Hilfe für Tschernobyl-Kinder (Arbeitsgemeinschaft)

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Die Arbeitsgemeinschaft Hilfe für Tschernobyl-Kinder der Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers entstand im Jahr 1994 in folge der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1990 entstand durch eine private Iniatiave des Ehepaares Stoevesandt aus Neuenkirchen die Hilfe für Kinder im Woblast Gomel in Weißrussland. Sie fanden in kurzer Zeit Unterstützung bei der Landeskirche Hannover und bei Ehrenamtlichen in den Kirchenkreisen. Ab dem Jahr 1991 organisierte die Landeskirche Hannover die Ferienmaßnahmen für Kinder der besonders betroffenen Region um die Stadt Gomel in Weißrussland. Die ersten Kinder wurden im Jahr 1991 auf dem Fliegerhorst der Bundeswehr in Ahlhorn empfangen. Im September 1991 reiste eine Delegation der Ev-luth. Landeskirche Hannovers unter Leitung des für die Organisation der Maßnahmen zuständigen Direktor des Amtes für Gemeindedienst (heute: Haus kirchlicher Dienste), Hans Joachim Schliep, erstmalig zu Gesprächen in die Region.[2]

Seit 1994 ist die Arbeit in einer nicht rechtsfähigen Arbeitsgemeinschaft organisiert, die im Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers angesiedelt ist. Zur zeit sind 29 Kirchenkreise Mitglied der AG. Bis zum Jahr 2010 konnten mehr als 23.500 Kinder und Erwachsene aus Weißrussland an den Maßnahmen teilhaben. Zudem konnten für über 1,6 Millionen Euro Medikamente und Medizinische Hilfsgüter an Krankenhäuser gespendet werden. Über 180 Ärztinnen und Ärzte Hospitierten in Niedersächsischen Krankenhäusern und Arztpraxen (Stand 2010). Auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft fand am 26 April 2011 in der Marktkirche Hannover ein Gedenkgottesdienst zum 25. Jahrestag des Reaktorunglücks von Tschernobyl statt.

Ziele/Aufgaben[Bearbeiten]

  • Organisation und Durchführung vierwöchiger Ferienaufenthalte für Kinder im Alter von 9-15 Jahren sowie für Mütter mit Kleinkindern aus dem Gebiet Gomel, die in Gastfamilien in Kirchengemeinden der Landeskirche Hannover untergebracht werden.
  • Medizinische Hilfe für Krankenhäuser im Oblast Gomel und Weiterbildung von weißrussischen Medizinern. Zusammenstellung und Durchführung von Hilfstransporten mit humanitären Hilfsgütern für Krankenhäuser u.ä.
  • Förderung und Begleitung von Kontakten der Kirche zu Partnern vor allem im Woblast Gomel.
  • Informationen über die Folgen der Tschernobyl-Katastrophe.

Geschäftsführung[Bearbeiten]

  • Lars Thorsten-Nolte (Geschäftsführer)
  • Renate Paul (Vorsitzende der AG)

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblink[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.kirchliche-dienste.de/themen/42/305/0/0/0.htm
  2. www.kirchliche-dienste.de/down/2/867/588900.pdf
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