Haltepunkt Kassel-Kirchditmold

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Kassel-Kirchditmold
Bahnhof Kirchditmold.JPG
Daten
Betriebsstellenart Haltepunkt
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung FKKD
IBNR 8003198
Kategorie 5
Eröffnung 25. April 2009[1]
Profil auf Bahnhof.de Kassel-Kirchditmold
Lage
Stadt/Gemeinde Kassel
Ort/Ortsteil Kirchditmold
Land Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 19′ 29″ N, 9° 27′ 7″ O51.3248333333339.4519444444444Koordinaten: 51° 19′ 29″ N, 9° 27′ 7″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Hessen
i16i16i18

Der Haltepunkt Kassel-Kirchditmold ist ein Haltepunkt am Teilabschnitt Harleshäuser Kurve an der Bahnstrecke Kassel–Warburg. Er liegt im Kasseler Stadtteil Kirchditmold.

Der heutige Haltepunkt ist ein Neubau und ist nicht mit dem alten Haltepunkt[2] an der Main-Weser-Bahn identisch, der beim Neubau der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg aufgelassen wurde. Mit Eröffnung im Jahr 2009[1] ist er der letzte in Betrieb gegangene Haltepunktneubau an der Harleshäuser Kurve und der neueste Haltepunkt im Stadtgebiet.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Der heutige Haltepunkt liegt im Kasseler Stadtteil Kirchditmold beim Abzweig der Bruchstraße (früher Gerlandstraße) vom Übergangsbereich der Christbuchenstraße in die Straße Steinäcker. Letztere führt im Rahmen zweier aufeinanderfolgender Brücken unter der Harleshäuser Kurve hindurch; sie liegt unmittelbar östlich der Brücke auf einer Höhe von 182,4 m ü. NHN.[3]

Die Haltepunkt-Adresse ist: Bruchstraße 1, 34130 Kassel.

Geschichte[Bearbeiten]

Früher:
Der ursprüngliche Haltepunkt Kassel-Kirchditmold (51.3205555555569.4568055555556) wurde 1905 an der Bahnstrecke Kassel–Waldkappel zunächst ohne Empfangsgebäude im damals noch nicht nach Kassel eingemeindeten Kirchditmold als städtischer Vorortbahnhof eingerichtet. Der Zugang zu dem Haltepunkt erfolgte anfangs von der Kölnischen Straße aus zwischen zwei Wohnblocks hindurch.[4]

In den 1930er Jahren wurde ein Ausweichgleis angelegt und ein kleines, einstöckiges Empfangsgebäude für den Inselbahnhof gebaut. Der Bahnsteig war nun nur noch von der Berliner Brücke aus erreichbar – erst über einen Fußweg auf einem Luftschutzbunker und daran anschließend auf einer Holzbrücke, von der eine Treppe hinab zum Haltepunkt führte.

Bei der Streckenelektrifizierung der Deutschen Bundesbahn in den 1950er Jahren wurde die Holzbrücke durch eine Stahlkonstruktion mit größerer Zugdurchfahrtshöhe ersetzt. Im Haltepunkt Kirchditmold hielten alle Züge in Richtung Waldkappel und Eschwege und einige Nahverkehrszüge der Bahnstrecken Kassel–Bebra und Kassel–Treysa.

Zwischen 1972 und 1988 diente der Haltepunkt als Vereinshaus der Eisenbahnfreunde Kassel mit umfangreicher Bibliothek über die Eisenbahngeschichte Kassels.[5]

Beim Bau der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg Ende der 1980er Jahre wurde der Haltepunkt endgültig stillgelegt, das Empfangsgebäude abgerissen und die Gleisanlagen rückgebaut. Zudem wurde auf dem einstigen Gelände des Haltepunkts eine Lärmschutzwand mit Gewächsen in Pflanztrögen errichtet.[4] Etwa dort, wo sich einst die Gleise befanden, verlaufen nun auf höherem Geländeniveau Spazierwege einer Grünanlage mit Zugang von der Berliner Brücke oder vom Tannenwäldchen.

