Horst W. Kleber

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Horst W. Kleber (* 1921 in Frankfurt am Main; † 1985 in Frankfurt-Höchst) war ein deutscher Kunstmaler.

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Leben[Bearbeiten]

Von 1938 bis 1941 besuchte er die Städel-Schule in Frankfurt am Main. Seine Lehrer waren die Professoren Scholz, Röhl und Bäbbler.

Dann unterbrachen der Zweite Weltkrieg und die anschließende Kriegsgefangenschaft seine künstlerische Tätigkeit.

Professor Lammeyer war von 1948 bis 1950 sein Lehrer beim erneuten Besuch der Städel-Schule. Im Anschluss daran war Kleber freier Maler und Grafiker in Frankfurt-Höchst. Von 1952 bis 1960 leitete er den Messe-und Ausstellungsbau in der Werbe- und Presse Abteilung der ehemaligen Hoechst AG.

Werk[Bearbeiten]

Ab 1961 wagte er erneut die Selbstständigkeit als freier Maler mit Atelier in Frankfurt-Höchst. Er gestaltete viele Ölbilder der Höchster Altstadt und vom Mainufer. Zitat aus dem Ausstellungskatalog des Kunstkreises in der Bürgervereinigung Höchster Altstadt ´kunst im schloß`: “Viele Ölskizzen und Aquarelle von Horst W. Kleber haben in dieser Zeit erstmals den Blick für die verborgenen Schätze von Alt-Höchst geöffnet.” Viele nannten und nennen Kleber den Retter der Höchster Altstadt. Jedenfalls waren seine eindrucksvollen Ölgemälde der Rosengasse, des Schlossplatzes, des Dalberg-Hauses, der Justinuskirche, des Höchster Zollturms und des Mainufers einer der Grundlagen und die Geburtsstunde für die spätere Gründung der Bürgervereinigung zur Erhaltung und Restaurierung der vom Zerfall bedrohten alten Fachwerkhäuser in der Altstadt von Höchst. Horst W. Kleber hat mit seinen Aquarellen und Ölgemälden und mit seiner Künstlerpersönlichkeit das Bewusstsein in der Bevölkerung für die Schönheit ihrer Altstadt geschaffen und somit eine Menge dazu beigetragen, dass, als Spätfolge, der Frankfurter Stadtteil Höchst seit 1. Juli 2013 Mitglied der Deutschen Fachwerkstraße ist.

Ab 1964 mietete Kleber eine Zweitwohnung mit Atelier im Odenwald, um in Ruhe arbeiten zu können. Er konnte mittlerweile vom Verkauf seiner Bilder leben.

Seine Malweise war gegenständlich, impressionistisch und von besonderer Farbgebung, durch die sich seine Arbeiten von denen anderer Maler unterscheiden. Aus dieser Zeit gibt es von ihm Ölgemälde vom Frankfurter Römer, vom Odenwald, Spessart und Taunus, aber auch Industriebilder, zum Beispiel 1971 die Werft in Vlissingen/Niederlande. Daneben fertigte Kleber Holzschnitte, Blumenbilder, Stillleben, Portraits und ein Kinderbild von seinem frühverstorbenen Sohn Stefan an. Auf seinen häufigen Auslandsreisen für die Hoecht AG und später als freier Künstler zusammen mit Ehefrau Maja († 2014) holte er sich die Anregungen für seinen Beruf. Besonders oft war er in Paris, wo er Museen und Galerien aufsuchte. Er fand dort seine künstlerische Auffassung bei zeitgenössischen Malern bestätigt.

In der Natur machte er sich lediglich flüchtige Skizzen auf deren Grundlage dann im Atelier großflächige Ölbilder von besonderer, eigenwilliger, aber auch beeindruckender Farbigkeit entstanden. Meist arbeitete er wie Firmenangestellte von 8 bis 17 Uhr. Er brauchte diese Regelmäßigkeit. “Horst W. Kleber hat in der „Farbenstadt“ Höchst die von dem Maler und Bildhauer Richard Biringer begonnene Künstlertradition fortgesetzt und ihr seinen eigenen Stempel aufgedrückt,” heißt es im oben erwähnten Ausstellungskatalog.

In der ersten Ausstellung des neu gegründeten Kunstkreises in der Bürgervereinigung Höchster Altstadt im Schloß vom 22. Oktober bis 23. November 1980 waren Werke von Richard Biringer und Horst W. Kleber gemeinsam zu sehen.

Die meisten Aquarelle und Ölbilder Horst W. Klebers befinden sich heute in Privatbesitz und in Sammlungen.

Ehrungen[Bearbeiten]

Ein Jahr nach seinem Tod veranstaltete der Kunstkreis in der Bürgervereinigung Höchster Altstadt gemeinsam mit der Hoechst AG von 4.12.1986 bis 11.1.1987 eine Horst W. Kleber-Ausstellung

Quellen[Bearbeiten]

  • Ausstellungskatalog einer Horst W. Kleber-Ausstellung ´kunst im schloß` der Hoechst AG von 4.12.1986 bis 11.1.1987
  • Gespräch mit Ehefrau Maja Kleber 2007
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