Henning Fischer

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Henning Fischer (*6. Mai 1965 in Neuenstein-Aua) ist ein deutscher Theologe, Philosoph und Begründer der Evolutionstheosophie.

Leben[Bearbeiten]

Das Studium der evangelischen Theologie absolvierte er als Schüler des Alttestamentlers Otto Kaiser in Marburg und Göttingen. Entgegen seiner ursprünglichen Intention ging er nicht in den kirchlichen Dienst, sondern legte eine Diplomprüfung in 1989 ab und trat anschließend aus der Kirche aus. Die Kirchenmitgliedschaft war Voraussetzung, das Studium beenden zu können. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen den Neuplatonismus, Mystik, Theosophie sowie Kosmologie.

Nach einem betriebswirtschaftlichen Trainee eines Großkonzerns arbeitete er bis 2001 als Referent für Facility-Management und Marketing, um anschließend seine Selbstständigkeit als Bestatter, freier Grabredner, Havariekommissar und selbstversorgender Landwirt zu begründen. Seit 2009 widmet er sich überwiegend seiner schriftstellerischen Tätigkeit und hält Vorträge.

Fischer übt harsche Kritik an den institutionalisierten Kirchen. Sie seien heuchlerische antichristliche Organisationen, die den Namen Jesu missbrauchen, um eigensüchtig Macht und Profit zu generieren. Letztendlich würden sie den Suchenden nicht helfen, sondern die Gläubigen in einem raffinierten Ablasshandel unfreiheitlich binden. Fischers christliche Religion ist eine überkonfessionelle Weltreligion ohne Dogmen und rituelles Blendwerk. Er orientiert sich dabei kaum an der Bibel, sondern vielmehr an einer interdisziplinären philosophischen Annäherung. Seine mystischen Vordenker sind u.a. Platon, Plotin, Origenes und Meister Eckart. Die Reinkarnation sowie die Vorstellung der Apokatastasis sind für den außerkirchlichen Freidenker christliches Gedankengut.

Als Begründer der [Evolutionstheosophie] versucht er die neuplatonische Philosophie mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen zu verbinden. Der [Homo sapiens] würde nicht von Tieren (Affen) abstammen, sondern wäre eine Materialisation ehemals geistiger Wesen (Engel). Diese „vertikale Evolution“ (Transformation geistiger Formen in materielle) wäre erst die Voraussetzung gewesen für geschlechtliche Fortpflanzung (horizontale Evolution). Innerhalb einer Gattung wären nur geringe Mutationen möglich. Die Erkenntnisse Darwins beurteilt Fischer dennoch als hilfreich und zielführend, da sie die Evolution von niederen zu höheren Seinsformen innerhalb der geistigen Ursprungswelt (Himmel) zutreffend beschreiben würden. Die Materialisation sei das intentionale Ergebnis gottesebenbildlicher Wesen (Engel), um aus ursprünglicher Selbstlosigkeit, eigensüchtige Abhängigkeiten zu kreieren. Dazu sei Materie zwingend notwendig, da Unfreiheiten und Mangelerscheinungen erst in den Kategorien von Raum und Zeit entstünden. Die zukünftige Evolution des Homo sapiens sei mit einer kurzfristig zu erwartenden Apokalypse und dem Übergang zum Reich Gottes die allmähliche Rückentwicklung des Menschen in seinen geistigen Ursprung (göttliche Einheit)..

Die Evolution menschlichen Lebens definiert Fischer als einen dialektischen Prozess: aus Gott emanierte geistiges Leben über teilmaterielle Zustände bis zum sichtbaren materiellen Universum. Diese Metamorphose aus der Einheit zur gegensätzlichen widergöttlichen Vielheit (Emanation) wäre jenseits von Raum und Zeit durch Dissonanzen (Urknall) entstanden. Das künftige Geistzeitalter bedeute die Überwindung dieses Gegensatzes (Himmel – Erde) zu einer sukzessiven Rückentwicklung in den geistigen göttlichen Ursprung (Affirmation). Alle irdische Evolution enstamme der göttlichen Trinität (Geist = Äther, Vater, Sohn) und kehre einst dahin zurück. Der Umschwung ins neue Zeitalter sei bereits im Gange. Der Kapitalismus würde nur noch kurze Zeit bestehen. Erst die zu erwartende Apokalypse ermögliche die Entwicklung neuer Technologien (z.B. Tesla Transformator), die die direkte Nutzung göttlichen Äthers ermöglichen würden.

Werke[Bearbeiten]

  • Der Mystiker Jesus von Nazareth. Berlin 2007: LIT – Verlag
  • Christus, Seine Botschaft heute. Norderstedt 2008: BoD
  • Von der Entstehung der Welt, Grundlagen der Evolutionstheosophie. Norderstedt 2010: BoD

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  • Hersfelder Zeitung vom 16.8.07: Die frohe Botschaft forsch umgedeutet
  • Hersfelder Zeitung vom 10.4.08: Abrechnung mit der Scheinheiligkeit
  • Kreisanzeiger Verlag Hero Medien GmbH vom 18. Feb. 2009: „Die Kirche hat versagt“, Waldhessicher Theologe rechnet mit den Dogmen ab

Der Mystiker Jesus von Nazareth. Berlin 2007: LIT – Verlag Christus, Seine Botschaft heute. Norderstedt 2008: BoD Von der Entstehung der Welt, Grundlagen der Evolutionstheosophie. Norderstedt 2010: BoD


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