Historischer Verein Hün un Perdün

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Historischer Verein "Hün un Perdün" Herne e.V.
Zweck: Geschichtsverein
Vorsitz: Andreas Janik
Gründungsdatum: 1. April 2015
Mitgliederzahl: 60
Sitz: Herne
Website: www.huen-un-perduen.de

Der Historische Verein Hün un Perdün e.V. ist ein Hernee Verein, der sich mit der lokalen Geschichte der Stadt befasst. Gründungsdatum war der 1. April 2015. Der Verein kooperiert eng mit dem Stadtarchiv Herne, dessen Förderung er sich zu einem Ziel gesetzt hat.

Hün un Perdün bedeutet so viel wie „alles mögliche“ oder „dies und das“ und ist ein plattdeutscher Ausdruck aus Nord/Westdeutschland. Hün un Perdün war ursprünglich der Titel einer Artikelserie des ehemaligen Herner Museumsleiters und Archäologen Karl Heinz Brandt, die er in den 1930er Jahren in der Herner Zeitung veröffentlichte. In dieser Serie verbreitete Brandt sowohl Neues als auch Kurioses über Lokalgeschichte und Archäologie. Dies inspirierte zur Namensgebung des Vereins.

Geschichte[Bearbeiten]

Seinen Ursprung hat der Verein in der Social-Media-Gruppe Hün un Perdün - Herner Lokalgeschichte goes Facebook. Dort sind mehrere Herner Hobby-Historiker zusammengekommen, um sich über die Identität zur Heimat, das Interesse an der Geschichte der Stadt, das Entdecken alter Strukturen und das Auffinden des verschütteten oder gar vergessenen Wissens über die Generationen auszutauschen. Nach zwei Jahren des intensiven Austausches der Gruppenmitglieder über diese Plattform kam Anfang 2015 die Idee auf, einen lokalhistorischen Verein zu gründen.

Die neue Stadt Herne ist am 1. Januar 1975 durch den Zusammenschluss von Alt-Herne und Wanne-Eickel entstanden. Wichtig war es vor allem, die Bürger der gemeinsamen neuen Stadt mit der Idee des Austauschs zu begeistern und die Historie der ehemals selbstständigen Städte Herne und Wanne-Eickel zu erforschen. Der Verein Gesellschaft für Heimatkunde Wanne-Eickel e.V. bietet dies schon für die ehemalige selbstständige Stadt Wanne-Eickel an. In Herne war dies bis zu „Hün un Perdün“ ein weißer Fleck für Lokalhistoriker.

Die Social-Media-Gruppe Hün un Perdün - Herner Lokalgeschichte goes Facebook bleibt ein wichtiger Bestandteil des Vereins. Die Gruppe hat 450 Mitglieder, die den Verein sowohl aktiv als Vereinsmitglieder als auch passiv als Unterstützer tragen.

Ein weiterer Grund der Vereinsgründung war die Sicherung des Hün un Perdün - Wiki's. Um sich überregional zu vernetzen und einzubringen, wurde der Historische Verein "Hün und Perdün" e.V. schon im Gründungsjahr Mitglied im Westfälischen Heimatbund.

Hün un Perdün-Wiki[Bearbeiten]

Aus der Facebook-Gruppe Hün un Perdün - Herner Lokalgeschichte goes Facebook heraus wurde am 31. Dezember 2014 das Wiki-Portal Hün un Perdün erstellt, welches binnen kürzester Zeit zu einem ansehnlichen Überblick der Herner Stadtgeschichte führte. Das Wiki beinhaltet sowohl Daten und Fakten als auch Geschichten zu der Geschichte der Stadt Herne in den gültigen Grenzen nach 1975.

Das zentrale Relevanzkriterium ist also der Bezug zur Stadt Herne und der entsprechenden Vorgängergemeinden mit Informationen zu allen Lebensbereichen der Emscherstadt. Bei ortsbezogenen Themen kann das Hün un Perdün-Wiki eher und lebensnaher ins Detail gehen als Wikipedia. Dies auch in der Hinsicht, dass der betreibende Verein eng mit dem Stadtarchiv Herne kooperiert. Mithin übernimmt das Wiki die Funktion eines Stadtlexikons und einer Stadtchronik.

Seit Dezember 2014 sind bereits 2.717 Artikel entstanden, die mit 2.555 Bildern illustriert werden (Stand:17. Mai 2016).[1]

Es gibt regelmäßige Redaktionssitzungen, bei denen die Vorgaben und Richtlinien der Wiki-Einträge festgelegt werden und neue Ideen für den Aufbau des Wikis gesammelt werden. Unter anderem wurden mehrere Portale erstellt, die den direkten Zugriff auf bestimmte, für die Stadtgeschichte bedeutende Themengebiete ermöglichen.

Folgende Übersicht gibt einen Überblick über die bereits bestehenden Themenportale:

Statistik zum Hün un Perdün-Wiki[Bearbeiten]

Das Diagramm spiegelt die Seitenaufrufe der Hün un Perdün-Wiki-Homepage seit der Gründung wieder. (Stand: 1. April 2015)

Hün un Perdün - Live[Bearbeiten]

Hün un Perdün - live

Hün un Perdün - Live ist ein lokalhistorischer Gesprächskreis, der bei regelmäßigen Treffen die Möglichkeit des Austauschs untereinander bietet und die Erarbeitung lokalhistorischer Themen. In lockerer Form können hier lokalgeschichtliche Ereignisse, Örtlichkeiten und Zeitabschnitte gemeinsam erörtert und diskutiert werden. Diese Treffen finden im Stadtarchiv, der Dienststelle des Vereins, statt. Das Stadtarchiv bietet dafür seine Bestände zwecks Recherchen an und unterstützt die Mitglieder bei der Arbeit. Der Verein bietet neben Hün un Perdün - Live auch Stadtführungen/ -spaziergänge in Kooperation mit der VHS und dem Stadtarchiv Herne an. Einzelne lokalhistorisch Interessierte unterstützen dies mit ihrem Wissen. Unter diesen ist zum einen der Herner Historiker Ralf Piorr und der Wanne-Eickeler Mondritter „Graf Hotte“ Schröder vertreten, die die Gesprächskreise Hün un Perdün-Live begleiten. Der Wanne-Eickeler Filmemacher Roland Schönig brachte zuletzt den Sodinger Heimatfilm in Kooperation mit dem Stadtarchivar Jürgen Hagen heraus und präsentierte diesen im Zusammenhang des Sodinger Stadtspaziergangs und bei Hün un Perdün-Live.

Aktionen[Bearbeiten]

Im Mai 2016 wurde der Wunsch der RAG Aktiengesellschaft bekannt, das denkmalgeschützte Schachtgerüst der Zeche Pluto von Fritz Schupp in Herne-Wanne aus der Denkmalliste der Stadt Herne löschen zu lassen um es abzutragen. Der Historische Verein Hün un Perdün übernahm die Federführung des noch nicht abgeschlossenen Rettungsversuchs.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

YouTube icon (2013-2017).svg Hün un Perdün live, wo liegt der Mittelpunkt des Ruhrgebietes?

Literatur[Bearbeiten]

Quellennachweis[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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