Immobilien-Verlosung

Aus MARJORIE-WIKI
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Die Immobilienverlosung aka. Hausverlosung aka Privatverlosung
bezeichnet man eine innovative Idee welche, aus England kommend, Anfang 2009 im restlichen Europa für Furore und teilweise recht heftige Diskussionen sorgte. Dabei wird eine Immobilie nicht per Kaufvertrag veräussert, sondern durch eine Verlosung.
Die erste Hausverlosung in Österreich sorgte für grosses Interesse seitens der Medien und war dadurch ein schneller und durchschlagender Erfolg. Seither hat eine grosse Lobby aus konträren Interessen für eine ebenso konstante wie nachhaltige Rufschädigung der Hausverlosung gesorgt.
Dessen ungeachtet konnte jedoch eine Reihe weiterer Hausverlosungen erfolgreich zu Ende gebracht werden und langfristig kann kein Zweifel daran bestehen, dass sich dieses Konzept durchsetzen wird.


Das Grundprinzip der Immobilienverlosung[Bearbeiten]

Die Immobilienverlosung[Bearbeiten]

Bei der Immobilienverlosung verkauft ein Immobilieneigentümer oder Veranstalter der Hausverlosung das Objekt nicht an einen Käufer - und ist damit auch nicht diesem Druck aus Angebot und Nachfrage ausgesetzt. Statt dessen wird der benötigte Gesamterlös auf Lose aufgeteilt deren Nominale vom Verloser bestimmt wird. Diese Lose werden üblicher Weise über eigens dafür eingerichtete Webseiten der Öffentlichkeit zum Erwerb angeboten.
Der Gewinner einer solchen Hausverlosung bekommt die Immobilie dann üblicher Weise lastenfrei übereignet.
Der benötigte Gesamterlös setzt sich dabei aus mehreren Faktoren zusammen: Dem Grundpreis der für das Objekt erzielt werden soll, den Übertragungskosten an den Gewinner, den Kosten für die Erstellung der Webseite zuzüglich allenfalls erforderlicher Tools & Programmierungen, Vorab-Steuern, Marketing-Kosten, Treuhandkosten und den Kosten welche für die finanzielle Abwicklung (Bankgebühren, Disagios, etc.) anfallen.
Es kann somit gesagt werden, dass 100% der Einnahmen bei der Ziehung auch wieder ausgespielt werden, was eine direkte und unmittelbare Auswirkung auf die Gewinnchancen hat welche daher unschlagbar gut sind.
Dies ist der Umstand welcher auch die Gegenspieler auf den Plan gerufen hat was aber nichts daran ändern kann, dass mit einer Immobilienverlosung der Hausverkäufer auch in Krisenzeiten einen angemessenen Preis erzielen kann während die Teilnehmer bei geringem Einsatz unverhältnismässig hohe Chancen haben neuer Eigentümer zu werden.
Zur bereits klassischen Hausverlosung bzw. Immobilienverlosung haben sich bereits längst andere Verlosungen gesellt.

Alternative: Freiwillige Versteigerung[Bearbeiten]

Oft als Alternative zur Hausverlosung gepriesen, stellt sich die "Freiwillige Versteigerung" bei näherer Betrachtung keineswegs als solche heraus.
Dies liegt in erster Linie daran, dass ein relativ niedriger Rufpreis festgesetzt werden muss um überhaupt Interessenten anzulocken. Die Versteigerung lebt und stirbt aber mit der Menge an Interessenten welche willens und in der Lage sind entsprechende Gebote abzugeben - die Versteigerung lebt also davon, dass sich zumindest zwei um eine Sache streiten. Gibt es nur einen Interessenten, besteht die Gefahr, dass mangels weiterer Gegengebote das Objekt weit unter Wert zugeschlagen wird.
Es sind also zumindestens zwei liquide Interessenten erforderlich welche nicht nur beide massives Interesse an einem bestimmten Objekt haben, sondern auch über die erforderlichen Mittel ohne Finanzierungsbedarf verfügen.
In Zeiten wo am freien Markt kaum ein Kaufinteressent gefunden werden kann der auch nur über die erforderliche Bonität für eine Bankfinanzierung hat, ist die Wahrscheinlichkeit nicht nur gleich zwei Interessenten zu finden, sondern dann auch noch solche die sich eine erbitterte Bieterschlacht liefern UND über das notwendige Kapital verfügen naturgemäss gering.


