Helmut Schrader

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Helmut Rudolf Schrader (* 17. April 1949 in Hamburg) ist ein deutscher Betriebswirt, der sich auf dem Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit engagiert.

Leben[Bearbeiten]

Schrader wurde als Sohn des Kaufmanns Rudolf Johann Schrader und der Steuerberaterin Gerda Dorothea Sophie Schrader geboren. Er besuchte das Gymnasium Wartenau in Hamburg. Er erlernte den Beruf eines "Gehilfen in steuer- und wirtschaftsberatenden Berufen" und schloss 1984 eine Ausbildung als Dipl.Betriebswirt (FH) ab.

Während der Ausbildung bereiste Schrader bereits afrikanische Länder und lebte aufgrund seiner Arbeit bei der Hapag Lloyd in Westafrika. Nach dem Studium arbeitete er 6 Jahre in Südafrika und machte Afrika zu einem Schwerpunkt seines Lebens und Wirkens. So war er unter anderem für Karlheinz Böhm´s Organisation Menschen für Menschen in Äthiopien tätig und baute dort zusammen mit seiner Frau Annegret das " Abdi Buuri" Heim für Waisenkinder auf. Später wurde er von der Christoffel-Blindenmission in die Zentralafrikanische Republik berufen und leitete dort die Kampagne der Weltgesundheitsorganisation gegen die Flussblindheit. Danach wurde er von der gleichen Organisation in den Sudan entsandt und baute dort den ersten paediatrisch - orthopädischen Operationskomplex des Landes mit operativer Vor - und Nachversorgung durch physiotherapeutische Fachkräfte auf.

Für die Weltbank leitete Schrader danach ein Projekt in dem Erdölgebiet im Süden des Tschad in Bebedija , das die Lebensumstände der Bevölkerung in diesem Gebiet durch den Bau von Schulen und Infrastrukturmaßnahmen verbessern half. Bei der Organisation Ärzte ohne Grenzen war Schrader als Projektkoordinator zuerst in der Demokratische Republik Kongo im Nord-Kivu , Kitshanga für insgesamt acht Kliniken zur Behandlung von Unterernährung von Kleinkindern tätig und wurde später in Gore im Tschad eingesetzt. Im dortigen Flüchtlingslager mit ca. 35.000 Menschen aus der Zentralafrikanische Republik organisierte er die medizinische Betreuung in Zusammenarbeit mit dem UNHCR.

Nach einem Zwischenprojekt in Haiti im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschafliche Zusammenarbeit zur Sicherung der Lebensgrundlagen von 1600 ländlichen Familien durch die Anlage von Kleingärten und ökologisch nachhaltiger Bewässerung, wurde Schrader ein zweites Mal in den Sudan entsandt, um dort als Landeskoordinator die Aktivitäten der humanitär - medizinischen Organisation Humedica in Darfur zu organisieren. Diese Organisation versorgte in Süddarfur 2008 dort etwa 250.000 Binnenflüchtlinge medizinisch im Auftrag des Auswärtiges Amt. Seit 2008 ist Schrader als selbstständiger Unternehmensberater für den afrikanischen Kontinent tätig und berät deutsche Unternehmen bei Markteintritt, Marktanalyse und Sicherheitsfragen. Im Jahr 2009 berief der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft Schrader zum Senior Berater. 2011 wurde er zum Berater zu Wirtschaftsfragen bei der Stiftung Partnerschaft mit Afrika e.V.(SPA) im Rahmen der Afrika Initiative der Bundesregierung. 2014 ging Schrader in den Ruhestand, ist aber weiterhin aktiv für die partnerschaftliche Entwicklung des afrikanischen Kontinents tätig.

Weblinks[Bearbeiten]

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