Heinz Schubert (Altbergbauforscher)

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Heinz Schubert (rechts) während einer Führung mit dem „Berggeist“ im August 2010

Heinz Schubert (* 3. Februar 1950 in Schneeberg; † 24. Februar 2013 in Aue/ Sa.) war ein deutscher Bergbauforscher, Experte für den erzgebirgischen und Schneeberger Altbergbau sowie Fotograf. In unzähligen Befahrungen erlangte er ein einzigartiges Wissen über das Schneeberger Revier.

Leben[Bearbeiten]

Schubert wurde 1950 im Schneeberger Ortsteil Neustädtel geboren. Durch eine Krankheit im Kindesalter verlor er ein Auge. Diese Behinderung verhinderte eine Berufslaufbahn als Bergmann bei der SDAG Wismut. Anfang der 1990er zog er nach Zschorlau, in die unmittelbare Nähe des Bergwerkes St. Anna am Freudenstein. Er war Gründungsmitglied des dortigen Bergbauvereins und trieb die Aufwältigung der Grubenbereiche und den Ausbau zum Besucherbergwerk konsequent voran. Im Januar 2012 wurde bei Schubert die Schneeberger Krankheit diagnostiziert, an der er am 24. Februar 2013 in Aue verstarb.

Bergbauforschung[Bearbeiten]

Bereits mit 14 Jahren interessierte sich Schubert für den Bergbau, speziell im Bereich Schneeberg und Neustädtel. In den folgenden Jahren unternahm er zahlreiche Befahrungen, unter anderem im Türkschacht, dem Beust-Schacht, der Fundgrube Weißer Hirsch, dem Marx-Semler-Stolln, dem Fürstenstolln und vielen anderen Bergwerken im Erzgebirge. Dabei entstand über Jahre eine hochwertige fotografische Dokumentation des Schneeberger Altbergbaus, auch von heute nicht mehr zugänglichen Bereichen. Dieses Bildarchiv sowie seine fachliche und inhaltliche Beratung trugen maßgeblich zur Veröffentlichung der Bildbände „Der Berg ist Frei“ bei.

Werke[Bearbeiten]

  • Siegfried Woidtke: Der Berg ist Frei. Bildband über den Schneeberg-Neustädtler Bergbau. Band I. Woidtke, Aue 2002, ISBN 3-9806914-4-6 (Von gigantischer Arbeit unter Tage – „Der Berg ist frei“ heißt ein aufwändiger Bildband über den Altbergbau in Schneeberg-Neustädtel, Besprechung in der Freien Presse v. 25. April 2002 [abgerufen am 25. Februar 2013]).
  • Siegfried Woidtke: Der Berg ist Frei. Markus-Semmler-Stolln, Fundgrube Gottes Geschick (bei Schwarzenberg), Fundgrube Reichenbach-Stolln (bei Lössnitz). Band II. Woidtke, Aue 2004, ISBN 3-9806914-4-6.
  • Siegfried Woidtke: Der Berg ist Frei. Der Griefner Stolln in Neustädtel im Schneeberger Bergbaurevier, Wismutanlangen des Lagerstättenbereiches Schlema-Alberoda, Mineralien. Band III. Woidtke, Aue 2005, ISBN 3-00-016529-0.
  • Siegfried Woidtke: Der Berg ist Frei. Bergstadt Aue - Altbergbau, Bergbau in Zschorlau, Wismut-Bergbau in Pöhla, erzgebirgisches Zinn. Band IV. Woidtke, Aue 2006, ISBN 3-00-019874-1 (Geschichte auf mehr als 400 Fotos, Besprechung in der Freien Presse v. 20. Dezember 2006).
  • Siegfried Woidtke: Der Berg ist Frei. Befahrung des "Markus-Semmler"-Stolln; Helmut-Herzog-Grubenbrand; Obersteiger Schmidt; Mineralien. Band V. Woidtke, Aue 2008, ISBN 978-3-00-025803-9 (Vorzügliche Charaktere ziehen mich magisch an, Besprechung in der Freien Presse v. 10. Februar 2009).
  • Siegfried Woidtke: Der Berg ist Frei. SDAG Wismut auf dem Schacht 371; Johanngeorgenstadt; Rittersgrün. Band VI. Woidtke, Aue 2012, ISBN 978-3-00-036496-9.
  • Siegfried Woidtke: Der Berg ist Frei. Impressionen vom ehemaligen Wismutschacht 371 und seine Verplombung; Bergbau in Johanngeorgenstadt; Hohenstein-Enstthaler Bergbaurevier; Bergbaudenkmäler. Band VII. Woidtke, Aue 2012, ISBN 978-3-00-036497-6.
  • Siegfried Woidtke: Der Berg ist Frei. Neuauffahrung des „Markus-Semmler“-Stolln; Wismutbergleute im mosambikanischen Steinkohlerevier; Wolframitgrube Pechtelsgrün - Bergbau im Vogtland; Verwahrung des Magnetschachtes; Bergaufzüge in der Bergstadt Schneeberg. Band VIII. Woidtke, Aue 2002, DNB 1028427662.
  • Markus Link: Streifzug durch die eindrucksvolle 500-jährige Geschichte eines Silberbergwerks. Link, Schneeberg 1999.
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