Heinrich Hess (Klostermüller)

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Heinrich Hess (* 1600;1. Februar 1683 in Engelberg) war ein Schweizer Müller und Pfister und gilt als Stammvater der Engelberger Familien Hess.

Biographie[Bearbeiten]

Er wurde um 1600 wohl in Dallenwil oder Stans als Sohn des Glasers Heinrich Hess, der in Unterwalden eingewandert war, geboren. Um 1620 findet sich sein Name in einem Stanser Bruderschaftsverzeichnis. Um 1629 kam er nach Engelberg, das damals noch nicht zur Eidgenossenschaft gehörte, wo er als Müller und Pfister in die Dienste der Benediktinerabtei eintrat. 1630 heiratete er Maria Töngi, die einer alteingesessenen Engelberger Familie entstammte. Zusammen hatten sie sechs Kinder, von welchen vermutlich nur drei das Kindesalter überlebten. Heinrich erfreute sich bis zu seinem Tode bester Gesundheit und erreichte mit ca. 83 Jahren ein für die damalige Zeit stattliches Alter.

Bedeutung[Bearbeiten]

Heinrich Hess hat die Rezeptur des Engelberger Klosterbrotes, das noch heute in Engelberg hergestellt wird, verfeinert. Nebst andern Spezialitäten wird es von Touristen gerne gekauft. Zudem ist er der Stammvater der gesamten Familie Hess aus Engelberg, die als eine der grössten Familien des Tals bezeichnet werden kann. Es ist wahrscheinlich, dass Heinrich der Bruder von Nikolaus Hess war, der seinerseits die Familie Hess in Rapperswil begründete. Folglich war Heinrich der Onkel von Abt Plazidus II. Hess von Engelberg.

Zu Heinrichs Nachkommen zählen u.a.:

  • Eugen Hess, Hotelier
  • Pater Ignaz Hess, Konventuale des Klosters Engelberg, Stiftsarchivar
  • Otto Hess, Obwaldner Regierungsrat 1912-20
  • Dr. phil. Adolf Hess, Professor am Technikum in Winterthur
  • Erika Hess, ehemalige Schweizer Skirennfahrerin

Quellen[Bearbeiten]

  • Hess, P. Ignaz: Wie die "Hessen" nach Engelberg kamen, Engelberg 1948
  • Stammbücher der Familie Hess, 3 Bände, Engelberg
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