Hellmut Steinebach

Aus MARJORIE-WIKI
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hellmut Steinebach (* 18. Februar 1916 in Düsseldorf; † 22. August 1942 gefallen in Russland) war ein deutscher Maler und Zeichner.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Hellmut Steinebach war der Sohn von Studienrat Dr. Karl Steinebach (25. Februar 181 Koblenz - 27. Juli 1950 Düsseldorf) und Frieda, geb. Stegemann (27. April 1884 Ehrenbreitstein - ?). Karl Steinebach war zwischen 1946 und 1950 Direktor des Städtischen Museums Düsseldorf. Die Familie Steinebach war anfangs wohnhaft am Fürstenwall 236 in Düsseldorf.[1]

Hellmut Steinebach besuchte drei Jahre die Grundschule in Düsseldorf und machte darauf seine Aufnahmeprüfung zum Realgymnasium. Bereits in der Schulzeit wurden seine ‚hervorragenden‘ Leistungen im Fach Kunsterziehung gelobt.[2] Steinebach wurde nach Vorlage seiner Arbeiten zum Wintersemester 1935-36 an die Kunstakademie Düsseldorf aufgenommen. Seine Lehrer waren Paul Bindel und Werner Heuser.[3] Während seiner Studienzeit in Düsseldorf entstanden Werke in Aquarellfarben, Tempera, Tusche, Kreide, sowie auch graphische und bildhauerische Werke. „Dabei stellt er fest, daß ihm Aquarell und Landschaftsmotive am stärksten liegen […]“[4]

Steinebach studierte vier Semester an der Kunstakademie Düsseldorf. Darauf plante er einen Studienwechsel nach Berlin. Dieser wurde aufgeschoben, durch „eine freiwillige militärische Übung […], um möglichst bald zur Fortsetzung des Studiums zurückzusein.“ [5] Aufgrund der politischen Ereignisse und des letztlichen Kriegsausbruchs muss Steinebach in seinem militärischen Verband, dem Infanterie-Regiment 39[6], bleiben und am Krieg teilnehmen.

Steinebach wurde anfangs in Frankreich später in Russland eingesetzt. Während des Kriegsdienstes war Steinebach stets malerisch bzw. zeichnerisch tätig.[7] Am 22. August 1942 kehrte Steinebach von einem Kontrollgang nicht mehr zurück. Auf der Einwohnermeldekarte ist Hellmut Steinebach als „Kriegssterbefall“ am 22. August 1942 vermerkt. [8]

Motivwahl[Bearbeiten]

Hellmut Steinebach schuf bereits im jugendlichen Alter Landschaftsdarstellungen mit Motiven des Rheinlands. Daneben entstanden schon in frühen Jahren Selbstbildnisse. In der Studienzeit entstanden insbesondere Landschaften, Parkansichten und Portraits in vornehmlich expressiv-realistischer Auffassung, bei denen der Einfluss des rheinischen Expressionismus durch seine Lehrer Bindel und Heuser erkennbar ist.

Literatur[Bearbeiten]

  • Eva Steinebach (1975): Lebenslauf von stud. artium Hellmut Steinebach, in: Dies.: Weltinnenstunde (Lesebuch für Marieluise); J.G. Bläschke; Darmstadt; S. 200-202
  • Einwohnermelderegistratur (MF 815), Stadtarchiv Düsseldorf
  • Hausbuch „Lakronstraße 81“, Stadtarchiv Düsseldorf

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Einwohnermelderegistratur (MF 815), Stadtarchiv Düsseldorf.
  2. vgl. Steinebach 1975, S. 200.
  3. Steinebach 1975, S. 200.
  4. Steinebach 1975, S. 201.
  5. Steinebach 1975, S. 201.
  6. Einwohnermelderegistratur (MF 815), Stadtarchiv Düsseldorf.
  7. Motive aus dem ‚französischen Skizzenbuch‘ finden sich als Abbildungen in: Steinebach 1975.
  8. Einwohnermelderegistratur (MF 815), Stadtarchiv Düsseldorf.
Info Sign.svg Dieser Wikipedia-Artikel wurde, gemäß GFDL, CC-by-sa mit der kompletten History importiert.