HOB (Unternehmen)

Aus MARJORIE-WIKI
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die HOB GmbH & Co. KG ist ein mittelständisches deutsches IT-Unternehmen, das 1964 gegründet wurde und in Cadolzburg in Bayern seinen Hauptsitz hat. HOB entwickelt und vermarktet weltweit Software- und Netzwerk-Lösungen.

HOB GmbH & Co. KG
Logo
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1964
Sitz Cadolzburg
Leitung * Klaus Brandstätter
  • Zoran Adamovic
Mitarbeiter 120
Branche IT
Website www.hob.de
Stand: Juni 2016 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2016

Inhaltsverzeichnis

Geschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde das Unternehmen HOB im Jahre 1964 von Horst Brandstätter, dessen erweiterte Initialen den Namen der Firma bilden. Das Unternehmen ist Teil der Brandstätter-Gruppe, zu der auch Playmobil gehört.

Im Jahr 1981 übernahm Klaus Brandstätter das Unternehmen, der sich auf Entwicklungen und Produkte der Informationstechnik konzentrierte. Die neuen Schwerpunkte seit 1981 waren Software und Terminals für IBM-Großrechner.

1983 brachte das Unternehmen mit dem HOB 78E das weltweit erste Multi-Session-Terminal auf den Markt. Vorgestellt wurde es erstmals auf der Hannover Messe im Centrum für Büro und Informationstechnik, dem Vorläufer der heutigen CeBIT, sowie auf der Systems [1] in München. Dieser Bildschirm ermöglichte dem Benutzer mehrere parallele Anwendungsfenster gleichzeitig. Jahre später erfolgte die Markteinführung einer 3270-Emulation für MS DOS und eine Windows-basierte 3270-Terminal-Emulation.

Bereits 1999 stellte HOB (laut eigenen Angaben) mit HOBLink JWT den weltweit ersten kommerziellen webbasierten Java-RDP-Client vor.[2] [3]

Im Jahr 2000 expandierte das Unternehmen mit der Gründung der HOB Inc. auf den US-amerikanischen Markt. Bis 2001 lag der Produktschwerpunkt auf Hard- und Software überwiegend für IBM-Großrechner. Mit der Etablierung des PCs zog sich HOB aus der Terminal-Produktion zurück und konzentriert sich seitdem auf Software-Lösungen, insbesondere für den sicheren Fernzugriff im Rahmen eines Remote Access Service für alle gängigen Betriebssysteme. Mit dem Markterfolg der Java-Technologie wurde HOB einer der ersten Innovatoren für Java-basierte Connectivity-Technologie.

Im Jahre 2008 folgte die Entwicklung des PPP-Tunnels (Point to Point Protocol), der einzigartigen Lösung für vollen Netzwerkzugriff vom Client ohne Installation oder Administratorrechte. Für diese Entwicklung hat das US-Patentamt ein Patent erteilt.[4]

Heute umfassen die Kern-Kompetenzen sicheren Remote-Access sowie VoIP und Virtualisierung, die in kleinen, mittleren und Großunternehmen zum Einsatz kommen. Außerdem erbringt das Unternehmen mit „HOB Networking“ auch Beratungsleistungen zum Thema Netzwerkinfrastruktur.

In seiner Cadolzburger Zentrale und seinen Geschäftsstellen in Deutschland beschäftigt das Unternehmen ca. 120 Mitarbeiter, die Hälfte davon in der Entwicklung. Außerdem unterhält HOB Niederlassungen in den USA (HOB Inc.) und Malta.

Produkte[Bearbeiten]

HOB hat seinen Schwerpunkt in die Entwicklung von Connectivity-Software für den sicheren verschlüsselten Fernzugriff verlagert. Das Softwareprodukt HOB RD VPN [5], für den verschlüsselten Fernzugriff dient dazu, dass Anwendungen und Daten im Firmennetzwerk erreichbar sind. Als eine Komponente für dieses Konzept setzt HOB das von Microsoft entwickelte Remote Desktop Protocol (RDP) in Verbindung mit dem Remote-Desktop-Client HOBLink JWT [2] ein.

HOB nutzt für seine Produkte die Verschlüsselungsprotokolle SSL und IPSec. HOB hat auch Produkte nach Common Criteria durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)[6] zertifizieren lassen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. HOB 78 bearbeitet simultan vier Bilder – Artikel vom 14. Februar 1983 bei Computerwoche, abgerufen am 17. Februar 2014.
  2. Wussten Sie... Abgerufen am 20. Februar 2015 (HOB Webseite - Wissenswertes über HOB).
  3. Patent US8910272B2: Computer communication system for communication via public networks. Angemeldet am 28. Februar 2008, veröffentlicht am 9. Dezember 2014, Anmelder: HOB GmbH & Co. KG, Erfinder: Klaus Brandstätter.
  4. Jürgen Heyer: Im Test: HOB RD VPN 1.3. IT Administrator, 4. Mai 2010, abgerufen am 19. Februar 2015.
  5. BSI-DSZ-CC-0832-2014 – EAL4+ Zertifikat vom 19. Februar 2014 durch das BSI für HOB RD VPN blue edition, abgerufen am 18. Februar 2014.
    BSI-DSZ-CC-0260-2004. (PDF) Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, 27. Oktober 2004, abgerufen am 18. Februar 2015 (englisch, Certification Report BSI-DSZ-CC-0260-2004 für HOBLink Secure, Version 3.1).
  Dieser Wikipedia-Artikel wurde, gemäß GFDL, CC-by-sa mit der kompletten History importiert.

49.47589410.861427Koordinaten: 49° 28′ 33,2″ N, 10° 51′ 41,1″ O