Funktionsweise[Bearbeiten]

Zunächst steht für den Hauseigentümer die Entscheidung an den durchaus mühsamen und zeitintensiven Weg über die Immobilienverlosung zu gehen.
Als nächstes steht eine Klärung der Frage an ob und wenn dann in welcher Form die Veranstaltung einer legalen Hausverlosung möglich ist. Allenfalls auf die Dienste eines professionellen Veranstalters von Hausverlosungen zurückzugreifen ist dabei nicht nur in Anbetracht des Arbeitsaufwandes eine veritable Alternative. Danach wird der benötigte Gesamterlös berechnet, dessen Grundlage ein seriöser Marktwert des Objektes sein sollte, und Lospreis sowie Losauflage festgelegt.
Typische Lospreise bewegen sich zwischen 49 und 99 Euro, wobei es auch Ausnahmen sowohl nach oben als auch nach unten gibt. Die sich daraus ergebende Gesamt-Losauflage bestimmt die Gewinnchance für den Inhaber eines einzelnen Loses. Die Chance zu gewinnen kann dadurch vervielfacht werden, indem mehrere Lose erworben werden.
Der nächste Schritt - vor allem für private Einzelverloser ist die Entrichtung der in Österreich und Spanien geforderten Glückspiel-Steuern an den Staat. Diese errechnen sich vom angestrebten Brutto-Erlös aus dem Losverkauf, bewegen sich zwischen 12% und 18% davon und sind auch dann nicht refundierbar wenn die Verlosung aus welchem Grund auch immer abgebrochen wird. Dies ist sicherlich ein weiterer massiver Nachteil für den Veranstalter einer privaten Hausverlosung.
Es folgt die Erstellung der Webseite, die Einrichtung aller erforderlichen Tools (wie Anmelde-Vorgänge, Newsletter-Anmeldung, Losnummern-Zuteilung, verschiedener Kommunikationsmöglichkeiten für die Teilnehmer mit dem Verloser, Zahlungsmöglichkeiten, etc.) und vor allem das Marketing. Die schönste Webseite ist unbrauchbar, wenn sie nicht durch mögliche Interessenten gefunden werden kann, bzw. diese von deren Existenz gar nicht erfahren.
Nun erfolgt der Verkauf der einzelnen Lose über diese Webseite bis die Lose verkauft sind, die Ziehung abgehalten werden kann und ein glücklicher Gewinner ermittelt wurde.
Scheitert der Verkauf einer ausreichenden Menge an Losen binnen einer allenfalls selbst festgesetzten Frist inklusive einer Verlängerung dieser Frist, muss von privaten Verlosern denen es naturgemäss an Alternativ-Angeboten fehlt, die einbezahlten Lospreise an die Teilnehmer rückerstattet werden.
Die durchaus noch immer gängige Praxis sich dabei Bearbeitungsgebühren einzubehalten und so das kaufmännische Risiko auf die Teilnehmer abzuwälzen, kann als in höchstem Masse unseriös bezeichnet werden und wirft durchaus auch strafrechtlich relevante Fragen auf.


