Hirata Engineering Europe

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Die Hirata Engineering Europe GmbH in Mainz produziert und vertreibt Roboter, Handhabungsgeräte und Komplett-Lösungen für die Automatisierung von Produktionsanlagen. Der Mutterkonzern Hirata Kōki K.K. (平田機工株式会社, engl. Hirata Corporation) wurde 1951 von Yasunari Hirata in Kumamoto, Japan gegründet. Hirata Corporation ist ein Hersteller von Automatisierungs- und Produktionstechnik und hat weltweit über 1500 Mitarbeiter an 22 Niederlassungen in 9 Ländern.

Hirata Engineering Europe GmbH
Logo
Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 1981
Sitz Mainz, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Matthias Schneider
Branche Robotik, Anlagenbau
Produkte Roboter, Handhabungsgeräte und Komplett-Lösungen für die Automatisierung von ProduktionsanlagenVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.hirata.de
Stand: Mai 2015 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2015

Die Automatisierung von Produktionsanlagen ist die Kernkompetenz von Hirata. Die Hirata Engineering Europe GmbH bietet sowohl schlüsselfertige Komplettlösungen als auch die Teilautomatisierung einzelner Produktionsschritte: Von der Beratung und Planung über die Herstellung, Installation und Schulungen vor Ort bis hin zur Wartung.

In den Automatisierungslösungen werden sowohl Hirata Produkte, wie Roboter, NC-Achsen und Palettierer, als auch Automatisierungs-Komponenten anderer Hersteller integriert. Die Palettierer sind Wechselsysteme zur Magazinierung von Paletten für Kleinteile. Die Anlagen von Hirata Robotics werden bei Produktionsabläufen von Bosch, BMW, Fresenius Medical Care, Daimler, Philips, Siemens und in weiteren Unternehmen eingesetzt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte[Bearbeiten]

 
Hirata Scara-Roboter mit Palettierer(Autostocker)
 
Hirata Robotics GmbH in Mainz

Die Geschichte von Hirata Robotern in Deutschland beginnt 1981. Hirata stellt zum ersten Mal SCARA-Roboter und Linearachsenroboter auf der Hannover Messe Industrie aus und schließt im gleichen Jahr einen Vertretungsvertrag mit einem deutschen Maschinenhandelsunternehmen zum Vertrieb der Geräte in Deutschland. Die ersten Vertriebsaktivitäten für diese Art von Robotern beginnen in einem völlig neuen Markt, denn die Automatisierung der Kleinteil-Montage und -Handhabung mit Robotern gibt es bis dato in Deutschland nicht. Erste nennenswerte Verkaufserfolge stellen sich 1983 ein. Einer der ersten Kunden ist die Fa. Grundig, die die Montage einer Baugruppe eines Kassettenlaufwerks mit SCARA-Robotern von Hirata automatisiert.

1985 kommt die zweite Generation der SCARA-Roboter und Linearachsenroboter auf den Markt. Es ist die AR-H-Serie mit drei Modellgrößen. Das meist verkaufte Modell ist der AR-H300 mit der zugehörigen Steuerung HAC-04. Die Firma Hella setzt in Ihrem Werk in Recklinghausen mehrere dieser Roboter in einer Montagelinie ein. Die Geräte bleiben über 15 Jahre im Einsatz.

1986 wird die erste mit SCARA-Robotern ausgestattete Montagelinie zur Bestückung von Leiterplatten mit großen gedrahteten Bauteilen bei der Fa. SEL Graetz in Bochum von Hirata installiert.

1987 ist die dritte Generation der SCARA-Roboter, die AR-i Serie, fertig entwickelt und steht zum Verkauf bereit. Zum ersten Mal überhaupt wird eine Multitasking-fähige Steuerung für SCARA-Roboter angeboten. Sie ermöglicht nicht nur die Steuerung des Roboters, sondern auch die Steuerung der Peripherie, ohne zusätzliche SPS. Viele dieser Roboter werden als Lötroboter bei der Firma Philips eingesetzt, die heute noch in den Werken in Polen und Ungarn arbeiten.

