Hans Molis

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Hans Molis (* 29. November 1910 in Thale; † 4. November 1986 in Sengscheid, Saarland) war ein deutscher Jurist bei der AEG.

Leben[Bearbeiten]

Molis war Sohn eines Ingenieurs, der als Fabrikdirektor von Thale zu den Rhenania Emaillierwerken Düsseldorf kam. Dort besuchte er die Goethe-Oberrealschule. Nach dem Abitur immatrikulierte er sich zum Sommersemester 1930 an der Albertus-Universität Königsberg für Rechtswissenschaft. Im selben Semester wurde er im Corps Masovia aktiv.[1] Als sein Vater gestorben war, konnte er das Studium in Königsberg aus wirtschaftlichen Gründen nicht fortsetzen. Auf eigenen Wunsch ohne Band entlassen, kehrte er nach Düsseldorf zurück. Dort bestand er 1934 das Referendarexamen.[2] 1937 promovierte er an der Universität Köln zum Dr. iur..[3]

Im selben Jahr von der AEG eingestellt, kam er in die Berliner Zentrale und in das Magdeburger Büro. Er wurde im Mai 1939 zum Heer (Wehrmacht) eingezogen und nahm am Westfeldzug und am Deutsch-Sowjetischen Krieg teil. Seit 1944 Leutnant in der Militärischen Aufklärung, geriet er im Kurland-Kessel in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Nach fünf Jahren im Bergbau unter Tage kam er im Herbst 1949 in die Strafgefängnisse in Leningrad und Borowitschi. Das Todesurteil wurde am 22. Januar 1949 in 25-jährige Zwangsarbeit umgewandelt. Im April 1950 wurde er unvermittelt entlassen. Er fand seine Familie in Hamburg wieder und erhielt das Masurenband zurück.[2]

Die AEG nahm ihn wieder auf und setzte ihn nach München. Im Oktober 1950 berief sie ihn als Handlungsbevollmächtigten und Prokuristen in die Zentrale in Frankfurt am Main. Am 1. April 1957 wurde er Direktor und kaufmännischer Vorstand des AEG-Büros in Münster. Zuletzt war er Direktor und Vorstandsmitglied von AEG-Telefunken in Saarbrücken-Dudweiler. 1960 erhielt er auch das Altmärkerband.[1] Kurz vor seinem 76. Geburtstag erlag er einem Schlaganfall.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Kösener Corpslisten 1996, 98, 1155; 113, 691
  2. 2,0 2,1 2,2 Müller-Dieckert II: Hans Molis. Corpszeitung der Altmärker-Masuren 80 (1987), S. 2438 f.
  3. Dissertation: Vorratszeichen und Abwehrzeichen. GoogleBooks
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