Industrieverband für einheitliche Smartcard-Lösungen

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Industrieverband für einheitliche Smartcard-Lösungen
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Rechtsform Eingetragener Verein
Gründung April 2011
Ort München
Vorstand Walter Neuhaus, Ulrich Ludwig, Christoph Grund, Martin Witschi [1]
Website www.common-smartcard.org

Der Industrieverband für einheitliche Smartcard-Lösungen e.V. mit Sitz in München ist der Zusammenschluss einiger Unternehmen aus der Smartcard-Branche. Im internationalen Geschäftsverkehr führt der Verein die Bezeichnung Common Smartcard Solutions Association.

Ziele[Bearbeiten]

Nach der Satzung definiert sich der Zweck des Verbandes wie folgt: „Der Verein ist eine Einrichtung, die der Förderung von gemeinsamen Datenstrukturen für RFID-Applikationen dient, um kompatible Hardware- und Software-Lösungen zu ermöglichen.“[2]

Der Schwerpunkt liegt auf der Verbreitung der standardisierten openCashfile-Datenstruktur. Diese ermöglicht es Anbietern von Kartensystemen, wie zum Beispiel POS-Terminal- und Automatenlieferanten, nach den gleichen Strukturen zu arbeiten. Hierfür definiert der Verband Schnittstellen, fördert und verbreitet Entwicklungen, pflegt die Spezifikationen, Regelwerke und deren Weiterentwicklung und stellt sicher dass die Hoheit der Zugriffsrechte auf die Anwendungssoftware beim legitimierten Nutzer liegt. Die Kartenstruktur openCashfile ist sowohl für die Chip-Typen LEGIC advant als auch MIFARE DESFire einsetzbar.

Für die Verbreitung der standardisierten Datenstruktur openCashfile betreibt der Verband eine Internetseite, Öffentlichkeitsarbeit und nimmt an Messen teil.

Der Verband war 2011 und 2013 als Aussteller auf der Eu'Vend in Köln vertreten.[3]

Organe[Bearbeiten]

Die Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand.

Tätigkeitsfeld & Mitglieder[Bearbeiten]

Weltweit werden jährlich über 500 Millionen Elektronische Ausweise[4][5] für Firmenmitarbeiter und Studenten ausgegeben. Eine Großzahl davon werden auch für Bezahlvorgänge in Kantinen und Mensen eingesetzt. Sehr viele Systeme sind proprietärer Natur, was zweierlei Probleme aufwerfen kann.

  1. Systeme, welche nicht auf allgemeinen Sicherheitsstandards basieren oder von unabhängigen Gremien auf Sicherheit überprüft wurden, sind anfälliger für Attacken, z. B. der Hack auf die Studierendenkarten der Universität Bochum.[6]
  2. Bei proprietären Lösungen ist ein Kunde auf einen Zulieferer festgelegt.

NXP MIFARE und LEGIC sind zusammen die Marktführer im deutschsprachigen Raum, weshalb man beispielsweise bei Sicherheitsanwendungen oder Studentenausweisen, in der Regel LEGIC advant oder MIFARE DESFire im Einsatz findet. Hierbei liegen aber häufig unübersichtliche Datenstrukturen vor, was den Produkt- bzw. Anbieterwechsel erschwert. Einheitliche Standards der Datenstrukturen würden mehr Transparenz und größere Wahlfreiheit ermöglichen, und Lösungen verschiedener Anbieter könnten kombiniert werden. Aus diesem Grund hat sich der Industrieverband für einheitliche Smartcard Lösungen das Ziel gesetzt, offenen Standards gegenüber proprietären Lösungen zu schaffen, welche sonst Firmen und die öffentliche Hand viel Geld kosten könnten. Die Zielanwendungen hierbei sind Firmen oder Uni-interne Bezahllösungen.

Wichtig bei der Verbreitung offener Standards, sind beispielsweise die Lesegeräte in den Mensa- oder Kantinen-Kassensystemen, den Türschlössen und den Automaten. Dort sind Technologiekomponenten von Firmen wie Kontroll-Systeme, Identive oder TCPOS verbaut. Kartenhersteller, wie zum Beispiel exceet Group, smart-TEC oder HID global bzw. Kartenproduktionsmaschinenhersteller, wie Bielomatik, benutzen Karten ICs von NXP/ MIFARE oder LEGIC, welche die vom Verband erarbeiteten Datenstrukturen unterstützen.[7][8]

Die Mitglieder des Industrieverbands für einheitliche Smartcard-Lösungen sind im Folgenden aufgeführt:[9]

Deutschland[Bearbeiten]

  • Automaten Seitz Vertrieb und Kundendienst GmbH
  • CashControl Kassensysteme GmbH
  • Dallmayr Card Systeme GmbH
  • Gaius GmbH
  • GiroWeb Nord GmbH
  • Identa Ausweissysteme GmbH
  • Identive GmbH
  • Micros-Fidelio GmbH
  • SCHMIDT GmbH
  • PAV Card GmbH
  • TCPOS GmbH
  • Vision ID Engineering GmbH

Schweiz[Bearbeiten]

  • Blaser consulting
  • EVIS AG
  • Hug-Witschi AG
  • Kontroll-Systeme SB AG

Österreich[Bearbeiten]

  • NXP Semiconductors Austria GmbH
  • ventopay gmbh

Niederlande[Bearbeiten]

  • Magna Carta Chipcard Solutions B.V.[10]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Industrieverband für einheitliche Smartcard-Lösungen e.V. - Gremien. Abgerufen am 13. Februar 2014.
  2. Über Uns. Industrieverband für einheitliche Smartcard-Lösungen, abgerufen am 12. Februar 2014.
  3. EuVend 2013: Erfolgreiche Messetage in Köln. 2. Oktober 2013, abgerufen am 12. Februar 2014.
  4. ABI research Access Management. Abgerufen am 12. Februar 2014.
  5. IMS Research Access Management. Abgerufen am 12. Februar 2014.
  6. Studierendenausweise und UniCards gehackt. Abgerufen am 14. Februar 2014.
  7. openCashfile jetzt auch für LEGIC advant® erhältlich. 12. Dezember 2013, abgerufen am 19. Februar 2014.
  8. Common Smartcard Solution with MIFARE DESFire. Abgerufen am 19. Februar 2014.
  9. Interview: Einer für alle - Vereinheitlichung von Smartcard-Standards. 10. Dezember 2013, abgerufen am 12. Februar 2014.
  10. Mitgliedschaft. 13. Februar 2014, abgerufen am 12. Februar 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

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