Privat versus Professionell[Bearbeiten]

Grundsätzlich muss zwischen privaten Hausverlosungen bzw. Immobilienverlosungen und solchen unterschieden werden welche von professionellen Veranstaltern angeboten werden.
Für die vom Privaten veranstaltete Hausverlosung spricht die, zumindest theoretische, persönliche Nähe zum Verloser. Gegen diese Variante spricht in erster Linie der gemeinhin massiv unterschätzte Arbeitsaufwand der mit der Veranstaltung einer Verlosung verbunden ist vor allem aber, dass eine private Verlosung es immer wesentlich schwerer haben wird bekannt zu werden als eine professionelle Verlosung welche bereits auf einen Bekanntheitsgrad zurückgreifen kann.
Privatverloser begeben sich auf ein ihnen in aller Regel völlig unbekanntes Terrain und wenn sie erkennen, dass sie neben Berufsalltag, familären Verpflichtungen etc. mit den Erfordernissen die eigene Verlosung adäquat zu betreuen und zu bewerben überfordert sind, ist es idR zu spät.
Für die professionell veranstaltete Verlosung spricht in erster Linie die Professionalität und Erfahrung und teilweise langjährige technische und rechtliche Entwicklungs-Vorleistung auf welche der Profi zurück greifen kann. Die Betreuung der Hausverlosung erfolgt hier auch hauptberuflich und durch mehrere Personen und kann so wesentlich effizienter operieren, als wenn der Arbeitsaufwand zwischen andere Aufgaben irgendwie untergebracht werden muss.
Gegen diese Variante spricht die Tatsache, dass der professionelle Verloser zumindest moderat gewinnorientiert agieren muss, sich daher (zumindest theoretisch) die Gesamtkalkulation verteuern und die Gewinnchancen geschmälert werden. Praktisch entfällt bei der professionell gestaltenen Immobilienverlosung in aller Regel der Vorabaufwand für Glückspielsteuern, weshalb die Endkalkulation trotz des Gewinnanspruches zugunsten der Teilnehmer ausgehen wird.


Entwicklung[Bearbeiten]

Mit dem internationalen Zusammenbruch des Immobilienmarktes in Folge der Bankenkrise 2008/2009 sahen sich viele Immobilien-Eigentümer in einer unnatürlichen Notsituation: Immobilien die bislang, von kleinen Schwankungen abgesehen, als sichere Investition galten wurden plötzlich unverkäuflich. Selbst wenn sich ein Käufer fand, so war die Situation bei den Banken dergestalt, dass so gut wie keine neuen Kredite vergeben wurden. Die meisten der wenigen Immobilientransaktionen die trotz der internationalen Krise noch möglich gewesen wären, scheiterten daran keine Finanzierung zu finden.

Chronologisch betrachtet importierte die Familie D. aus dem österreichischen Bundesland Kärnten als Erste die Idee der Hausverlosung aus England und den USA.
Diese Verlosung welche Ende 2008 / Anfang 2009 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde löste zunächst bei den Medien frenetischen Beifall aus, wodurch diese Hausverlosung in Rekordzeit von wenigen Wochen abgewickelt werden konnte.
Bei einem derartigen Hype war es wenig verwunderlich, dass sich viele Nachahmer fanden welche mit ähnlichem Pioniergeist an die Sache herangingen. Ebenso wenig verwunderlich war, dass es auch so Manchen gab, welcher diese neue Idee für unlautere Zwecke nutzen wollte.
Die unweigerliche Folge war, dass binnen weniger Monate einige hundert Hausverlosungen das Internet stürmen wollten, was wieder andere Unternehmen zu nutzen verstanden welche einfach nur an der Werbung für diese - meist ahnungslos und naiv agierenden - Hausverlosungen verdienen wollten.

Anfang der zweiten Jahreshälfte 2009 gab es bereits knapp 250 Verlosungen welche im Internet mit mehr oder weniger großem Engagement angeboten wurden.
Durch die Profiteure und die vielen -wenig seriösen- Auswüchse, zusammen mit einer erwachenden Gegnerschaft, erlitt die Idee der Immobilienverlosung in der zweiten Jahreshälfte 2009 einen massiven Rückschlag. Tausende Teilnehmer die ihre Hoffnungen auf später kollabierende Privatverlosungen setzten und in vielen Fällen noch nicht einmal ihren Einsatz abzüglich der Rückabwicklungsgebühren zurück bekamen, verloren das Vertrauen in die Qualität der Idee ansich. Der Weg zurück an die Spitze ist für die verblieben privaten Hausverlosungen ein mühsamer. Auch wenn der "Idee Hausverlosung" ein solcher Spitzenplatz zusteht und es in der Zwischenzeit durchaus einige beachtliche Erfolge der Hausverlosung durch diverse Ziehungen gegeben hat.