1989 entwickelt Hirata einen der ersten SCARA-Roboter mit Direct-Drive-Antrieben und erhält für diese technische Leistung den Innovationspreis der japanischen Wirtschaftszeitung "Nihon Keizai Shinbun". Diese Roboter sind sehr schnell und präzise in der Positionierung, allerdings ist diese Technik sehr teuer. Daher beginnt man sehr bald mit der Weiterentwicklung der SCARA-Roboter mit „konventioneller“ Antriebstechnik, d.h., Gleichstrommotor und Harmonic-Drive-Getriebe. Diese Technik hat bis heute Bestand und wird immer weiter verbessert. 1992 kommt die nächste Generation der SCARA-Roboter auf den Markt. Es ist die AR-C-Serie mit neuer Steuerung, basierend auf der 32-Bit Prozessortechnologie, und der neuen Programmiersprache HARL-III.

1993 wird die Hirata Robotics GmbH gegründet und übernimmt die Vertriebsaktivitäten für Hirata-Roboter in Europa, speziell für die deutschsprachigen Länder. Neben dem Vertrieb der Roboter werden nun auch komplette semi-standardisierte Automatisierungslösungen angeboten, bei denen der Roboter das Herzstück der Anlage ist. Beispiele sind Lötroboterstationen und Paletten-Magazinier- und -Wechsel-Systeme für Kleinteile sowie weitere im Hause Hirata entwickelte Komplettlösungen.

1996 beginnt Hirata mit der Entwicklung von Reinraum-Robotern für die Wafer- und LCD-Glas-Handhabung. Mit der AR-S-Serie kommt 1997 die fünfte Generation der SCARA-Roboter in den Vertrieb. Außerdem wurden auch die Linearachsen komplett überarbeitet und auf die neue Antriebstechnik umgestellt. Die neue Steuerung verfügt über digitale Motorreglungen und Multi-Tasking für 32 Tasks sowie die Weiterentwicklung der Programmiersprache HARL-III. Im Jahr 1999 werden wählbare, standardisierte E/A-Feldbustechnologien eingeführt. Ab jetzt können die Steuerungen mit Interbus-S, Profibus oder anderen Bussystemen ausgerüstet werden. Seit 2002 sind die SCARA-Roboter der AR-S-Serie und die Linearachsenroboter mit Absolut-Encodern lieferbar. Das Volumen der bewährten Stationssteuerung wird durch hochintegrierte Bauteile auf 1/3 der bisherigen Baugröße reduziert. Außerdem ist die Stationssteuerung nun auch als Software-Lösung auf PC-Basis verfügbar, um noch effizienter mit der PC-Welt kommunizieren zu können.

2008 stellte Hirata bei der Motek eine neue universelle Montagezelle ACS-C (Assembly Cell System for Component) vor. Die ACS-C besteht aus einer Stahlkonstruktion und kann mit bis zu 8 NC-Achsen ausgerüstet werden, die auf zwei Roboter-Kinematiken aufgeteilt werden können. Durch ein integriertes Transportbandsegment lassen sich mehrere Zellen aneinander reihen und so zu einer Montagelinie kombinieren. Bedient und parametriert wird die Montagezelle über ein Touch Screen mit komfortabler Bedieneroberfläche. Durch die zahlreichen Schnittstellen gibt es vielfältige Möglichkeiten mit anderen intelligenten Systemen zu kommunizieren.

2011 wurde aus der Hirata Robotics GmbH die Hirata Engineering Europe GmbH.[1]

Beispiele Einsatzgebiete[Bearbeiten]

Komplettlösungen

Teillösung

Weltweite Niederlassungen[Bearbeiten]

  • Hirata Corporation (Tokio, Japan)
  • Hirata Automated Machinery (Shanghai) Co.,Ltd (Fengxian, Shanghai, China)
  • Hirata Production Systems Design & Consulting Co., Ltd. (Shanghai, China)
  • Hirata FA Engineering (S) PTE LTD (Singapur)
  • Hirata Robotics GmbH (Mainz, Deutschland)
  • Hirata Corporation of Europe Limited (Burbage, Großbritannien)
  • Corporation of America (Detroit, USA)
  • Hirata Engineering Inc. (Indianapolis, USA)
  • Hirata Engineering S.A.De C.V (Tijuana, Mexiko)
  • Taiwan Hirata Corporation (Taoyuan, Taiwan)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stéphane Itasse: Aus Hirata Robotics wird Hirata Engineering Europe. In: Maschinenmarkt. 10. August 2011, abgerufen am 24. Mai 2015.
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