Heinrich Ludwig Schlöth

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Heinrich Ludwig Schlöth (* 1781; † 1839) war ein Schweizer Unternehmer.

Leben[Bearbeiten]

Heinrich Ludwig Schlöth (auch: Schlett) stammte aus Berlin, zog aber um 1800 ans Rheinknie und heiratete 1806 in Waldenburg die Baslerin Maria Salome Treu (1781–1850). 1809 liess er sich und seine Familie in Binningen und 1820 in Basel einbürgern.[1] Ab ca. 1810 betrieb er in Basel am Birsig eine eigene Schlosserei.[2] Daneben betätigte er sich auch als Mechaniker sowie als Mühlen- und Waagenmacher. In späteren Jahren war er vor allem Ofenfabrikant und vertrieb selbst erfundene Heizvorrichtungen. Das traditionelle Schlosserhandwerk gab er aber nicht auf. Er führte etwa mit seinen Mitarbeitern die Schlosserarbeiten am 1830–1832 errichteten Gebäude der Allgemeinen Lesegesellschaft am Münsterplatz aus.[3]

Heinrich Ludwig Schlöth ist der Begründer der Familie Schloeth in Basel. Seine Söhne waren der Schlossermeister Friedrich Ludwig Schlöth und der Bildhauer Ferdinand Schlöth.

Literatur[Bearbeiten]

  • Stefan Hess / Tomas Lochman (Hg.): Klassische Schönheit und vaterländisches Heldentum. Der Basler Bildhauer Ferdinand Schlöth (1818–1891), Katalog zur gleichnamigen Ausstellung in der Skulpturhalle Basel, Basel 2004.
  • Stefan Hess: Zwischen Winckelmann und Winkelried. Der Basler Bildhauer Ferdinand Schlöth (1818–1891). Berlin 2010, ISBN 978-3-86805-954-0.
  • Franz August Stocker: Ferdinand Schlöth. In: Vom Jura zum Schwarzwald 9 (1892).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heinrich Weiss: Neuestes Baseler Bürgerbuch, enthaltend die seit ältesten Zeiten bis zum Jahre 1836 ausgestorbenen und noch vorhandenen Bürger-Geschlechter in Basel, Basel 1836, S. 41 (online); Franz August Stocker: Ferdinand Schlöth. In: Vom Jura zum Schwarzwald 9 (1892), S. 57.
  2. Eugen A. Meier: Festfreudiges Basel, Basel 1992, S. 108.
  3. Festschrift zum 150-jährigen Bestehen der Allgemeinen Lesegesellschaft in Basel 1787–1937, Basel 1937, S. 75 (hier fälschlicherweise Louis Schlöth genannt).
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