Mittlerweile, Anfang 2010 hat sich er Markt weitgehend selbst bereinigt. Es ist eine Handvoll privater Hausverlosungen und ein großer Veranstalter übrig geblieben, während zwar noch immer rund 80 weitere Hausverlosungen hier und da gelistet sind. Diese Restbestände sind aber nur mehr seelenlose Ruinen die eben noch nicht vom Web genommen wurden, Lose werden meist keine mehr verkauft, Anfragen bleiben unbeantwortet und sie stellen daher keinen Faktor mehr dar.

Rund 20 aktive Hausverlosungen gibt es im Augenblick noch, womit sich ein schlagkräftiger harter Kern gebildet hätte welcher auch durchaus Chancen auf Erfolg und eine positive Entwicklung in der Zukunft prognostiziert werden kann. Die Auswahl mag für Teilnehmer kleiner geworden sein, aber dafür ist das Gesamtangebot auch deutlich solider geworden.


Gegnerschaft[Bearbeiten]


Dem ersten flächendeckenden Beifall für die Innovation Hausverlosung bei der Bewältigung der u.A. Immobilien-Krise folgte rasch eine wachsende Gegnerschaft durch diverse Lobbys die in dem Konzept eine Gefahr für ihre angestammten Marktsegmente witterten.

Hauptgegner Nr.1.: Die Zunft der Immobilienmakler[Bearbeiten]

Als massiver Gegner der Immobilienverlosung hat sich zunächst einmal die Zunft der Immobilienmakler zu Wort gemeldet, welche befürchtete, dass bei einem nachhaltigen Erfolg der Immobilienverlosung, niemand mehr deren Dienste in Anspruch nehmen würde. Diese Befürchtung mutet geradezu absurd an, da jeder der eine Immobilie kaufen will und die dafür erforderlichen Mittel bzw. Bonität besitzt, weiterhin als starker Käufer auftreten und sich nicht auf Glück verlassen wird.
Man könnte sogar sagen, dass die Hausverlosung den Immobilien-Maklern dienlich sein könnte. Je mehr Immobilien über die Hausverlosung veräußert werden, desto geringer das Angebot am freien Markt, desto eher würden sich auch die Preise wieder stabiliseren.
Sobald sich die Preise stabilisiert haben, kann es nur dazu kommen, dass die Nachfrage wieder das Angebot übersteigt - und weshalb sollte dann noch ein Immobilieneigentümer den steinigen und langwierigen Weg der Immobilienverlosung gehen, wenn er sein Objekt binnen kürzester Zeit und zu einem guten Preis, auch am freien Markt disponieren kann?
Dies konnten oder wollten die Protagonisten dieser Zunft nicht verstehen und es hagelte daher Strafanzeigen, Feststellungsklagen, Massnahmen durch den Schutzverband gegen unlauteren Wettbewerb der zugunsten seiner Mitglieder einschritt - und die Makler nutzten auch ihre Marktmacht als grosse Inseraten-Kunden bei den Medien um eine ganze Reihe negativ gefärbter Artikel in Umlauf zu bringen.

Hauptgegner Nr.2.: Die Lobby der mit einem staatlichen Monopol geschützen Grossbetriebe[Bearbeiten]

