Helena Zeilhofer

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Helena Zeilhofer, bekannt als Helena Pätsch, (* 18. Juli 1928 in Landshut) ist eine deutsche Modedesignerin.

Leben[Bearbeiten]

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Pätsch als älteste Tochter von Hedwig und Bartholomäus Zeilhofer geboren. Zwei ihrer drei jüngeren Brüder, Bartholomäus und Willibald Zeilhofer sind erfolgreiche Architekten. Mit 14 Jahren begann sie ihre Lehre als Schneiderin. Nach den drei vorgeschriebenen Gesellenjahren absolvierte Zeilhofer die Landshuter Modeschule und bestand im Winter 1948/49 im Alter von 20 Jahren alle Prüfungen. Erst nach einem weiteren halben Jahr, sie musste bis zu ihrem 21. Geburtstag warten, erhielt sie ihren Meisterbrief und war damit die jüngste deutsche Schneidermeisterin. Gleich im Anschluss wurde sie an der Modeschule als Lehrerin angestellt.

Heinz Bormann, der Inhaber des berühmtesten Modehauses der DDR, war Anfang der 50er Jahre auf der Suche nach einer neuen, kreativen Designerin, mit der er seinen Betrieb, der bis dahin Herrenanzüge aus alten Militäruniformen herstellte, auf Damenmode erweitern konnte. Auf einer Feier bei Freunden sah er ein wunderschönes Kleid. Auf die Frage hin, wo das Kleid her sei, verwies die Trägerin auf Helena Zeilhofer, die gerade ihrem Ehemann Reinhold, Lehrer aus Magdeburg, in die DDR nachgezogen war.

Bormann stellte Zeilhofer umgehend als Directrice seines neuen Damen-Maßateliers ein. 1954 war die erste Kollektion fertiggestellt und wurde in einer Modeschau im Magdeburger Kristallpalast mit professionellen Mannequins vorgeführt. In der DDR herrschte großer Mangel an feinen Stoffen. Um zu kaufen, was sie für ihre wundervollen Modelle benötigte fuhr Zeilhofer regelmäßig nach West-Berlin, um einzukaufen. Mit ihrem westdeutschen Reisepass und großen Summen an Bargeld ausgestattet, fuhr sie in aller Frühe los, um spät abends wieder mit den schönsten und edelsten Stoffen und Accessoires nach Bad Salzelmen, in der Nähe von Magdeburg, heimzukehren.

Die Bormann-Modelle, die Helena Zeilhofer für die erste Kollektion der Original Bormann-Moden entwarf, sorgten auf der Igedo-Modemesse in Düsseldorf für großes Aufsehen. Die westdeutsche Presse titulierte Bormann daraufhin als „Der Rote Dior“. Zeilhofer reiste mit Bormann zu Modeschauen in Leipzig und Dresden, in Ägypten und Moskau und in der Bundesrepublik.

1957 hielt es Helena Zeilhofer nicht mehr in der DDR. Sie reiste mit ihrem Ehemann aus und kehrte zunächst für ein Jahr in ihre Heimatstadt Landshut zurück. Dann führte ihr Weg nach Stuttgart. Für den Strickwarenhersteller Bleyle arbeitete Zeilhofer von 1959 bis 1965 und war dort verantwortlich für den Bereich Bademoden. Den Neubau ihres Hauses in Weil der Stadt, gebaut nach den Plänen ihres jüngsten Bruders Willibald, beaufsichtigte Helena Zeilhofer persönlich. Sie wohnte derweil mit ihren drei kleinen Söhnen Michael, Constantin und Stephan im Geräteschuppen des Gartens. Nachdem das Haus fertiggestellt war, wechselte Helena Zeilhofer als Directrice für die neue Bademoden-Kollektion zum Miederwarenhersteller Susa in Heubach. Pendelte fast täglich mit dem Auto zwischen Weil der Stadt und Heubach (über 100 km Landstraße einfach – ohne ausgebaute Schnellstraßen und Autobahnen).

Die Fahrerei ward schlussendlich zu viel. Zeilhofer beschloss, den Stress der Modewirtschaft hinter sich zu lassen und arbeitete bis zu ihrer Pensionierung als Lehrerin für Technisches Werken ans Johannes-Kepler-Gymnasium nach Weil der Stadt.

Heute lebt sie in Renningen-Malmsheim.

Weblinks[Bearbeiten]

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