ilmia

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Ilmia, Stadtilm/ Deutschland[Bearbeiten]

Der Name Ilmia stammt vom Fluss Ilm in Stadtilm/ Thüringen. Die Schuhfabrik Paul Hoffmann & Co KG in Stadtilm führte die Marke Ilmia. Das Sortiment umfasste diverse Modelle von Straßen- und Arbeitsschuhen. Mindestens seit den 1930er Jahren wurden Fußballschuhe hergestellt. Als spezielles Produkt sind die beheizbaren Fliegerstiefel für die Luftwaffe erwähnenswert. In der Kriegszeit mussten auch Zwangsarbeiter in der Firma arbeiten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg spezialisierte man sich immer mehr auf Sportschuhe. Das Familienunternehmen wurde 1972 vom SED-Staat enteignet. Die anderen verbliebenen Schuhhersteller (Ebert, Höring, Machedanz) der Stadt wurden 1977 aufgelöst und VEB Ilmia zugeordnet. Später wurde Ilmia selbst der Eigenständigkeit beraubt und in das Kombinat "Germina" eingegliedert. Ab etwa Mitte der 80er Jahre wurden die Ilmia-Sportschuhe mit dem Aufdruck "Germina" vertrieben und der typisch schwungvolle Seitenstreifen, die sogenannte Gabel, wurde durch kurze gerade Streifen ersetzt.

Die Firma bestand nach Herstellung der Einheit Deutschlands und der damit ermöglichten Rückübertragung an eine Erbengemeinschaft bis zum Konkurs 1998. Die Firmengebäude befinden sich mittlerweile in einem überwiegend ruinösen Zustand.

Die Marke Ilmia wurde 2001 gelöscht.

ilmia, Luzern/ Schweiz[Bearbeiten]

ilmia
 
Rechtsform GmbH
Gründung 2003
Sitz Schweiz, Luzern
Branche Schuhe
Produkte LederturnschuheVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.ilmia.com

Die Marke ilmia wurde 2002 angemeldet.

Ausgelöst durch einen, auf dem Flohmarkt gefundenen, alten Ilmia-Schuh aus DDR-Zeiten folgte die Produktion eines neuen ilmia-Schuhs im Jahre 2003.

Die Berliner Designer Barbara Kotte, Peter Bünnagel sowie Helge Hansen und Carolin Hansen waren von der Geschichte und dem Design der alten Schuhe derart fasziniert, dass sie 2004 ähnliche Modelle in kleiner limitierter Auflage zum DESIGNMAI in Berlin vorstellten.

Stadtilmer Ilmia-Sportschuhe hatten u.a. ein Seitenzeichen, welches dem des Sportschuhherstellers Puma recht nahekam. Dies war ein Bogen der sich am Ende in einen Doppelstreifen teilt. Zwar ist das ilmia-Seitenzeichen historischen Ursprungs, doch musste der neue ilmia-Schuh mit diesem Seitenzeichen eingestellt werden. Somit schien das Projekt ilmia gescheitert zu sein, doch zwei der vier Designer (Carolin und Helge Hansen) wollten die ilmia-Geschichte weiterleben lassen und entwickelten eine neue Version des Schuhs, diesmal allerdings völlig ohne Seitenzeichen, nur mit dem schlichten Schriftzug „ilmia“.

2007 wird die ilmia GmbH Berlin – in den Anfangsjahren 2003/2004 als GBR betrieben – nun als eingegliederte Marke der HAKOTOWI GmbH Berlin geführt. HAKOTOWI-Geschäftsführer ist ebenfalls ilmia-Firmengründer Helge Hansen. Die HAKOTOWI GmbH ist eine kleine Berliner Werbeagentur/Agentur für Gestaltung und Text mit dem Schwerpunkt des Editorial und Corporate Design, welche 2009 mit dem Red dot design award ausgezeichnet wurde.

Im Jahr 2008 steigt der Schweizer Designer Christian Gafner bei ilmia ein, er wird mit dem Designer und Gründer Helge Hansen, Markeninhaber. Seit 2008 werden die ilmia-Schuhe von der ilmia-Schweiz GmbH versandt. Hergestellt werden sie weiterhin Made in (Ost-)Germany in Handarbeit, aus einer kleinen Schuhmanufaktur in Weißenfels (Sachsen-Anhalt).

Weblinks[Bearbeiten]

Historisches:

Quellen[Bearbeiten]