Die zweite Gruppe welche ebenso über eine mächtige Lobby wie über die finanziellen Mittel verfügte und sich - im Gegensatz zu den Maklern - zurecht in ihrer Existenz bedroht fühlten, waren die grossen Glückspiel-Monopolbetriebe.
Wo immer möglich wurde über die Politik welche seit Jahrzehnten an den Einnahmen dieser Betriebe partizipiert entsprechender Druck, auch auf die Justiz ausgeübt um die Hausverlosung möglichst schon im Ansatz zu ersticken. Für diese Monopol-Betriebe ging es auch in der Tat um die Existenzfrage denn dort wird bei verschwindend geringen, eigentlich inexistenten, Gewinnchancen nur ein minimaler Bruchteil der Einnahmen wieder ausgespielt. Auf der anderen Seite entstand die Szene der Hausverlosung wo ohne weiterer Gewinnerzielungs-Absicht im Grossen und Ganzen 100% der Einnahmen wieder ausgespielt werden.
Ein unübersehbares Dilemma da man das Konzept der Immobilienverlosung zwar nicht selber realisieren will - es aber auch nicht zulassen kann, dass sich hier ein starker Konkurrenzmarkt entwickelt der alle Vorteile auf seiner Seite hat.
Neben dem Druck über Politik und Justiz übten die Monopolbetriebe auch Druck auf die Medien aus. So gab es ab der zweiten Jahreshälfte 2009 in Österreich einen, von den Medien niemals bestrittenen, Maulkorberlass. Inserate von Hausverlosern wurden weitflächig ebenso wenig angenommen wie es keinerlei Berichterstattung mehr über positiv abgeschlossene Hausverlosungen gab. Die Monopolbetriebe hatten über Jahrzehnte Millionebträge in Werbung bei den Medien investiert und nun war es an der selbstverständlichen Zeit daraus resultierende Gefälligkeiten einzufordern.

Rechtslage[Bearbeiten]


Obwohl dies in krassem Gegensatz zum Europarecht und Entscheidungen des EuGH steht, ist die legale private Hausverlosung derzeit in Europa nur in Spanien und Österreich möglich.
Beide Staaten verknüpfen an die Erteilung einer Genehmigung teilweise reichlich sinn-entleerte Forderungen und Auflagen, fordern Steuern mit geradezu absurden Bedingungen und verzögern die Erteilung der Genehmigung so lange als irgendwie möglich. Die jüngste rein privat veranstaltete Hausverlosung in Spanien berichtet von einem fast ein Jahr dauernden Genehmigungsverfahren ebenso wie von der Entrichtung einer hohen Vorab-Steuerleistung wie auch von der (ebenfalls in absolutem Widerspruch zum Europarecht stehenden) einschränkenden Auflage die Lose nur an Personen zu verkaufen welche in Spanien wohnhaft sind.
Im internationalen Vergleich kann man guten Gewissens sagen, dass die Hausverlosung bzw. Immobilienverlosung nach Europarecht als ganz normale Dienstleistung angesehen wird. Die von den Monopolisten mit Vorliebe strapazierte Behauptung ihre Monopolstellung diene in erster Linie dem Schutz gegen Spielsucht, kann in Anbetracht der diesseits bekannten Vertriebsmethoden nur als scheinheilig bezeichnet werden.
Davon abgesehen gibt es eine ganze Reihe von Mitglieds-Staaten der EU die auf ganz regulärem Weg Glückspiel-Lizenzen verfügbar machen - hier würde dann erst recht wieder der Hinweis auf den Artikel 49 des EU-Gründungsvertrages von Rom greifen.

Als Essenz zum Thema Rechtslage ist allerdings anzumerken, dass die rechtliche Festellung ob es sich um eine legale oder illegale Hausverlosung handelt ausschließlich der Rechtshoheit untersteht, unter welcher die Veranstaltung abgehalten wird. Die Rechtslage jenes Staates in welchem sich ein Verlosungsobjekt allenfalls befindet hat hingegen keinerlei Bedeutung. Dies wird bei einem einfachen Vergleich deutlich. Wäre es z.B. dem Besitzer eines Autos leicht möglich dies von Deutschland (private Hausverlosung verboten) nach Österreich (private Hausverlosung erlaubt) zu verbringen - so kann ein Immobilienbesitzer auf diesen Weg nicht zurück greifen. Würde man daher den Immobilienbesitzer aka Verloser nach deutschem Recht behandeln - während man dies beim Autobesitzer aka Verloser nicht könnte, wäre dies eine rechtliche Ungleichstellung, zumal beides ganz einfach private Vermögenswerte sind.