Heute:
Nach mehrjähriger Bauzeit wurde am 25. April 2009[1] etwa 600 m nordwestlich des ursprünglichen Haltepunkts der heutige Haltepunkt an der Harleshäuser Kurve eröffnet. Er ist der neueste Haltepunkt im Kasseler Stadtgebiet.

Ausstattung[Bearbeiten]

Vorplatz des Haltepunkts Kassel-Kirchditmold

Der neue Haltepunkt gehört zur Bahnhofskategorie 5. Er hat zwei Bahnsteiggleise des Teilabschnitts Harleshäuser Kurve der Bahnstrecke Kassel–Warburg. Auf beiden Bahnsteigen befinden sich Sitzgelegenheiten in Form von Holzbänken und einem Unterstellhäuschen. An anderer Stelle gibt es zwei Seitenbahngleise.

Überwerfungsbauwerk-Ruine des ehemaligen Gleis 3 in Kirchditmold

Da sich der Haltepunkt in Hochlage unmittelbar südsüdöstlich der über die Straße Steinäcker führenden Brücke befindet ist dieser mit Treppen und einer Rampe mit dem Vorplatz verbunden. Außerdem verbindet ein Aufzug den Vorplatz mit dem Gleis 2.[6] Deshalb gilt dieser Haltepunkt als „barrierefrei“.

Vorplatz[Bearbeiten]

Der Vorplatz des Haltepunkts befindet sich unmittelbar südsüdöstlich vom Übergangsbereich der Christbuchenstraße und der Straße Steinäcker an der Bruchstraße. Dort unterhält das Fahrradvermietungssystem Konrad eine seiner 56 Stationen.[7] Hier und an der Bruchstraße befinden sich 20 kostenfreie Dauerparkplätze.[8] Zudem gibt es 16 überdachte Fahrradbügel.

Anbindung[Bearbeiten]

Bis Dezember 2013 verkehrte der Sauerland-Express über die Harleshäuser Kurve; nun fahren dessen Züge durch den Kasseler Rangierbahnhof direkt in den Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe – ohne die Kurve zu durchfahren und ohne Halt im Kasseler Hauptbahnhof. Seit Dezember 2013 wird der Streckenabschnitt nur noch von der RegioTram Kassel befahren, und zwar in den Hauptverkehrszeiten in einem Viertelstundentakt, sonst in einem Halbstundentakt.

Linie Verlauf Inbetriebnahme
RT1 Hümme – Hofgeismar – Immenhausen – Vellmar – Kassel-Kirchditmold – Kassel Hauptbahnhof – Kassel, Königsplatz – Kassel, Holländische Straße 2005
RT4 Wolfhagen – Zierenberg – Vellmar – Kassel-Kirchditmold – Kassel Hauptbahnhof – Kassel, Königsplatz – Kassel, Holländische Straße 2006

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 Haltepunkt Kassel-Kirchditmold eröffnet, in Hessen Schiene, Nr. 76, Juli–September 2009, abgerufen am 6. Januar 2017, auf probahn-bus.org
  2. Bahnhof/Haltepunkt Kirchditmold, auf steamy.de
  3. Topographische Karte Stadtatlas Kassel (M. = 1:10.000), Hrsg.: Stadt Kassel, Vermessung und Geoinformation, 2009
  4. 4,0 4,1 Volker Crede: Eisenbahn in Kassel. In: www.steamy.de. Abgerufen am 5. Januar 2017.
  5. EFK: Eisenbahnfreunde Kassel e.V. In: www.steamy.de. Abgerufen am 5. Januar 2017.
  6. Kassel-Kirchditmold | DB Station&Service. In: www.bahnhof.de. Abgerufen am 4. Januar 2017.
  7. Stadtrad Kassel, Stadt Kassel: Konrad – Das Fahrradvermietsystem in Kassel. In: konrad.dbcarsharing-buchung.de. Abgerufen am 4. Januar 2017.
  8. Uwe Ulleseit: NVV Bahnhofskarte. In: www.stationskataster.de. Abgerufen am 4. Januar 2017.
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