. 48–51

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ingrid Lange – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 1,8 Michael Neugebauer (Fotos), Katharina Sieckmann (Text): Ingrid Lange ... (siehe Literatur)
  2. 2,0 2,1 N.N.: Ingrid Lange: Politik bleibt ihr Leben /Ex-Bürgermeisterin Ingrid Lange mischt sich weiter ein - auch bei Faust., in der online-Ausgabe der Neuen Presse vom 20. August 2012, zuletzt abgerufen am 18. Juni 2013
  3. Uwe Janssen: Ein Leben in Bildern. Das Historische Museum zeigt das faszinierende Biografieprojekt „Zwischenzeit“, in: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 2. Mai 2013
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