Gerade in Deutschland wurde dagegen (siehe 5. Gegner) manchmal subtil, meist weniger subtil das Gerücht ausgestreut, und selbst die Teilnahme an einer ausländischen Hausverlosung wäre strafbar. Dies kann nicht anders ausser als schlichte Unwahrheit bezeichnet zu werden. Strafbar in Deutschland ist die Teilnahme an einem illegalen (unerlaubten!) Glückspiel. Wird das Glückspiel allerdings legal veranstaltet, wie z.B. eine Hausverlosung in Österreich, ist es jedenfalls nicht unerlaubtes Glückspiel und daher auch eine Teilnahme daran nicht strafbar.
Dazu kommt, dass es noch nie in Deutschland ein Verfahren gegen den Teilnehmer bei einem der vielen im Internet angebotenen und tatsächlich illegalen Glückspiel gegeben hat - die entsprechenden Behauptungen und das Ausstreuen solcher Gerüchte dient daher nur einem Zweck: Der Konsument soll bis zu jenem Grad verunsichert werden, dass er im Zweifel lieber die Finger davon lässt und weiter seine Einsätze für gelegentliche Glückspielteilnahme lieber wieder zu den Monopolisten trägt.

Quiz & Co[Bearbeiten]

Zum Glück gibt es auch unter der noch immer vorhaltenden prohibitionistischen Strömung in Deutschland Pioniere welche nach dem gangbaren Ausweg suchen. Ein Musterbeispiel für diese Beharrlichkeit ist sicher Volker St. der als einer der ersten überhaupt versuchte die private Hausverlosung auch in Deutschland durchzusetzen. Nunmehr bietet dieser eine Sonderform der Hausverlosung an, bei welcher nicht das Los (Glück) über den letztlich siegreichen Teilnehmer entscheidet sondern ein Quiz-Spiel für welches man Teilnahmescheine erwerben kann. Es hat auch diesbezüglich bereits Versuche Deutscher Gerichte gegeben selbst das Quiz zu unterbinden, und sei es mit dem Argument, der Verkauf der Teilnahmscheine wäre gewerblich und mangels einer diesbezüglichen Gewerbeberichtigung zu verbieten.

Immobilienverlosung: Deutsches Objekt[Bearbeiten]

Letztlich und zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Hausverlosung für Objekte welche sich in allen Staaten dieser Erde befinden rechtlich völlig einwandfrei und unbedenklich gestaltet werden kann. Es ist lediglich ein gewisser Reifeprozess erforderlich und die Überwindung eines fast schon an Trotz anmutendenden Denkverhaltens bis der einzig vernünftige Ausweg gegangen werden wird, und dieser kann nur eine EU-Weite Legalisierung der Haus- bzw. Immobilienverlosung sein.

Immobilienverlosung: International[Bearbeiten]

Während in Europa noch darüber gestritten wird wie man behördlicherseits und vor allem einheitlich mit der Immobilienverlosung (aka: Hausverlosung) umgehen soll, ist diese international längst zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Oft ist es gerade für karitative Organisationen ein Weg zum s.g. Fundraising, aber auch private Hausverlosungen werden veranstaltet von denen dann nicht selten zumindest ein Anteil des Erlöses an eben karitative Vereinigungen fliesst. Eine ausgesprochen vernünftige Regelung, da gleichzeitig mit der Hausverlosung auch dem Gemeinwohl gedient ist.


Weiterführende Links[Bearbeiten]

Wikilinks - Wikis & Websites mit Artikeln zum Thema[Bearbeiten]

(Trage hier dein Wiki mit Link zum Artikel ein, wenn du in deinem Wiki ebenfalls einen Artikel zu diesen Thema hast oder du diesen Artikel in dein Wiki exportiert hast)

Info Sign.svg Dieser Wikipedia-Artikel wurde, gemäß GFDL, CC-by-sa mit der kompletten History importiert.