Hans Erich Hohmann

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Hans Erich Hohmann (* 17. Januar 1918 in Königsberg; † 21. Januar 1945 bei Kornfelde?) war ein deutscher Heeresoffizier, zuletzt Hauptmann der Reserve sowie Chef der 1. Kompanie des Panzer-Regiments 31 und Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes.

Leben[Bearbeiten]

Hohmann besuchte von 1924 bis 1928 die Grundschule in Königsberg und anschließend die Oberrealschule. Im Februar 1937 legte er sein Abitur ab um ab April 1937 seinen Dienst im Reichsarbeitsdienst anzutreten. Zum 1. Oktober 1937, trat Hohmann dann in die Wehrmacht ein, wo er nach erfolgreicher Grundausbildung, Gefreiter in der 1. Batterie der Beobachtungsabteilung 1 wurde. Diese Einheit war zu diesem Zeitpunkt in Königsberg stationiert. Mit Kriegsausbruch am 1. September 1939 nahm er in dieser Abteilung am Polenfeldzug teil und später am Westfeldzug. Hohmann begann im Juli 1940 dann eine Offiziersausbildung an der Artillerie-Offiziers-Schule Jüterbog. Im Juni 1941 schloss er diese Ausbildung erfolgreich ab, wurde aber schon kurz darauf im Juli 1941, auf die Panzerwaffe umgeschult. Diese Umschulung absolvierte er von Juli bis Herbst 1941 bei der Panzer-Ersatz-Abteilung 15 in Sagan sowie im Panzer-Regiment 31.

Mit dem Panzer-Regiment 31 war Hohmann in der Folge ab 11. Juni 1942 als Angehöriger in der 4. Kompanie am Ostfeldzug beteiligt, wo er auch seine Beförderung zum Leutnant der Reserve am 24. November 1942 entgegennahm. Im April 1943 wurde er schließlich Zugführer des Aufklärungszuges des Panzer-Regiments 31 und befehligte in dieser Position fünf Panzer des Typs Panzer II. Das Panzer-Regiment wurde dann ab Juli/August 1943 in eine Panther-Abteilung umgebildet und war aufgrund dieser Tatsache nicht an der Schlacht am Kursker Bogen (Unternehmen Zitadelle) beteiligt. In dieser Zeit erfolgte Hohmanns Umschulung auf den Panzerkampfwagen V, Panther. Nach seiner Rückkehr als Zugführer der Aufklärungsabteilung des Panzer-Regiments 31 wurde Hohmann am 10. August 1944 während eines Gefechts bei Žagarė verwundet, verblieb aber bei der Truppe. Sein Aufklärungszug war zu dieser Zeit u.a. zeitweilig der Kampfgruppe Eysser unterstellt, die an der Wiedereinnahme der ostpreußischen Stadt Goldap beteiligt gewesen war. Am 1. November 1944 wurde Hohmann sodann Chef der 1. Kompanie des Panzer-Regiments 31. Am 30. November 1944 wurde er für seinen Einsatz bei der Rückereroberung von Goldap mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet.

Tod und Ritterkreuzverleihung[Bearbeiten]

Er und seine Panzerbesatzung fuhren in den frühen Morgenstunden (zwischen 02:00 und 03:00 Uhr) des 22. Januar 1945 an der Spitze einer kleinen Kampfgruppe von einem Sondereinsatz kommend, zu den deutschen Linien zurück. Es herrschte völlige Dunkelheit und starkes Schneetreiben behinderte die Sicht. So kam es auch, dass Hohmanns Panthersilhouette von Angehörigen des deutschen Volkssturmes für einen T-34 gehalten wurde und per Panzerfaust in Wittkampen, eine Kleinstadt nördlich von Kattenau (Ostpreußen), durch Friendly fire abgeschossen wurde. Hohmann fand dabei den Tod. Nur sein Fahrer und Funker überlebten. Der Vorschlag für die Ritterkreuzverleihung ging nach Hohmanns Tod am 25. Februar 1945 beim Heerespersonalamt ein. Für Leistungen bei der Verteidigung Ostpreußens nach der Verleihung des Deutschen Kreuzes in Gold wurde er postum mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes geehrt.[1]

Sonstiges[Bearbeiten]

Über den wahren Ort, wo Hohmann gefallen ist, gibt es widersprüchliche Aussagen. So gibt Scherzer in seinem Buch "Die Ritterkreuzträger 1939-1945" den Todesort mit Kornfelde bei Kreuzingen an. Dies deckt sich auch mit den Aufzeichnung der WASt. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge benennt jedoch als Todesort Lichtenfelde. Es herrscht auch Unklarheit über das genaue Sterbedatum. So wird im Allgemeinen der 21. Januar 1945 genannt, obwohl Hohmann nachweislich in den frühen Morgenstunden des 22. Januar 1945 getötet wurde. Hohmann selber wurde am 23. oder 24. Januar 1945 auf dem evangelischen Habersberger Friedhof mit militärischen Ehren beigesetzt. Sein Grab befindet sich heute auf dem Dom-Friedhof der Wehrmachtssammelanlage in Kaliningrad.

Beförderungen[Bearbeiten]

  • Gefreiter am 1. September 1939
  • Leutnant der Reserve am 24. November 1942
  • Oberleutnant der Reserve am 1. August 1944
  • Hauptmann der Reserve (posthum)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Die Ritterkreuzträger der Deutschen Wehrmacht 1939-1945 Panzertruppe Bd 2: F-H, Seiten 336, 337, 338

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Ritterkreuzträger der Deutschen Wehrmacht 1939-1945 Panzertruppe Bd 2: F-H, Seiten 336, 337, 338
  2. 2,0 2,1 Veit Scherzer: Die Ritterkreuzträger 1939-1945, Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S.401


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